Freude

Es ist verdammt lange her, dass ich hier zuletzt geschrieben habe. Ab und zu habe ich an den Blog gedacht und überlegt, etwas zu schreiben, aber es dann wieder aufgeschoben und ja auch aufgehoben.

Seit dem letzten Beitrag hier hat sich in meinem Leben eine ganze Menge getan, sehr zum Positiven hin. Ich mache es mal lieber kurz, bevor mich die Schreibmotivation wieder verlässt:

  • Ich habe meine notarielle Fachprüfung (aka das Notarexamen) überstanden bestanden.

    Die mündliche Prüfung, bei der es mir in der Nacht davor aus Angst vor der Prüfung absolut dreckig ging, ist sogar recht gut gelaufen. Improvisieren rulez! Die schriftliche Prüfung ist sehr gemischt ausgefallen. Ich habe mal wieder wie ein Kaninchen vor der Schlange mit dem Lernen (ja, dem Anfangen zu lernen) in Schockstarre bis knapp 2 Wochen vor Beginn der Prüfung gewartet, um dann erst recht festzustellen, dass ich natürlich nichts kann und ab da täglich gegen die nicht mehr verdrängbare innere Panik anzukämpfen und irgendwie den scheiß Prüfungsstoff in den Kopf zu bekommen, innerlich immer so kurz vorm Verzweifeln.

    Wenn ihr mich berechtigterweise fragt, was zum Teufel ich eigentlich in all den Wochen/Monaten vorher getrieben habe, kann ich euch sagen, dass ich in all den Monaten davor versucht habe, mit dem Lernen anzufangen. Jeden Tag neu, und jeden Tag habe ich dabei neu versagt. Nach der Arbeit konnte ich mich abends einfach nicht zum Lernen aufraffen, obwohl ich den ganzen Abend daran gedacht habe, dass ich jetzt gleich aber wirklich noch lernen muss, und an den Wochenenden lief es auch nicht besser. Meine Freizeit konnte ich so natürlich auch nicht genießen, denn ich wollte ja eigentlich lernen. Das wachsende schlechte Gewissen hing all die Monate als immer größer werdende, erdrückende Gewitterwolke über mir. Die letzten drei Wochen vor der Prüfung hatte ich zum Glück Urlaub genommen. Wobei ich trotzdem noch rund eine Woche gebraucht habe, um wirklich loszulegen. Nicht, dass ich es nicht auch da jeden Tag bereits ab der ersten Urlaubswoche versucht hätte, nur es hat einfach nicht geklappt. Ich kann das leider nicht besser erklären und natürlich verstehe ich rational jeden, der mein Verhalten in der Zeit als bescheuert einstuft.

    Einerseits waren die Crashkursskripte meine Rettung, aber gleichzeitig waren die natürlich immer noch zu umfangreich, um mir den ganzen Stoff innerhalb kürzester Zeit ins Hirn zu saugen. Immerhin ist ein bisschen was hängegeblieben und irgendwie habe ich dann offenbar doch was gelernt. Wobei ich immer noch nicht kapiert habe, wie man lernt. Ich finde das Lernen zu lernen sauschwer. Ohne Scheiß! … Auf der Arbeit, in der Praxis, muss ich irgendwie nicht (bewusst) lernen, um dazuzulernen => ich tue einfach, was ich tue. Es passiert einfach, so wie früher in der Schule und zum Teil auch im Studium und Referendariat. Bei Prüfungsstoff funktioniert das leider nicht. So gar nicht. Es ist auch bei der notariellen Fachprüfung im Grunde wieder alles so (selbstsabotierend) gelaufen, wie damals bei meiner „Vorbereitung“ für das 1. und 2. Staatsexamen. Auch wenn ich am Ende mal wieder das nötige Glück hatte. Aber der Stress bis dahin … .

    Aber egal, der Mist liegt glücklicherweise hinter mir. Nie wieder Examensprüfungen! Juhu! Endlich bin ich ein freier Mensch.

  • Ich bin auch beruflich endlich mein eigener Herr. Und zwar bin ich bei meinem (jetzt Ex-)Chef 2, mit dem ich von Anfang an mit Abstrichen am besten ausgekommen bin, in der Kanzlei als Teilhaberin/Mitgesellschafterin eingestiegen. Fortan werde ich ihn hier liebevoll einfach Kompagnon nennen. Wir sind zu zweit, als Team – Triumvirate haben sich nicht nur in der Kanzleigeschichte nicht so gut bewährt. ^^

    Jetzt bin ich tatsächlich selbstständig, habe keinen Chef mehr über mir, und bin Gesellschafterin. Das hätte ich mich nie zu träumen gewagt. Mich hat auch der enorme Zuspruch der „Belegschaft“ in der Kanzlei sehr gefreut. Die haben sich fast mehr gefreut, als ich. Und ich kann endlich auch bei der Gestaltung des „zwischenmenschlichen Umgangs“ zwischen Führung und Belegschaft die Dinge so handhaben und (mit-)entscheiden, wie ich sie menschlich fair finde. Das hat sogar positiv auf meinen Kompagnon abgefärbt. Es harmoniert sehr gut mit uns beiden. Wir haben inzwischen sogar eine Rechtsanwältin angestellt, was auch wiederum vieles verbessert hat und mit der es ebenfalls menschlich und fachlich sehr gut passt.

  • Nach sehr bestärkender und tatkräftiger Ermunterung durch meine Eltern, vor allem durch meinen Vater, habe ich eine wunderschöne Eigentumswohnung erworben. Da war sehr viel glücklicher Zufall und Hilfe meiner Eltern im Spiel und ich freue mich total, dass es alles genau so gelaufen ist. Auch der Schritt war etwas, auf das ich von selbst nicht gekommen wäre.

    Mein Vater hatte das insgeheim schon seit einer Weile im Hinterkopf und heimlich immer mal wieder nach passenden Wohnungen für mich geschaut, ohne dass ich das geahnt hätte. Nachdem er zunächst eine Wohnung in der Nachbarstadt gefunden und mir das Ganze schmackhaft gemacht hatte, hat sich die erste Wohnung bei der Besichtigung als Flopp entpuppt. Ich hatte die Idee dann auch wieder für mich abgehakt, aber mein Vater hat abends direkt nachdem wir wieder Zuhause waren an dem Tag, nochmals online geschaut und dann diese für mich traumhafte Wohnung entdeckt.

    In der Nacht vor der Besichtigung habe ich noch gedacht, dass da bestimmt irgendein Haken sein muss und mir absichtlich keine Hoffnungen gemacht, um nachher nicht zu enttäuscht zu sein. Aber als wir vor Ort waren, war die Wohnung genauso toll, wie auf den Bildern. Und mit den beiden Verkäufern passte auch menschlich einfach alles auf Anhieb. Beim Kaufpreis waren wir uns direkt einig. Nach guter Tradition habe ich den Kauf mit ihnen dann auch direkt vor Ort per Handschlag besiegelt. Meine Vorfahren waren eben Bauern, bei denen ein Handschlag noch was wert war. Das kann auch ich nicht ablegen und ich finde es eine schöne Tradition, Juristerei hin oder her. Und wirtschaftlich fahre ich hier mit der Eigentumswohnung nebst Darlehenstilgung, Hausgeld etc. besser, als mit der alten Mietwohnung und den dort immer weiter steigenden Mietzahlungen. Zumal meine neue Nachbarschaft menschlich wunderbar ist.

  • Sportlich läuft es auch gut. Beim Taekwondo machen wir inzwischen mehr Wettkampftraining, was ich am liebsten mag. Auch wenn meine Kondition besser sein könnte, aber ich sitze ja auch den ganzen Tag und schlafe chronisch zu wenig bin ja auch nicht mehr so jung. Es ist einfach ein schöner Ausgleich zur Arbeit. Und ich kann die Trainingsgruppen dort von den Leuten und Trainern her gut leiden. Auch als Einzelgänger hat man ja so seine geselligen Momente.

  • Tatsächlich hat sich das Verhältnis zwischen meinem Bruder und mir (sowie das Verhältnis zwischen meinem Bruder und unseren Eltern) gebessert. Mein Bruder verhält sich seit ca. einem Jahr -toitoitoi – deutlich friedlicher und wirkt ausgeglichener. Allerdings bin ich ehrlicherweise etwas skeptisch, wie lange das diesmal anhält. Von mir aus könnte es ja ein Dauerzustand sein, aber da spielt mein Bruder nicht mit. Und in Gesprächen hält er immer noch gerne eher Monologe, als sich zu unterhalten. Wir zocken aber ab und zu wieder was zusammen online per Teamspeak, z.B. Counterstrike, und kürzere „Gespräche“ sind immerhin wieder drin. Seine Freundin zockt ebenfalls mit. Ich rechne es ihr hoch an, dass sie insgesamt einen ausgleichenden positiven Einfluss auf meinen Bruder hat, auch wenn ich mich wundere, wie sie das eigentlich aushält mit ihm (und die beiden haben natürlich auch so ihre Streitigkeiten untereinander). Aber ok, das ist ihre Sache.


    Joa, das war es erstmal soweit. Ich möchte heute Abend noch etwas zocken. Aktuell bin ich wieder bei Total War: Warhammer 3 und Assassin’s Creed: Shadows und Origins hängengeblieben. AC-Spiele finde ich, wenn sie neu sind, erst toll und anschließend immer öder, je länger ich das einzelne Spiel spiele. Deshalb war ich von der Spielreihe lange Zeit abgekommen, bevor ich sie wieder neu für mich entdeckt habe. Auch ältere Titel davon. Der Trick bei AC besteht wohl einfach darin, dass man die verschiedenen Spiele davon einfach parallel im ständigen Wechsel spielen sollte. Wenn man ein Spiel davon die ganze Zeit am Stück spielt, wird es schnell öde und die optisch schöne Spielwelt fühlt sich leblos an.

    Außerdem kann ich das Spiel „Schedule I“ sehr empfehlen. Das macht sehr viel Spaß, am besten gemeinsam mit anderen. Und dazu am besten von South Park die Folge schauen, in der Randy auf Ketamin mit Hilfe von Chat-GPT eine Cannabisfarm hochzieht. xD

    Allen einen entspannten Abend.

Durchhaltevermögen

Ich habe hier lange nicht mehr geschrieben, weil ich sehr viel um die Ohren hatte, beruflich auf der Arbeit, mit der Notarausbildung, aber auch privat. Das ist auch weiterhin so, weshalb ich auch künftig in den nächsten Monaten wahrscheinlich nicht oder kaum bloggen werde. Am meisten kämpfe ich mit meiner Lernblockade, da die Prüfung in wenigen Wochen ansteht. Das kenne ich leider schon alles von meinen beiden Staatsexamen. Ein wenig Hoffnung gibt mir, dass ich die Staatsexamina damals gleichwohl irgendwie geschafft habe. Und ich versuche mich auch damit zu motivieren, dass das Notarexamen die letzte Examensprüfung ist, die ich in meinem Leben machen muss. Danach mache ich nur noch freiwillige Prüfungen, auf die ich selbst Lust habe (ich möchte z.B. nach dem Ganzen mal Spanisch lernen).
Vom Verstand her ist mir das „Muster“ bei meiner Prüfungsangst klar, aber bei der Umsetzung, dagegen anzugehen und konsequent zu lernen, statt das Lernen immer wieder neu aufzuschieben und mich am liebsten irgendwo vergraben zu wollen, bis das Unheil vorbei ist, versage ich täglich neu.

Immerhin habe ich mich in den letzten Wochen zumindest beim Aufschieben mit Lerntechniken auseinandergesetzt. Da gibt es einige interessante Youtube-Videos, die ich mir beim Prokrastinieren angeschaut habe. Schließlich habe ich weder in der Schule, noch im Studium und Referendariat gelernt, wie man sinnvoll lernt. Das ist vielleicht ein Fortschritt im Vergleich zu Früher und gibt mir etwas Motivation und Hoffnung, aber das Lernen des Prüfungsstoffes ersetzt es leider nicht.

Na ja, ich werde mich schon irgendwie durchkämpfen und habe nicht vor, vorzeitig zu resignieren, auch wenn es mir immer wieder schwer fällt.

Sehr unterstützend sind meine Eltern. Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.

Gar nicht hilfreich ist dagegen mein Bruder, der trotz Erklärung meinerseits dauerbeleidigt ist, dass ich mich auf meine Baustellen konzentrieren muss und im Kampf mit mir selbst bzgl. des Anfangens mit dem Lernen keine Zeit und Lust (und auch keine Energie) habe, um mit ihm zu zocken, geschweige denn, ihn zu besuchen oder sonstwie zu bespaßen bzw. mir seine ewigen Monologe und Stimmungsschwankungen nebst cholerischen Ausbrüchen reinzuziehen. Das ist leider nichts Neues. Er hat das schon immer gemacht, egal, ob ich gerade Abiturprüfungen oder meine Staatsexamen hatte.

Auch kürzlich zu Weihnachten hat er einen bizarren, filmreifen Auftritt hingelegt. Leider war er Weihnachten nämlich mit seiner Freundin zu Besuch bei unseren Eltern. Schon beim Reinkommen durch die Haustür hat er mich angepampt, da ich ja keine Zeit für ihn gehabt hätte dieses Jahr und der werte Narzisst sich dadurch von mir bösartig herabgesetzt fühlt. Nachdem er bereits das gemeinsame Raclette-Essen sabotiert und mit seiner Aggression für alle ruiniert hat, ging es mit mir weiter. Ich kann das gar nicht wiedergeben, was mir dieser gestörte Mensch an Gehässigkeiten, krassen Verdrehungen nebst schrägen Vorwürfen so alles ins Gesicht geschrien hat. Einfach so, ohne erkennbaren Anlass und ohne vorherigen Streit. Auch das ist typisch für ihn. Auch seine offenen Gewaltandrohungen sind mir bereits hinlänglich vertraut. Neu ist, dass ich ihm diesmal klipp und klar mit der Polizei „gedroht“ habe. Joa, so kann man Weihnachten auch verbringen. Auch unsere Eltern hat er krass beschimpft und beleidigt. Unserer Mutter hat er indirekt mit Suizid gedroht, weil er denkt, dass er sie so am besten verletzen kann. Unser Vater ist kurz vor Weihnachten am Herzen operiert worden und chronisch sehr krank, nicht nur am Herzen. Er sollte eigentlich Stress vermeiden, weil das schlecht für sein Herz ist. Sowas ist meinem Bruder scheißegal. Unser Vater hat von meinem Bruder ebenfalls die volle Breitseite an Aggressionen abbekommen. Das Ganze wohlgemerkt, ohne dass wir meinem Bruder objektiv irgendetwas getan hätten.

Letztes Jahr Weihnachten, bei dem mein Bruder nicht erschienen ist, war das einzige friedliche Weihnachten in meinem Leben, an das ich mich erinnern kann. Mein Bruder hat so ziemlich jedes Weihnachtstreffen in irgendeiner Weise „plattgemacht“ mit seinen Ausbrüchen. Anschließend kommt er später an und will sich „entschuldigen“, wobei er dabei erneut jederzeit wieder austicken kann, wenn man da anders reagiert, als er das will. Seine Reue ist immer nur sehr oberflächlich und flüchtig. Unserer Mutter ist er dabei z.B. gleich wieder aggressiv-pampig über den Mund gefahren, als sie etwas dazu sagen wollte. Außerdem ist er dann auch sehr anstrengend und belastend, weil er einem dabei vorheult, was für ein schlechter Mensch er sei und er aber auch nicht anders könne etc. (es kommen dann auch wieder Abfälligkeiten, die er einem reindrückt, und merkwürdige Verdrehungen von ihm, so dass er die Verantwortung für sein Verhalten zum Teil wieder bei anderen sucht). So war es auch diesmal.

Mein Bruder ist ein absolutes Arschloch und ich fand es sehr belastend mit ihm, auch dass er so schlimm psychisch krank ist und das wohl auch lebenslang bleiben wird. Das tut mir einfach nur noch weh zu sehen, was aus ihm geworden ist. Früher war er zwar auch oft ein Arsch, aber da war er zugänglicher und es gab noch gute Momente mit ihm.

Ich habe den Kontakt mit ihm bis auf Weiteres abgebrochen, weil ich das mit ihm nicht mehr ertrage und derzeit wirklich genug eigene Baustellen habe. Das hatte ich ihm verbal, aber auch später schriftlich mitgeteilt und kurz erklärt. So wirklich respektieren tut er das nicht, heute hatte ich z.B. wieder anonyme Anrufe von ihm. Ich bin nicht drangegangen.

Mir ging es nach Weihnachten wirklich nicht gut. Gleichzeitig musste ich zwischen den Feiertagen wieder arbeiten. Der ganze Erholungseffekt vom Urlaub war binnen Stunden zerstört. Vor Weihnachten war ich eine Woche im Urlaub, ich bin in den sonnigen Süden geflogen und hatte einen schönen Urlaub. Das Fliegen war echt interessant, weil ich bisher nur einmal nach England geflogen bin als Jugendlicher. Meinem Bruder habe ich von meinem Urlaub nichts erzählt, weil er mir den sonst nur wieder kaputtzumachen versucht hätte. Der Hinflug war aber doch etwas gewöhnungsbedürftig für mich, weil es sich einfach für mich unnatürlich anfühlt, so hoch über dem Boden zu sein und zu wissen, dass es das war, wenn das Flugzeug abstürzen sollte, ohne dass man selbst noch etwas tun könnte. Aber auf dem Rückflug fand ich diese Situation bereits viel vertrauter. Wir mussten wieder zurück nach Deutschland durch dieses Sturmtief fliegen und sind bei starkem Regen und Wind etwas holprig gelandet. Das war irgendwie angenehm aufregend. Vielleicht stelle ich hier mal Fotos rein, die ich während des Flugs aus dem Fenster gemacht habe.

Ich wünsche allen einen guten Rusch ins neue Jahr und alles Gute für eure Wünsche für das neue Jahr. 2024 steht nach dem chinesischen Tierkalender im Zeichen des Holz-Drachen, der für Wohlstand und Glück steht sowie aufgrund des Holzelements auch Durchhaltevermögen und Ehrgeiz fördert. Na, wenn das nicht mal ein Lichtblick für meine Prüfungsvorbereitung ist.^^

Zwischenstand

Die letzten zwei Wochen sind mal wieder wie im Flug vergangen. Es fehlte an Schreiblaune und teils auch an Zeit, daher hole ich das nun nach:

Arbeit und Corona:
Die Bürovorsteherin hat von mir Dank freundlicher Inspiration von laluna80 den Spitznamen „der Drache“ erhalten.^^
Wie es weiterging: Der Drache sollte keine Gelegenheit mehr bekommen, sich wegen der ach so schlimm unzuverlässigen Schnelltests neue Schikanen für mich auszudenken, denn er ist seit zwei Wochen durchgängig krankgeschrieben. So hatte ich eine ruhige Zeit, in der mir niemand die Ohren vollgejammert hat mit seiner Corona-Panik. Mal sehen, ob der Drache nächste Woche wieder zurück ist.

Hinsichtlich des von unseren hochverehrten Politikern angekündigten Abbaus der Corona-Maßnahmen im März 2022 bin ich skeptisch. Es würde mich inzwischen auch nicht mehr wundern, wenn sie Maßnahmen wie 3G am Arbeitsplatz mit täglicher Schnelltestpflicht für Ungeimpfte zur „Basismaßnahme“ deklarieren, die dann auch über den März hinaus bis in alle Ewigkeit fortgesetzt wird. Ich glaube insoweit erst an Besserungen, wenn sie tatsächlich eintreten. Das Übel einer etwaigen allgemeinen Impfpflicht hängt nach wie vor über uns -auch wenn die Einführung inzwischen fragwürdiger denn je erscheint – und auch wenn sich inzwischen Widerstand regt, ist die Impfpflicht für die Beschäftigten im medizinischen u. pflegerischen Bereich noch lange nicht vom Tisch. Die Betroffenen tun mir Leid und ich drücke ihnen fest die Daumen, dass dieser Unsinn schnellstmöglich wenigstens jetzt wieder gekippt wird.
Schön wäre auch, wenn ich Ende März dann endlich mein Auto in die Vertragswerkstatt bringen könnte … .

Ansonsten konnte ich mich am Arbeitsplatz räumlich verbessern:
Das ehemalige Büro des Illuminaten ist jetzt mein. Ha, wer hätte das gedacht?! Seitdem habe ich ein tatsächlich sehr repräsentatives Büro, mit schönen hohen Wänden, Stuckleisten an der Decke und elektrischen Rollläden usw.. Außerdem muss ich mir nicht mehr die Lästereien Gespräche von Scharfzahn im Nebenzimmer anhören, sondern sitze in ruhiger Umgebung, was mir echt gut tut. Stolz bin ich auch, weil ich das Büro auch deshalb bekommen habe, weil ich mich nach etwas Zögern getraut hatte, danach zu fragen. Die gesamte Belegschaft hat mir sehr herzlich zu dem neuen Büro gratuliert und sich aufrichtig mit mir gefreut. Als ich zum ersten Mal am ehemaligen Schreibtisch des Illuminaten gesessen habe, habe ich innerlich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Freizeit:
Mir macht Zocken am PC wieder richtig Spaß, was ein gutes Zeichen ist. Und so habe ich u.a. stundenlang RDR 2, Crusader Kings 3 und Cyberpunk2077 gespielt. Seit dem Update 1.5, was tiefgreifende Änderungen mit sich gebracht hat, ist Cyberpunk2077 richtig klasse geworden und gefällt mir richtig gut.

Gar nicht gut lief es mit Schlaf, Bewegung und Sport. Unter der Woche habe ich mit Schlafproblemen zu kämpfen gehabt und bin letztlich selbst dann erst kurz nach 3 Uhr morgens eingeschlafen, wenn ich kurz nach Mitternacht ins Bett gegangen bin. Unter der Woche schlafe ich seit Jahren meistens zu wenig, weil ich erst spät müde werde und ’ne Nachteule bin, aber in den letzten Monaten hat es sich echt in eine krasse Richtung entwickelt. Sicherlich ist auch der fehlende Sport daran mitschuldig, weil mein Körper Dank des Bürojobs ohne Sport einfach zu wenig Bewegung hat und so dann nochmals später erst ausreichend „bettmüde“ wird. Daran ändert selbst der Schlafmangel des Vortages leider nichts, der macht nur, dass ich in den ersten Stunden nach der Arbeit zu müde für Sport bin, bevor ich dann nach 22/23 Uhr allmählich wieder munter werde.
Dadurch komme ich auch kaum an die frische Luft. Dank der Vitamin-D-Tabletten ist wenigstens das fehlende Sonnenlicht ausgeglichen, aber ich sehe auch für meine Verhältnisse sehr blass aus. Die ständigen Beschwerden wegen der Histaminsache sorgen dann auch nicht für ein lebendigeres Aussehen.

An den Wochenenden hatte ich nämlich oft das Problem, von freitags auf samstags starke Probleme mit meiner Histaminintoleranz zu bekommen, die sich dann bis einschließlich Sonntag hinziehen. Man kann sich das grob wie eine Mischung aus Migräne und Heuschnupfen vorstellen. Hinzu kommen Ödeme nebst durcheinandergewirbelte Temperaturregulation (Frieren, Schwitzen, Hitzeflush) und Kreislaufsystem und entsprechend ausgeknockt bin ich dann auch alles in allem. Rausgehen lockt mich wegen der Lichtempfindlichkeit und der werten Mitmenschen draußen in diesen Phasen ebenfalls nicht, ich brauche dann eine reizarme Umgebung und viel Ruhe bei möglichst keiner Kommunikation mit anderen.
Zusammen mit dem Umstand, dass ich sehr spät ins Bett gegangen bin, habe ich die Wochenenden im Ergebnis dann auch weitgehend verschlafen und war in der wachen Zeit zu ausgeknockt, um Sport zu machen. Stattdessen habe ich vor allem gezockt, was ja an sich nicht schlecht ist. Allerdings müsste ich mich wirklich wieder besser ernähren, unter der Woche mehr schlafen und mich mehr bewegen im Alltag.
Und eigentlich würde ich mich grundsätzlich auch mal wieder mit meinen Kumpels verabreden, aber das geht natürlich nicht, wenn ich an den Wochenenden so in den Seilen hänge. …
Ansonsten geht es mir aber alles in allem gut. Und die erwähnten „Dauerbaustellen“ werde ich bestimmt auch mit etwas Zeit zumindest wieder etwas besser in den Griff bekommen. Der obige „Teufelskreislauf“ ist ja nicht unüberwindbar. Vielleicht kann ich irgendwann Ende 2022 (?) oder so auch wieder in einen Sportverein gehen. Aktuell geht das ungeimpft hier nicht. Ich würde gerne wieder Taekwondo machen und hätte hier auch einen Verein in der Nachbarstadt, dessen Trainingszeiten tatsächlich ausnahmsweise nicht mit meinen Arbeitszeiten kollidieren. Unabhängig davon muss ich mich aber im Alltag mehr zusammenreißen, so dass ich mich wieder histaminärmer ernähre, Bewegung/Sport als feste Tagesroutine einbaue und so auch eher ins Bett und zu mehr Schlaf komme.

P.s.:
Die Musik ist in Cyberpunk2077 auch sehr stimmungsvoll. Wer u.a. im Afterlife im Spiel war, weiß, was ich meine.

Kryptonite

Die Zeit vergeht so schnell … .

Derzeit schlage ich mich unverhofft wieder mit meiner Prüfungsangst herum, da die Klausuren für die Fachanwaltsausbildung bevorstehen und ich wie bereits im Examen schon lange vorher beim Lernen blockiert bin, das dann komplett vor mir herschiebe und mich in einem sinnlosen unsichtbaren Kampf mit mir selbst aufreibe, so dass ich bis zu den Prüfungen selbst in gewisser Hinsicht psychisch erschöpft sowie von mir selbst angenervt und enttäuscht bin, außerdem kommt da immer dieses lähmende Ohnmachtsgefühl hinzu. Schlafstörungen könnte ich auch noch ergänzen, aber die habe ich eh chronisch auch in Nicht-Prüfungszeiten. Dass mir kognitiv die ganzen Mechanismen und Gründe für Prokrastination bestens bekannt sind, nützt mir leider wenig.

Dazu kommt der Weggang der Diva, der auch kanzleiintern wieder einiges umgeworfen sowie meinen Kollegen und mir reichlich Zusatzarbeit beschert hat; die Diva wird uns noch zu Ende des Monats endgültig verlassen, nachdem erst der Oktober als Deadline angekündigt war. Ich bin ein Gewohnheitsmensch, brauche lange bis ich mich an Menschen, Abläufe etc. so richtig gewöhnt habe und mag danach weder ständige Änderungen, noch endgültige Abschiede.

Viel Zeit zum Abschiednehmen wird mir nicht bleiben, da der Monat bei mir mit vielen Terminen und immerhin einer Woche Urlaub belegt ist. Im Moment sehne ich mir in dem gefühlten „Teilchaos“ sowas wie eine verlässliche, gute Alltagsroutine herbei, aber das wird noch dauern. Immerhin wird es ohne die Diva und ihre Art bei uns deutlich ruhiger ablaufen. Die Diva hat so ziemlich jeden bei uns regelmäßig gestresst, vermutlich auch sich selbst, und hatte bekanntlich auch so ihre speziellen Launen. Von daher hält sich meine Trauer in Grenzen, aber ein wenig traurig bin ich doch, weil ich sie trotz allem irgendwie gut leiden konnte.

Allerdings scheine ich da bei uns der Einzige zu sein; die meisten sind froh, dass sie geht, und teils auch sauer auf sie, da die Diva eine unnachahmliche Art hat, anderen bis zuletzt menschlich vor den Kopf zu stoßen, ohne es zu merken. Und da sie als (ehemaliger) Chef und Inhaber ganz oben in der Hackordnung steht, sagt es ihr natürlich niemand. Personalführung ist weder die Stärke der Diva, noch von Chef 2. Da gab es schon diverse Situationen der 3. Art. Manches ist hier echt geradezu wie Slapstick, kann man keinem erzählen.

Na ja, ich werde mich schon irgendwie durchschlagen und auch die blöden Klausuren überstehen. Vielleicht komme ich später nach all dem ganzen Kram auch wieder mehr dazu, hier zu schreiben. Außerdem habe ich mir eine Liste gemacht mit all den Dingen, die ich nach all dem mal machen möchte. Mir hilft das mit der Liste immer, um den Impuls, mich vom Lernen abzulenken, zumindest bzgl. einiger Teilbereiche auf null reduzieren zu können (zB bzgl. PC-Spiele). Allerdings bleibt leider noch genug, das mich auch weiterhin vom Lernen abgehalten hat bzw. auf das ich stattdessen ausgewichen bin, um dem Lernen aus dem Weg zu gehen. Mein vernünftiges Ich würde meinem Chillout-Ich dafür gerne in die Fresse hauen, während Letzteres mir zuflüstert, dass ich doch erst mal etwas Schönes machen soll und ja danach noch lernen kann … . Irgendwie muss ich mir mal unabhängig von den anstehenden Klausuren einen sinnvollen Kompromiss zwischen den beiden überlegen.

Mein Lieblingslied derzeit:

… oder auch nicht

Falls das ein wahrer fall sein sollte, was ich etwas bezweifle: Von mir hätte der Student die volle Punktzahl bekommen. ^^

Der Geburtstag und die Zeit bei meinen Eltern waren ganz ok, wäre der Zeitpunkt nicht so ungünstig für mich gewesen. Nachdem ich bei meiner Familie fast drei Tage nach einem für mich eher schlechten Essensrhythmus essen musste, noch dazu diverse Sachen, die ich just derzeit nicht hätte essen wollen, war mein eigener Essensrhythmus sowie mein eigenes Hunger-Satt-Gefühl schlicht erodiert. Dazu kam ein äußerst schlechtes Körpergefühl, ein bisschen wie ein Marshmallow; leider kann man seinen Körper nicht wie ein Kleidungsstück einfach ausziehen. Bevor ich zu meiner Familie gefahren war, ist mein Körpergefühl bereits mäßig gewesen, war aber gerade auf dem Weg der Besserung.

Damit es überhaupt etwas besser werden konnte, brauchte es eine gewisse Disziplin und Selbstbeherrschung, auch um die Antriebslosigkeit und das Gefühl unendlicher Sinnlosigkeit zu überwinden. Das ist mir überhaupt nicht leicht gefallen.
Als ich am Samstagabend wiedergekommen bin und festgestellt habe, dass alles für die Katz‘ gewesen und mein Körpergefühl so mies wie schon lange nicht mehr ist und ich noch dazu bald wieder zur Arbeit gehen muss (wo mich evtl. ein immer noch angefressener Chef erwartet) mag das wohl in der Summe der Grund gewesen sein, warum die Zeit bis heute sehr destruktiv verlaufen ist.

Anstatt es mit wenig und gesunder + histaminarmer Ernährung sowie Sport zu versuchen, habe ich so ziemlich das Gegenteil davon getan und mich zusätzlich mehrfach übergeben. Seitdem sind die Wassereinlagerungen, die mein Körper vorher schon hatte, natürlich nicht besser geworden. Außerdem ist seit Sonntagmorgen mein linkes oberes Augenlid gerötet, schmerzt minimal und ist deutlich geschwollen. Außer der Rötung kann ich kein Anzeichen für eine Entzündung entdecken; es wird irgendwie Wasser im Gewebe sein, mehr als ich sonst regelmäßig habe, wenn ich mich nicht histaminarm oder salzig ernähre oder meine Schilddrüsenwerte absinken. Ich freue mich schon total auf morgen; irgendwie habe ich es bis jetzt fast immer geschafft, nach meinem Urlaub fertiger auszusehen, als vorher.

Dass mit dem Körper wird sich wohl wieder einrenken, wenn ich mich die nächsten Tage vernünftig ernähre und eher wenig esse, vor allem nichts histaminhaltiges, und wieder regelmäßig Sport mache. Brennesseltee und Kaliumtabletten habe ich zwar auch genommen, aber ich bin mir unschlüssig, ob das in meinen Fall bzgl. der Wassereinlagerungen hilft. Nur bleiben können die Wassereinlagerungen schon deshalb nicht, weil sie mir in den Beinen spätestens abends schmerzen und weil ich mit ihnen immer phlegmatischer werde und fast jedes Gefühl für mich verliere.

Na ja, egal. De facto bin ich ja selbst schuld und immerhin sind die Familienfeiern und Feiertage damit soweit erst einmal abgeschlossen.

Außerdem habe ich es wenigstens geschafft, mich bei meinen Freunden zu melden und mich für einen Monitor zu entscheiden, der mir sehr gut gefällt. Für privat eher phlegmatisch-antriebsschwache und entscheidungsunfreudige Menschen wie mich ist das eine gewisse Leistung. *duckundweg*

Urlaubschaos

Endlich eine Woche Urlaub. Gute Vorsätze hatte ich in weiser Selbsterkenntnis erst gar nicht gemacht, denn ich hätte sie eh allesamt binnen kürzester Zeit gebrochen.

Den Einstieg in den Urlaub habe ich Freitagabend typischerweise damit begonnen, dass ich die Nacht mit Red Dead Redemption online durchgezockt und anschließend bis Samstagnachmittags geschlafen und alles Mögliche geträumt habe.

Es mag ein gewisser unvernüftiger Trotz dabei gewesen sein, weil mich in meinem offiziellen normalen Leben insbesondere beruflich das ein oder andere gestört hatte; zu allem Überfluss durfte ich mich an meinem letzten Arbeitstag noch unverdient mit der Zickigkeit meines einen Chefs rumschlagen, weshalb ich mich total auf meinen ersten Arbeitstag nächste Woche freue. Nützt zwar nichts, aber jedenfalls konnte mich mein bürgerliches Leben vorübergehend mal, wofür ich prompt die Quittung bekam – verdient.

An mein Wochenende habe ich darum auch ohne Alkohol oder anderen Drogen kaum Erinnerungen, außer dass ich die Nacht zum Tag gemacht und reichlich chaotisch gelebt habe. Das hat sich auch auf mein Essverhalten erstreckt; dass ich mich je am Sonntag und am Montag einmal übergeben habe, hat da auch nichts besser gemacht. Ich könnte nicht einmal sagen, wo da eigentlich der Sinn gelegen haben sollte. Zumal meine anderen Mahlzeiten nicht besser waren, auch sehr histaminhaltig, ohne dass ich sie erbrochen hätte. Man erkennt also die Unlogik.

Dank zu viel falschem Essen (zu salzig, zu zuckerhaltig etc.), Erbrechen, meiner Histaminintoleranz, Essen ohne Hunger, kaum Bewegung und einer maximal günstigen Zyklusphase habe ich es geschafft mir ein Donnerstag noch recht gutes Körpergefühl sowie konstruktive Tagesstrukturen binnen kürzester Zeit zu ruinieren.

Nun bleiben mir zwei Tage, in denen ich den Schaden so gut wie möglich beheben kann (oder auch nicht), bevor ich anlässlich eines Geburtstages meine Familie „besuchen darf“. Zu meiner großen Freude hat sich auch kurzfristig mein Bruder angekündigt; immer wenn man denkt, es könnte nicht schlimmer kommen … .

Dort kann ich Sport und alles andere, das bei mir einem guten Körpergefühl zuträglich wäre, vergessen. Aber wie die letzten Tage gezeigt haben, schaffe ich es im Zweifel auch alleine sehr gut mir Selbiges zu nehmen. Klassischer Fall von selbst schuld. Irgendwie müsste ich diese selbstdestruktiven Impulse in mir mal endgültig loswerden.

Immerhin positiv: Ich habe es endlich mal geschafft die 4. Staffel von The Last Kingdom zu schauen und meinem Stromanbieter bezüglich meines Guthabens zu antworten.

Wenn ich wieder ein besseres Funktionslevel erreicht habe, schaffe ich es möglicherweise sogar, meine Fenster zu putzen und meinen Schreibtisch aufzuräumen. Eigentlich sollte ich auch noch meinen sozialen Kontakten ein Lebenszeichen senden, sonst haben die sich bald erledigt. Das Problem ist nur, dass ich so überhaupt keinen Antrieb in die Richtung habe; wenn ich soziale Kontakte wenigstens vermissen würde, aber das ist so nie der Fall.

Wenn ich es mir frei aussuchen könnte, würde ich am liebsten mindestens einen Monat niemanden sehen oder treffen müssen, sondern vor mich hinvegetieren mich in irgendwelche Fantasywelten oder noch besser gleich ins Bett zum Dauerschlafen verkriechen. Es lebe die Verdrängung.

Aber so funktioniert das Leben nicht und danach hat man nur noch mehr Unannehmlichkeiten, mit denen man sich rumschlagen muss. Daher werde ich es am heutigen Dienstag mal wieder mit einer halbwegs normalen Tagesstruktur und Sport versuchen. … Nicht, dass ich mir das bereits für Montag vorgenommen hatte – wie man lesen kann höchst erfolgreich.

Maskerade

Allmählich lerne ich die Vorteile der Maskenpflicht zu schätzen. Gerade beim Einkaufen mag ich die „Teilanonymität“, die einem die Maske verleiht. Fehlt nur noch der Tarnumhang, um es perfekt zu machen.

Einzig bei meinem Stammgericht habe ich die Maske im bislang ersten Termin seit den Umwälzungen infolge der Pandemie nicht benötigt. Demnächst stehen weitere Gerichtstermine an, bei denen das möglicherweise anders gehandhabt werden wird. Auf jeden Fall legen die Gerichte hier sehr viel Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände im Gerichtssaal.

Privat habe ich Corona fast vergessen mich an die unsichtbare mögliche Präsenz des Virus‘ vollständig gewöhnt. Mir wird die Idee immer sympathischer, mir den Virus als niedliches Stofftier nach Hause zu holen (=> siehe auch).

Bei meinen guten Vorsätzen in punkto Abschalten und persönliche „Gesundheitsfürsorge“ wie Sport/Bewegung, Sonnenlicht, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung & Gewichtsreduktion etc. habe ich nur wenig Fortschritte gemacht, wenn überhaupt.

Mein Hauptproblem ist der schlechte Kreislauf aus Müdig- und Antriebslosigkeit direkt nach der Arbeit abends, die sich später verringert, so dass ich dazu neige, meine Abendstunden zu weit auszudehnen „um noch etwas von meiner Freizeit zu haben + abzuschalten“ und letztlich viel zu spät ins Bett gehe. Dadurch steigt wiederum das Erholungsbedürfnis am Folgeabend; idR lande ich mangels Energie und Lust auf garnichts dann erst recht vor dem PC anstatt noch aktiv etwas zu machen, das meine Freizeitqualität erhöhen würde, wie z.B. Sport, Zocken, Netflixen oder Aufräumen. Dadurch gehe ich auch nicht früher ins Bett etc..

Dieser „Teufelskreislauf“ wird durch das lange Ausschlafen an den Samstagen unterbrochen, wodurch zwar der Schlafmangel ausgeglichen wird. Allerdings stehe ich dadurch auch erst entsprechend spät gegen mittags oder später auf und werde noch später müde abends. Im Grunde entfaltet sich mein sonst mehr oder weniger erfolgreich in Schach gehaltener „Eulen“-Tag-Nacht-Rhythmus auf diese Weise erst recht und die Gefahr ist groß, Sonntagabends auch wieder zu spät einzuschlafen. Zynisch ausgedrückt kämpfe ich dadurch praktisch täglich in irgendeiner Form gegen die tickende Zeit und meine Biologie. Es ist auch nicht gerade zufriedenstellend, wenn man sein Wochenende halb verschläft, halb aufgrund von Antriebslosigkeit „verplempert“ und gegen Sonntagabend feststellt, was man eigentlich alles hätte machen wollen (was unter der Woche zeitlich nicht gepasst hat nach der Arbeit).

Ich müsste zunächst im 1. Schritt einerseits pünktlich ins Bett gehen, an jedem Tag, und andererseits irgendwie den Arbeitsstress reduzieren plus besser abschalten anstatt zu grübeln, weil sonst die Regeneration in der Freizeit nicht ausreicht, um die Batterien wieder aufzuladen. Das sind so die Kernpunkte. Gut wäre auch im 2. Schritt der Rest wie Sport und Sonnenlicht wenigstens abends, gesunde Ernährung usw..

Im 3. Schritt würde ich dann wohl auch wieder Motivation zur und Freude an meiner Freizeitgestaltung entwickeln, die ich die meiste Zeit nicht habe. Ironischerweise deprimiert mich das wiederum zusätzlich, obwohl das ja alles im Grunde selbst gemachte und aufrechterhaltende Probleme sind.

Alles wie immer …

nur noch viel schlimmer.^^
Ok, Letzteres ist etwas übertrieben. Meine schlechten Gewohnheiten sind mir weitgehend treu geblieben. Nur Übergeben habe ich mich seit dem einen Mal Ostermontag nicht mehr. Schätze, das hat sich wohl final wieder erledigt.

Mein Umgang mit den üblichen Alltagsstressoren ist gleichwohl nicht viel besser geworden. Meine Hauptstressquelle ist meine Arbeit und all die üblichen Sorgen, die sich darum drehen. Bald werde ich meine Fachanwaltsausbildung beginnen, was objektiv betrachtet gut ist und mir nützt, andererseits meine Freizeit weiter beschneidet, da die Ausbildung neben der Erwerbstätigkeit erfolgt. Das ist ganz wunderbar, da ich ja auch derzeit schon so gut mit meiner Freizeit hinkomme. Auch die Abschlussprüfungen hat man freundlicherweise auf ein Wochenende gelegt. Als prüfungsängstliche Person bin ich äußerst angetan von den nächsten Monaten und kann es kaum erwarten bis zur Prüfung. Immerhin soll das Ganze Procedere bei Weitem nicht so schlimm wie die Examensprüfungen sein; andererseits heißt das im Zweifel nichts.

Auf der Arbeit selbst läuft es äußerlich eigentlich gut; meine Chefs und meine „Kunden“ sind alles in allem zufrieden und ich habe derzeit gehäuft vertrauensvoll zusätzlich ein paar „Sondersachen“ von meinem einen Chef übertragen bekommen, die inhaltlich lehrreich und interessant sind und eine gewisse Zusatzverantwortung bedeuten. Außerdem bestätigt das seine Rückmeldung, dass er mit meiner Arbeit inhaltlich (sehr) zufrieden ist.

Eigentlich soweit alles gut, wäre da nicht der Punkt, dass ich nicht nur gefühlt immer der Zeit hinterherlaufe, privat wie beruflich. Es ist generell erschreckend, wie schnell die Tage, Wochen, Monate, Jahre verfliegen. Das Arbeitspensum ist nicht gerade niedrig; verantwortlich dafür ist zum einen mein Perfektionismus und mein relativ weit gestecktes Aufgabenfeld, das ich größtenteils freiwillig gemäß meiner eigenen Interessen (sowie der meiner Chefs) so „mitgewählt“ habe, weil ich mich u.a. nie endgültig zwischen Zivilrecht und Strafrecht entscheiden konnte.

Insofern bin ich hin- und hergerissen, weil ich genau die Vielfalt meiner Aufgabengebiete sehr mag und mich sogar mit einem ursprünglich vor dem Berufseinstieg verhassten Rechtsgebiet anfreunden konnte => amüsierter O-Ton meines anderen Chefs, der Fachanwalt für ***recht ist und das bei uns betreut:
„Als ich Berufsanfänger war, habe ich auch immer gesagt, ich mache kein ***recht.“

=> Joa, das hatte ich bei meiner Bewerbung auch gesagt. Umgedacht habe ich später, nachdem ich erkannt hatte, dass jenes verschmähte Rechtsgebiet zum einen lukrativ sein kann und zum anderen in vielen Teilbereichen in der Praxis gar nicht so schlimm ist. Was ich nicht auf dem Schirm hatte war, dass es ein Rechtsgebiet mit hohen Fallzahlen ist. Zusammen mit den anderen Rechtsgebieten, in denen ich tätig bin, kommt da einiges zusammen. Mein junger Kollege, Berufsanfänger wie ich, der mit mir angestellt worden ist, hat sich dagegen (unbeabsichtigt) für andere Rechtsgebiete im Zivilrecht entschieden, in denen quantitativ weniger anfällt (qualitativ ist es gleich). Und Strafrecht war auch nicht sein Fall. Insofern ist mein Aufgabengebiet größer und arbeitsträchtiger; dafür bin ich inhaltlich damit an sich (sehr) zufrieden und finde es so angenehm vielseitig – ich würde mit meinem Kollegen nicht tauschen wollen bzgl. der Verteilung, auch wenn ich ihn manchmal um das etwas niedrigere Arbeitspensum beneide.

Letzteres liegt daran, dass ich mich von dem in meinen Bereichen anfallenden Pensum regelmäßig überfordert fühle. Es ist im Grunde immer sehr viel „gleichzeitig“ zu machen und da das natürlich nicht geht, muss man stark priorisieren, die Sachen möglichst effektiv „abarbeiten“ und damit leben lernen, dass vieles erst einmal liegenbleiben muss. Letztlich sortiert und erledigt sich alles irgendwie, aber es erzeugt bei mir permanent Stress und ein schlechtes Gewissen, selbst wenn sich niemand beschwert.
Der Kreislauf schließt sich mit den – zum Glück – immer wiederkehrenden vorübergehenden Lichtblicken, in denen der Arbeitsberg deutlich geschrumpft ist und der Eindruck nachlässt, immer mit der Bearbeitung irgendeiner Sache im Rückstand zu sein.

Ich weiß nicht recht, ob das auf Dauer nennenswert besser wird. Auf der anderen Seite lässt sich mit steigender Routine und Berufserfahrung wiederum viel Zeit sparen, so dass es wirklich besser werden könnte in punkto Zeitknappheit und Stress durch „Arbeitsverdichtung“.

Insgesamt gefällt mir mein Beruf durchaus und es gibt viele Aspekte, in denen ich diesbezüglich (sehr) zufrieden bin. Sorgen bereiten mir wie gesagt die anderen Faktoren, allen voran die Gretchenfrage, ob ich dem Arbeitspensum auf Dauer gewachsen bin (auch physisch-psychisch) und am Ende aus Sicht meiner Chefs genügend Einnahmen generiere … und fast vergessen: Ob ich überhaupt auf Dauer so leben möchte?

Müder Ostermontag

Gestern abend bin ich wieder zurück in meine Wohnung gefahren. Kurz vorm Ziel hat mich ein sehr zügig fahrendes Fahrzeug auf der ansonsten völlig leeren Autobahn überholt. Beim Wiedereinscheren vor mir hat das andere Fahrzeug einen Stein (?) aufgeschleudert, der just mit meiner Frontscheibe kollidierte. Das Geräusch war sehr hässlich.

Sehr schön, am Freitag habe ich einen TüV-Termin, vor dem ich nun die Scheibe austauschen lassen muss. Mal sehen was die Werkstatt morgen sagt, sonst werde ich den TüV-Termin verschieben müssen. Ich bin ja schon erleichtert, dass auch die Werkstatt, in der die Scheibe ausgetauscht wird, Öffnungszeiten hat, die mit meinen Arbeitszeiten harmonieren.

Sonntagnacht habe ich kurzentschlossen endlich mal meinen Blog überarbeitet, weil ich den seit Längerem übersichtlicher gestalten wollte. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Allerdings sollte ich nicht immer so lange Beiträge schreiben, das würde auch das Einsortieren in die Kategorien erleichtern und die nötigen Schlagwörter begrenzen. Diesen lästigen Anzeigefehler bei den Anführungsstrichen konnte ich allerdings nicht beheben; manchmal wird in den Beiträgen am Wortende ein tiefes Anführungszeichen angezeigt, obwohl in dem Beitrag im Bearbeitungsmodus alles richtig angegeben wird. Mhm … .
Edit: Ah, habe die Ursache gefunden.

Ansonsten habe ich heute meinen Bruder zurückgerufen, weil er eine rechtliche Frage hatte. Heute hatte er erfreulicherweise sowas wie einen lichten Moment (ich nenne das immer scherzhaft für mich bei ihm „luzides Intervall“, weil er dann vorübergehend quasi recht normal und vernünftig tickt, aber das hält nicht allzu lange an und man muss als Gegenüber seine Worte nach wie vor sehr gut abwägen).

Da ich es trotz allem für ihn selbst und aus eigennützigen Gründen begrüßen würde, wenn er sein Leben doch geordnet bekäme und zufrieden leben würde, habe ich mich sogar ca. 30 min mit ihm unterhalten. Na ja, also er hat davon etwa 27 min. über sein Leben geredet, aber immerhin mal nicht aggressiv, fordernd und cholerisch. Andererseits heißt das bei ihm nichts; schon gar nicht, dass er umsetzen würde, was er selbst in seinen lichten Momenten für sein Leben für sinnvoll erachtet. …

Es ist immer so ein Balanceakt: Einerseits ist es konstruktiv, ihn dann zu unterstützen. Das ist für ihn sehr wichtig – man kann da also viel kaputt machen, wenn man ihn in solchen Momenten abweist. Andererseits darf man ihm bei seinen Überlegungen aber „nicht zu sehr“ gut zureden. Man muss ihn in dem Gefühl bestätigen, dass alle (vernünftigen, konstruktiven) Erwägungen, die er äußert, seine ureigenen Ideen sind (nicht, dass wir ihm diese als Familie vorher seit Jahren schon empfohlen haben, wenn er einen Rat haben wollte^^).
Zu viel darf man ihm auch nicht „gut zureden“, auch am besten keine Kritik äußern, sonst macht er aus einer Art Trotz das exakte Gegenteil; im Zweifel bekommt man dann die volle Breitseite an Aggressionen ab. Wer cholerische Menschen kennt, die hoch empfindlich sind, dürfte eine Vorstellung davon haben, was ich meine. … Joa, heute hat das alles soweit geklappt. Hoffentlich lässt er mich die nächsten Tage in Ruhe.

Insgesamt ist der heutige Tag komisch und sehr „lahm“ gewesen. Relativ gut war nur mein Gewicht mit 54,6 kg; am Freitag waren es noch 55,3 kg. Heute habe ich im Grunde nichts gemacht, stand neben mir und konnte mich auch zu fast nichts aufraffen. Dabei habe ich mehr als ausreichend geschlafen, pah!

Gerade dieses „neben sich stehen“ ist sehr hinderlich. Man ist irgendwie anwesend, aber zugleich auch abwesend und „gar nicht richtig da“. Ein bisschen als wäre man in einem Wachtraum, als Beobachter. In diesem Zustand habe ich mehr aus verpeilter Routine heute nachmittag quasi mein Mittagessen gegessen, ohne Hunger zu haben. Ein bisschen hatte ich auch die Hoffnung, dass mein Körper dadurch noch richtig wach werden würde und dieser blöde innere Zustand enden würde. Das hat nicht funktioniert.

Warum ich danach dachte, dass etwas Zucker für mehr Wachheit sorgen könnte, weiß ich nicht recht; ich habe zumindest mal aufgeschnappt, dass auch Unterzuckerungszustände oder niedriger Blutdruck sowas auslösen können. (Mein Blutdruck war zuletzt btw wieder niedrig-normal bzw. mit irgendwas von 93:60 sogar niedrig … warmes Wetter am Samstag/Sonntag eben).
Jedenfalls habe ich den Osterhasen komplett gegessen. Im Anschluss war mir schlecht, welch‘ Überraschung. Erst wollte ich das ignorieren, aber nach kurzer Abwägung habe ich mich übergeben und war danach dann endlich mal etwas mehr beisammen. Schade um das Essen.

Wahrscheinlich bin ich heute Abend dann richtig wach, wenn ich ins Bett müsste. Was für ein verpennter Tag. Ob Koffeinspritzen helfen würden?

Ich mag die Stimme/Sängerin; der Song und das Video erinnern an Billie Eilish:

Sonniger Samstag

Der heutige Samstag war weitgehend schön. Endlich wärmere Temperaturen und viel Sonnenschein. Bis mittags hatte ich auch ausgeschlafen, da ich erst morgens gegen 6 Uhr ins Bett gegangen bin. Schuld daran war der fesselnde Online-Modus von Red Dead Redemption 2, den ich erstmalig begeistert ausprobiert hatte. Das Spiel ist sowohl im Singleplayer-, als auch im Multiplayer super.

Erfreulicherweise war ich ausnahmsweise hochmotiviert und habe ein paar bislang liegengebliebene Aufgaben erledigt. Danach gab es selbstgemachte „Kräuterkartoffeln“ mit ebenfalls selbstgemachten Kräuterquark. Die Zubereitung ist denkbar einfach und die Kartoffeln schmecken mir noch besser, als die Fertigvariante aus dem Tiefkühlfach (die auch nicht schlecht ist):
Kartoffeln kochen, in Scheiben oder „Stifte“ schneiden und in eine Marinade aus Kräutern (frischer Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, etwas Chiliflocken) + geschmolzene Kräuterbutter + Olivenöl einlegen. Ganz ähnlich beim Quark, nur dass ich für den Pfeffer, etwas Zucker und Limettensaft + geschmolzene Knoblauchbutter + die anderen Kräuter genommen habe. Die marinierten Kartoffeln kommen anschließend noch eine Weile in den Backofen, bis sie knusprig-braun sind.

Das Ganze hatte ich spontan „frei Schnauze“ gemacht, insbesondere bzgl. der Dosierung der Kräuter etc., und war insofern erleichtert, dass es am Ende erstaunlich gut geschmeckt hat.

Später am Tag, gegen Abend, bin ich tatsächlich Laufen gegangen. Spaß gemacht haben die Trittübungen an einer beschaulichen Stelle im Wald; ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn das Kampfsporttraining irgendwann in drei Monaten oder so wieder anfängt. Nur teilweise Spaß gemacht hat das Laufen selbst, weil mir währenddessen übel war. Deshalb ist es auch eher eine Mischung aus Laufen und Spazierengehen geworden.

Nach dem Laufen musste ich mich etwas beeilen mit Duschen etc., um noch schnell einkaufen gehen zu können. Auch nach dem Einkaufen war mir noch übel. Meiner Galle hat mein Mittagessen offensichtlich nicht gepasst.

Leider habe ich eine etwas überempfindliche Galle, die manchmal „angefressen“ reagiert. Mediziner nennen das Gallenwegsdyskinesie. Die genetische Disposition habe ich von meiner Mutter, die das gleiche Problem mit ihrer Galle hat.
Meistens habe ich keine akuten Probleme damit, außer einmal im letzten Sommer sehr stark, so dass ich eine Weile kaum etwas vertragen habe ohne quasi gleich wieder Gallenkoliken zu bekommen. Meistens äußert sich diese Überempfindlichkeit aber nur vereinzelt und in milder Form, so wie heute.

Zum Glück hilft mir ein Medikament recht gut dagegen, das ähnlich wie Gallenflüssigkeit schmeckt. Aber bekanntlich schmecken die wirksamsten Medikamente ja besonders scheußlich.^^
(kleiner Scherz! )

Wochenrückblick:
Mittwochabend hatte ich mich noch mal übergeben, natürlich wieder mit Nasenbluten. Mir war da schon nach dem insoweit normalen Abendessen latent übel, weil ich versehentlich ranziges Kürbiskernöl verwendet hatte. Das Weingummi, das ich danach gegessen habe, war grundsätzlich keine schlechte Idee, da das irgendwie magenberuhigend wirkt und gegen die Übelkeit hilft. Allerdings gilt das natürlich nicht, wenn man dann so wie ich aus einer „Scheißegal-Laune“ heraus spontan viel zu viel davon isst, bis einem von dem ganzen Weingummi erst recht schlecht ist. … Wie auch immer, nach dem Übergeben ging es mir immerhin deutlich besser.

Der Donnerstag und der Freitag sind dagegen soweit recht gut verlaufen, auch wenn ich an beiden Tagen abends nach der Arbeit weder Sport, noch einen Spaziergang gemacht habe. Am Donnerstag hatte ich mir -einer spontanen Laune folgend- für die Mittagspause drei Brötchen, zwei Schokobrötchen und so einen teilweise schokolierten Osterhasen mitgebracht, der aus dem gleichen Teig war, wie diese „Amerikaner“, die man in Bäckereien kaufen kann. Die Schokobrötchen und der Osterhase sind zu meinem Mittagessen geworden, die Brötchen gab es abends mit Käse bzw. Rübenkraut/Zuckerrübensirup.

Keine Ahnung, warum eigentlich Rübenkraut; das mag ich zwar, aber eigentlich esse ich das höchst selten (und eigentlich meistens nur zu Reibeplätzchen, die ich noch seltener esse). Genauso auch mit so Sachen wie den Schokobrötchen oder gar dem Osterhasen(teig).
Vielleicht werde ich mir zukünftig häufiger diese „Amerikaner“ kaufen; der Geschmack und die Konsistenz von dem Teig ist echt lecker. Ansonsten sind mir die meisten Sachen vom Bäcker tendenziell zu süß und klebrig; gerade wenn da so viel Zuckerguss drauf ist; auch die Sachen mit Sahne vertrage ich nur bedingt; je nachdem wird mir davon übel – das war bei mir immer schon so. Eigentlich schade, denn z.B. die Puddingplätzchen wären ohne den Zuckerguss ziemlich gut.

Freitag hatte ich nicht wirklich Hunger und heute auch nicht (heute vermutlich vor allem wegen der Gallensache bzw. der latenten Übelkeit). Gewichtstechnisch hat sich der Donnerstag offenbar bis zum Samstag wieder ausgeglichen. Das Gewicht ist zwar nach wie vor für meinen Geschmack etwas zu hoch und ein bisschen Wassereinlagerungen habe ich nach wie vor, aber ich hätte wirklich Schlimmeres erwartet. Zumal nach dem Übergeben an zwei Tagen hintereinander, der ungünstigen Zyklusphase und den ganzen leeren Kohlenhydraten (<= binden Wasser im Körper) vom Donnerstag hätte ich mit mehr Gewicht bzw. stärkeren Wassereinlagerungen gerechnet. Sollte sich der Wasserhaushalt meines Körpers etwa allmählich wieder normalisieren? … Auf jeden Fall bekommt mir die weitgehende, wenngleich nicht strikte Süßigkeitenabstinenz gut. Auch das Laufen heute war eine gute Idee.