Lebenszeichen

Endlich Sommer. Alles in allem meine Lieblingsjahreszeit.

Wie ihr gemerkt habt, hat mir in den letzten Monaten die Zeit und Lust zum Bloggen gefehlt. In der Zwischenzeit hat sich Einiges getan. Ein kurzer Überblick:

  • Nach insgesamt 4 Fahrten zur Werkstatt ist mein Wagen endlich wieder ok. Es lag am Steuergerät. Beim ersten Termin hat mich die Werkstatt nicht recht ernst genommen, aber danach lief es besser. Allerdings war dann auch das neue Steuergerät beim ersten Versuch irgendwie defekt, so dass nochmal ein weiteres Steuergerät bestellt werden musste und dann hat endlich alles geklappt. Rückblickend war es schon ätzend, vor Fahrtantritt nie zu wissen, ob der Wagen auf Anhieb anspringt oder erstmal ca. 20 Minuten warten mit anschließendem Neustart angesagt ist.
  • Ich habe endlich meine Fallliste und den Antrag für den Fachanwaltstitel fertiggestellt und alles vor ein paar Wochen bei der Rechtsanwaltskammer eingereicht.
  • Ich hatte 1,5 Wochen Urlaub im Juni und das hat mir gut getan. Außerdem werde ich noch Urlaub im September nehmen und den Resturlaub etwas verteilen. Wie ich gelernt habe, ist es nämlich schlecht, Ende November/Anfang Dezember Urlaub zu nehmen, weil da idR mehr zu tun ist.
  • Die Urlaubsvertretung für meinen Chef ist halb rum, noch eine Woche.
  • Nachdem gerade auch die letzten zwei Wochen vom Arbeitspensum her nochmal richtig blöd waren, konnte ich mir auf der Arbeit für kommende Woche etwas Luft erkämpfen und mit etwas Glück kann ich dann gut was abarbeiten, um mal auf einen grünen Zweig zu kommen.
  • Meine Schilddrüsenwerte sind mal richtig gut gewesen laut Ergebnis von Anfang Juni 2022 🙂
  • Nicht so gut ist, dass ich nach wie vor unter der Woche meistens zu wenig schlafe. Der Sommer verbessert das leider nicht, aber ich mache immerhin kleine Fortschritte und zum Glück nimmt mein Körper mir das Schlafdefizit nicht allzu übel. Wenn ich dahin komme, regelmäßig pünktlich Feierabend zu machen und es von der Arbeitsverdichtung her besser ist, wird das sicher auch besser. Erfahrungsgemäß korreliert das nämlich ein Stück.
  • Trotz schlechter und sehr süßigkeitenlastiger Ernährung liegt mein Gewicht so zwischen 53-54 kg, mit Tendenz zu 53,0 kg. Das freut mich natürlich auch, wobei ich mich gleichwohl bemühe, doch wieder etwas mehr Gemüse, Fisch und Fleisch zu essen und mehr zu kochen.

Außerdem habe ich mich letztes Wochenende zu einer Radtour (ca. 25 km) überreden lassen und es nicht bereut. Mein selten genutztes Fahrrad hat sich vermutlich auch gefreut.

Mit dem Taekwondo-Verein hat alles gut geklappt und ich gehe jetzt jeden Dienstag und Freitag direkt nach der Arbeit zum Training. Dadurch bin ich auch sozusagen gezwungen, pünktlich Feierabend zu machen, was mich im Büro erst noch etwas gestört hat, sich aber danach gut angefühlt hat. Man muss sich eben manchmal einfach selbst etwas austricksen.

Die Leute dort sind auch sehr ok, wobei dort zum Teil eher die allgemeine Pro-Impfen-Haltung herrscht. Ich musste mich bisher zum Glück nicht outen. Am Anfang musste ich laut Vorstand mal einen tagesaktuellen Bürgertest vorlegen, aber den Trainer vor Ort hat das schon gar nicht interessiert. 🙂
Bin mal gespannt, wie das im Herbst wird. Der Klabautermann erträgt es ja jetzt schon nicht, wenn die Menschen sich mal für kurze Zeit wieder etwas entspannen. Egal, mir macht das Training jedenfalls sehr viel Spaß, passt auch gut von den Menschen soweit und es war genau richtig, H.apkido hinzuwerfen letzten Sommer.

Ich habe es sogar geschafft, endlich mal Red Dead Redemption 2 durchzuspielen. Eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe.

Und außerdem habe ich es endlich mal hinbekommen, mich mit meinem Kumpel T. für kommendes Wochenende zu verabreden.

Sehr schade ist, dass meine Nachbarin, eine ältere Dame mit dem Herz am rechten Fleck, von ihren Ärzten nur noch eine Lebenserwartung von etwa einem bis anderhalb Jahren bekommen hat. Sie hatte ihre Krebserkrankung vor ein paar Jahren gut überstanden, es war laut Kontrolluntersuchung etc. alles weg, aber irgendwann in den letzten Monaten ist der Krebs völlig überraschend zurückgekehrt und die Ärzte sind selbst erstaunt, wie stark und schnell der Krebs gewachsen ist in ihrer Wirbelsäule, mit Streuung in die Lunge.
Ich werde ihr das natürlich nicht sagen – nützt ihr ja auch eh nichts mehr – aber ich hatte schon so ein schlechtes Gefühl, als sie mir letztes Jahr erzählt hat, dass sie gegen Corona geimpft ist und die 2. und 3. Impfung hat sie auch bekommen auf Anraten ihrer Ärzte. Da es jedenfalls ähnliche Fälle wie ihren nach diesen Impfungen zu geben scheint, halte ich es für durchaus möglich, dass die Impfungen das Wachstum des Krebses zumindest befeuert haben. Aber das wird natürlich nie aufgeklärt werden, weil daran kein politisches Interesse besteht bzw. ein politisches Interesse besteht, dass solche Fälle nicht abgeklärt werden.

Wie auch immer, sie trägt ihr Schicksal jedenfalls mit großer Fassung und lässt sich immerhin von der Klinik nicht zu Medikamenten bequatschen, die sie anfangs ausprobiert hat, von denen sie aber unter anderem bettlägerig und völlig matschig im Kopf wird und als Dreingabe auch noch Halluzinationen bekommt. Ihr Hausarzt unterstützt sie darin. Sie bekommt stattdessen Infusionen und etwas gegen die Schmerzen. Das klappt soweit gut und sie kann dadurch eigenständig in ihrer Wohnung leben und noch Spaziergänge machen, mit Gehstock.
Die Medikamente sollen den Fortschritt des Krebses etwas verzögern, wobei das wohl auch nicht sicher ist, ob die insoweit anschlagen. Ihre voraussichtliche Lebenserwartung wäre auch mit den Medikamenten kurz. Es geht bei ihr im Grunde nur noch um die Lebensqualität, die mit den Medikamenten schlecht ist. Die Klinik lässt aber nichts unversucht, um ihr ständig die Medikamente aufzudrängen. Wie sagte sie so treffend: Besser ein Jahr mit möglichst viel Lebensqualität leben, als eineinhalb bis zwei Jahre bettlägerig dahinsiechen. Recht hat sie.

Ausgepresst wie eine Zitrone

so fühle ich mich seit Monaten, eigentlich Jahren. Es ist einfach brutal, wie viel Arbeit ständig bei mir landet, ohne mal Phasen zu haben, in denen es mal weniger ist, so dass ich auch mal etwas regenerieren könnte. Stattdessen immer neue Arbeit, obendrauf auf den Arbeitsberg. Aufgrund der internen Umstrukturierung seit dem Weggang der Diva und der ein oder anderen Diven-Altlast habe ich bis auf Weiteres vorläufig nach wie vor absolut die Arschkarte gezogen von der Arbeitsbelastung und Arbeitsverteilung her. Ich bin inzwischen wieder soweit, dass ich den Gedanken, einfach zu kündigen und alles hinzuwerfen, erleichternd finde.

Es wäre auch nicht ganz so arg, wenn mein Chef nicht inzwischen primär fast nur noch Notarsachen machen würde und mir einige seiner arbeitsintensiven familienrechtlichen laufenden Mandate kurzfristig übertragen hätte seit Februar/März 2022. Klar, die Notarsachen sind bei relativ weniger Arbeit deutlich lukrativer und mein Chef hat auch viel zu tun, aber eben weniger als ich. Und am wenigsten zu tun hat mein junger Kollege, weil in seinen Dezernaten nicht so viel Arbeit anfällt.
Offen gesagt bin ich auch etwas verärgert über die Gesamtsituation, weil ich seit meiner Einstellung in diesem Betrieb faktisch immer mehr oder weniger ausgenutzt worden bin. Den Anwaltsberuf würde ich bei aller Liebe zum Inhalt nicht erneut ergreifen. Natürlich ist es so, dass ich im Moment noch unter den Nachwirkungen der Diva leide und es müsste eigentlich mittelfristig auch wieder besser werden, aber aktuell bin ich absolut gefrustet.

Den Fachanwalt im Strafrecht werde ich ganz sicher nicht machen, weil ich für Strafrecht beim besten Willen keine Kapazitäten für mehr als die aktuellen Tätigkeiten habe. Deshalb werde ich auch den strafrechtlichen Bereich nicht weiter ausbauen, sondern mich irgendwann ab Ende Sommer 2022 auf die Notarausbildung konzentrieren und mittelfristig so gut wie möglich zusehen, das familienrechtliche Dezernat zu verkleinern und die Zivilsachen (inklusive der Unfallsachen) weitmöglichst einzustampfen bzw. kann die ja auch mein unausgelasteter Kollege machen. Das Letzte meine ich auch nicht boshaft, nur ist es wirklich lächerlich, wie ungleich die Arbeit faktisch verteilt ist. Der eine langweilt sich fast, während der andere nicht weiß, wie er all die Arbeit auch mit ständigen Überstunden zeitlich schaffen soll.

Joa, mal sehen. Etwas werde ich mal wieder noch durchhalten, in der Hoffnung, dass das Licht am Ende des Tunnels nicht bloß wieder der entgegenkommende Zug ist. Mir gehen die gesundheitlichen Reserven aus.

Und falls das alles nicht funktionieren sollte bzw. die Arbeitsbelastung weiterhin ständig zu hoch ist, ja dann sollte ich an meine Gesundheit und mein verkümmertes Privatleben denken und die Reißleine ziehen. Dann habe ich auch keinen inneren Vertrag mehr mit meinem Arbeitgeber. Für gute Arbeit bekommt man “zum Dank“ noch mehr Arbeit, während andere sich schonen dürfen, na vielen Dank auch.

Keine Lust auf Montag

Die letzten Wochen waren anstrengend. Arbeitsverdichtung, dazu zu allem Überfluss oben drauf noch die Quarantäne- und Urlaubsvertretung für meine Kollegen. Im Moment habe ich echt die Arschkarte gezogen. Ich hoffe, dass sich das in den kommenden Wochen wieder bessert, denn ich brauche irgendwie mal eine Pause; die Wochenenden sind gefühlt zu kurz, um die Batterien wieder aufzuladen.

Eine gute Nachricht gibt es aber:
Im 2. Anlauf konnte die Werkstatt feststellen, dass die Fehler bei meinem Auto durch ein defektes Steuergerät ausgelöst werden dürften. Anfang Mai soll das neue Steuergerät eingebaut werden. Ich bin mal gespannt. Immerhin klingt das Steuergerät nach einer wesentlich schlüssigeren Ursache, als die Autobatterie, die man mir erst -offenbar recht pauschal- als Ursache benannt hatte und dann die Lösung darin sah, die Batterie über Nacht zu laden. Da habe ich nichts Gutes geahnt, wollte aber mal nicht so voreingenommen sein. Nachdem die Fehler wenige Tage nach Rückgabe des Fahrzeugs später prompt erneut auftraten, genauso sporadisch und aus heiterem Himmel wie zuvor, räumte der Werkstattmitarbeiter etwas kleinlaut ein, dass meine Fehlerbeschreibung ja echt nicht nach der Batterie als Ursache geklungen hätte. Joa, zum Glück bin ich ein sehr friedlicher Kunde, zumal streiten mit der Werkstatt mir nichts gebracht hätte. Ich hoffe einfach mal, dass das Steuergerät wirklich die Ursache ist und die Baustelle Auto dann mit dem Austausch erledigt ist.

Sportlich habe ich bisher faktisch außer einmal Joggen gar nichts gemacht. Laut meiner Fitnessuhr hat mein Körper einen Trainingsnichtzustand erreicht, in dem er auch zügige Spaziergänge offenbar für Sport hält, jedenfalls habe ich da Pulsspitzen von bis zu 160, warum auch immer. Ich bin auch schnell außer Atem, obwohl ich rein vom Empfinden her das Ganze dabei trotzdem nicht als anstrengend erlebe; nur das Gefühl, wenig Luft zu bekommen, nervt etwas. Aber Dank der Maskenpflicht habe ich mich daran gewöhnt, weil ich unter den FFP2-Masken auch nicht so gut Luft bekomme. Man wächst mit den Anforderungen.

Der Taekwondo-Verein hatte vor den Osterferien verkündet, noch darüber beraten zu wollen, ob man nach Ostern 3G weiter aufrecht erhält. Der Wortlaut war so gefasst, dass man eine Aufrechterhaltung von 3G offenbar favorisierte. Das hatte meine Laune doch etwas runtergezogen. Vorhin kam just ein Update, dass man nun doch auf 3G verzichtet. Na bitte, geht doch. Jetzt müsste ich nur noch meine private Lethargie und meine latente soziale Scheu überwinden und mich dort zum Probetraining anmelden. Ich hasse immer diese Ungewissheit im Vorfeld, was mich dort erwartet. Offentlich fragt niemand dort nach meinem Impfstatus … .

Eine neue Woche

Die Zeit geht so schnell vorbei seitdem ich arbeite. Morgen geht’s schon wieder weiter. Ich bräuchte mal Urlaub, zumindest mal 1-2 Tage.

Die letzte Woche war arbeitsintensiv und auch in der anstehenden Woche gibt es wie immer viel zu tun. Zudem habe ich den alten Fehler gemacht, einen Teil der Mittagspause weiterzuarbeiten und ebenso abends überzogen; ich sollte mal wieder dazu übergehen, pünktlich Feierabend zu machen. Trotz all dem habe ich es am letzten Dienstag mittags zum Kaffeetrinken mit einer guten Bekannten von der lokalen Konkurrenz geschafft. War gut, eigentlich sollten wir uns mal so privat treffen. Der „Drache“ ist letzten Montag nach 3 Wochen krankheitsbedingten Arbeitsausfall zurückgekehrt und war seitdem erstaunlich zahm. Nach all meinen Erkenntnissen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich der Drache per Impfung ins 3-wöchige Aus geboostert hat, aber das ist selbstverständlich genauso eine Verschwörungstheorie wie die Behauptung, dass die Regierung eine Impfpflicht plant … oh wait, bzgl. der Impfpflicht hat die Realität ja die Verschwörungstheorien längst eingeholt. Ich hoffe ja, dass die Impfpflicht krachend scheitert. Seit dem Wochenende wurde endlich die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz aufgehoben. War auch überfällig, der Unsinn hätte gar nicht erst eingeführt werden dürfen.

Morgen habe ich dann auch endlich den Werkstatttermin. Ich hoffe ja, dass die die Fehlerursache finden (und idealerweise beheben) können.

Privat war ich meistens wenig aktiv und sehr antriebsarm. Sport oder zumindest so mal Bewegung ist faktisch komplett ausgefallen in meiner Freizeit. Dieses Wochenende habe ich meine Eltern besucht und hatte dort wie fast immer eine schöne Zeit. Meinen Eltern hat sogar „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ gefallen, den wir uns Samstagabend angeschaut haben.
(Vor Kurzem habe ich mir auch Mortal Kombat (2021) reingezogen und fand den Film wider Erwarten recht kurzweilig. Hoffentlich gibt es eine würdige Fortsetzung, in der am besten auch Shinnok mitspielt. Shinnok ist einer meiner Lieblings-Mortal-Kombat Charaktere.)
Die Katzen meiner Eltern waren wie immer sehr verschmust und hatten ihr eigenes Programm. Der eine Kater ist ein Mix aus Russisch Blau und Britisch Kurzhaar. Auch er ist von dem politischen Irrsinn nicht verschont geblieben. Nachdem während der Pandemie zunächst seine „britische Teilabstammung“ unterschlagen werden musste, ist nun auch seine russische Abstammung in Ungnade gefallen. Ab sofort ist er nicht mehr „der Russe“ … .^^

An sich möchte ich mich auch „mal wieder“ mit meinen Kumpels verabreden. Wobei „mal wieder“ meint: Nach mehr als zwei Jahren Nichtreffen in den einen beiden Fällen und in dem anderen Fall nach mehr als 1 3/4 Jahren.
Teilweise hatte ich es gerade anfangs wegen der Pandemie nicht für sinnvoll gefunden, aber am meisten hat bei mir reingespielt, dass ich die Wochenenden zum Erholen alleine benötigt habe und niemanden treffen wollte. Der Wunsch nach Erholen und Alleineseinkönnen hat mein Bedürfnis nach einem Treffen regelmäßig überwogen. Ich fürchte, das wird auch all die noch kommenden Wochenenden so bleiben. Aber trotzdem sollte ich mal über meinen Schatten springen. Wenn ich mich verabrede und das Treffen erstmal angefangen hat, gefällt es mir ja. (Wobei ich auch Alleinesein dann nach wie vor super fände und das nach den Treffen genieße bzw. auch zum Erholen brauche.)

Ich habe zwar oft den Eindruck, dass dieses „soziale Desinteresse“ bei mir auch etwas mit den Energiereserven zu tun hat, die einfach niedrig sind, aber ich habe den Verdacht, dass ich auch als Energiebündel nicht kontaktfreudiger wäre.

Elden Ring

Das Spiele-Fieber hat mich gepackt und so habe ich nach längerem Zögern gestern spontan Elden Ring, Elex II und Sniper Ghost Warrior Contracts 2 gekauft. Und das, obwohl ich noch nicht einmal Cyberpunk 2077, Tomb Raider: Rise Of The Tomb Raider, South Park: The Fractured But Hole, Terminator Resistance, Vampyr u.v.m. durchgezockt habe.
Aber egal, nur vernünftig zu leben wäre sehr langweilig und ich habe den Kauf bisher nicht bereut. Bei Sniper Ghost Warrior Contracts 2 habe ich die internationale, ungeschnittene Fassung genommen, weil ich Gore-Effekte in Spielen mag und es blöd finde, wenn Spiele/Filme geschnitten werden. Bei Elex II ist mir zwar auch die etwas altbackene Grafik aufgefallen, aber bis jetzt kann ich mich damit arrangieren, wobei mir auch das Jetpack und die Story hilft. Gothic 1 war eines der wenigen Spiele, das ich durchgespielt habe. Die späteren Gothic-Nachfolger konnten mich dagegen nie recht locken, bis auf Elex II.

Wo ich gerade bei unvernünftigen Hobbys bin: Ich werde mir wieder eine Schreckschusswaffe kaufen, und zwar höchstwahrscheinlich eine Walther P99 P.A.K. Gold Edition. Mit vergoldetem Schlitten, weil das mal was Neues ist, wider Erwarten nicht kitschig aussieht und mir später helfen wird, meine Waffe von denen meiner Eltern und meines Bruders zu unterscheiden. Meine Familie hat nämlich das Schreckschusswaffen-Fieber gepackt.^ ^

Die Walther P99 gefällt mir mit am besten. Vor vielen Jahren hatten mein Bruder und ich uns überlegt, mit weiteren Kumpels Paintball zu spielen. Zum Paintball-Spielen sind wir letztlich leider nie gekommen, aber wir hatten uns deshalb jeweils neben Schutzhelm und Munition eine Walther P99 R.A.M. zugelegt. Leider musste ich meine Waffe recht bald wegen eines Defekts reklamieren. Da sich eine Reparatur nicht lohnte, wurde der Kaufpreis erstattet und danach habe ich mir keine neue Waffe mehr gekauft. Das vor allem aus praktischen Gründen: Das Schießen ist sehr laut und ist definitiv unvereinbar mit dem Leben in einem Studentenwohnheim bzw. einer Mietwohnung. Aber meine Eltern leben passend dafür und haben sich auf ihrem Grundstück eine Art Mini-Schießstand eingerichtet. Juhu!

In punkto Sport sieht es bei mir derzeit weiterhin mau aus. Seit dem letzten Eintrag hier war ich genau einmal Joggen bzw. eher eine Mischung aus Joggen und Spazierengehen bei Wind und Regen. Das hat mir zwar sehr gut getan, aber danach überwog an den weiteren Tagen wieder die Antriebslosigkeit – oder vielleicht auch einfach die Faulheit. Ich hoffe, ja, dass sich das bessert, wenn es hier wieder auch abends länger hell ist und wieder wärmer wird.
Dieses Wochenende wollte ich das gute Wetter eigentlich nutzen, um eine Fahrradtour zu machen, da es hier gute Fahrradstrecken gibt. Aber letztlich bin ich heute erst um 14 Uhr wach geworden und war bisher recht antriebslos, die Sonne ist jetzt gegen 16 Uhr auch schon wieder verschwunden. Vielleicht sollte ich es dann eher mit Spazierengehen/Joggen versuchen, um zumindest etwas frische Luft zu schnappen.

Neulich hat meine Mutter ausgemistet und dabei tatsächlich noch so uralte T-Shirts und Trikots aus meiner Jugend gefunden. Damals habe ich Handball und etwas Tennis gespielt und bin auf Bitten der Leichtathletik-Trainer, die teilweise auch Lehrer an meiner Schule waren, ab und zu sehr erfolgreich zu Leichtathletik-Wettkämpfen für den lokalen Leichtathletikverein und für die Schule angetreten (was mir dort aber von der eigentlichen Favoritin des Leichtathletikvereins viel Missgunst eingebracht hat, so dass ich auch auf ihr Betreiben hin nie recht Fuß im Leichtathletikverein gefasst habe, weil mir das dort zu viel „Zickenkrieg“ bzw. sozial zu anstrengend war und ich mich eh schon immer wie ein Alien gefühlt habe, das nirgends so recht reinpasst). Ein bisschen vermisse ich das Sportspektrum von Früher, sogar Handball. Mit einem Handball „rumzuspielen“ würde mich auch aktuell reizen, ich habe als Kind schon Ballsportarten geliebt, aber auf keinen Fall reizen würde mich ein erneuter Eintritt in einen entsprechenden Sportverein, mit all den sozialen und terminlichen Verpflichtungen. Schade, dass es hier keinen etwas abgelegenen Spielplatz mit einer Wand o.Ä. gibt, wo ich alleine „rumspielen“ kann.
Na ja, egal, ich werde mich irgendwie anderweitig sportlich behelfen müssen. Ernährungstechnisch sieht es ähnlich überschaubar aus, ich habe einfach generell derzeit keinen sonderlichen Antrieb zu irgendwas und fühle mich auch etwas erschlagen, obwohl ich objektiv betrachtet beruflich und privat viel mehr Luft als vorher habe.

Zwischenstand

Die letzten zwei Wochen sind mal wieder wie im Flug vergangen. Es fehlte an Schreiblaune und teils auch an Zeit, daher hole ich das nun nach:

Arbeit und Corona:
Die Bürovorsteherin hat von mir Dank freundlicher Inspiration von laluna80 den Spitznamen „der Drache“ erhalten.^^
Wie es weiterging: Der Drache sollte keine Gelegenheit mehr bekommen, sich wegen der ach so schlimm unzuverlässigen Schnelltests neue Schikanen für mich auszudenken, denn er ist seit zwei Wochen durchgängig krankgeschrieben. So hatte ich eine ruhige Zeit, in der mir niemand die Ohren vollgejammert hat mit seiner Corona-Panik. Mal sehen, ob der Drache nächste Woche wieder zurück ist.

Hinsichtlich des von unseren hochverehrten Politikern angekündigten Abbaus der Corona-Maßnahmen im März 2022 bin ich skeptisch. Es würde mich inzwischen auch nicht mehr wundern, wenn sie Maßnahmen wie 3G am Arbeitsplatz mit täglicher Schnelltestpflicht für Ungeimpfte zur „Basismaßnahme“ deklarieren, die dann auch über den März hinaus bis in alle Ewigkeit fortgesetzt wird. Ich glaube insoweit erst an Besserungen, wenn sie tatsächlich eintreten. Das Übel einer etwaigen allgemeinen Impfpflicht hängt nach wie vor über uns -auch wenn die Einführung inzwischen fragwürdiger denn je erscheint – und auch wenn sich inzwischen Widerstand regt, ist die Impfpflicht für die Beschäftigten im medizinischen u. pflegerischen Bereich noch lange nicht vom Tisch. Die Betroffenen tun mir Leid und ich drücke ihnen fest die Daumen, dass dieser Unsinn schnellstmöglich wenigstens jetzt wieder gekippt wird.
Schön wäre auch, wenn ich Ende März dann endlich mein Auto in die Vertragswerkstatt bringen könnte … .

Ansonsten konnte ich mich am Arbeitsplatz räumlich verbessern:
Das ehemalige Büro des Illuminaten ist jetzt mein. Ha, wer hätte das gedacht?! Seitdem habe ich ein tatsächlich sehr repräsentatives Büro, mit schönen hohen Wänden, Stuckleisten an der Decke und elektrischen Rollläden usw.. Außerdem muss ich mir nicht mehr die Lästereien Gespräche von Scharfzahn im Nebenzimmer anhören, sondern sitze in ruhiger Umgebung, was mir echt gut tut. Stolz bin ich auch, weil ich das Büro auch deshalb bekommen habe, weil ich mich nach etwas Zögern getraut hatte, danach zu fragen. Die gesamte Belegschaft hat mir sehr herzlich zu dem neuen Büro gratuliert und sich aufrichtig mit mir gefreut. Als ich zum ersten Mal am ehemaligen Schreibtisch des Illuminaten gesessen habe, habe ich innerlich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Freizeit:
Mir macht Zocken am PC wieder richtig Spaß, was ein gutes Zeichen ist. Und so habe ich u.a. stundenlang RDR 2, Crusader Kings 3 und Cyberpunk2077 gespielt. Seit dem Update 1.5, was tiefgreifende Änderungen mit sich gebracht hat, ist Cyberpunk2077 richtig klasse geworden und gefällt mir richtig gut.

Gar nicht gut lief es mit Schlaf, Bewegung und Sport. Unter der Woche habe ich mit Schlafproblemen zu kämpfen gehabt und bin letztlich selbst dann erst kurz nach 3 Uhr morgens eingeschlafen, wenn ich kurz nach Mitternacht ins Bett gegangen bin. Unter der Woche schlafe ich seit Jahren meistens zu wenig, weil ich erst spät müde werde und ’ne Nachteule bin, aber in den letzten Monaten hat es sich echt in eine krasse Richtung entwickelt. Sicherlich ist auch der fehlende Sport daran mitschuldig, weil mein Körper Dank des Bürojobs ohne Sport einfach zu wenig Bewegung hat und so dann nochmals später erst ausreichend „bettmüde“ wird. Daran ändert selbst der Schlafmangel des Vortages leider nichts, der macht nur, dass ich in den ersten Stunden nach der Arbeit zu müde für Sport bin, bevor ich dann nach 22/23 Uhr allmählich wieder munter werde.
Dadurch komme ich auch kaum an die frische Luft. Dank der Vitamin-D-Tabletten ist wenigstens das fehlende Sonnenlicht ausgeglichen, aber ich sehe auch für meine Verhältnisse sehr blass aus. Die ständigen Beschwerden wegen der Histaminsache sorgen dann auch nicht für ein lebendigeres Aussehen.

An den Wochenenden hatte ich nämlich oft das Problem, von freitags auf samstags starke Probleme mit meiner Histaminintoleranz zu bekommen, die sich dann bis einschließlich Sonntag hinziehen. Man kann sich das grob wie eine Mischung aus Migräne und Heuschnupfen vorstellen. Hinzu kommen Ödeme nebst durcheinandergewirbelte Temperaturregulation (Frieren, Schwitzen, Hitzeflush) und Kreislaufsystem und entsprechend ausgeknockt bin ich dann auch alles in allem. Rausgehen lockt mich wegen der Lichtempfindlichkeit und der werten Mitmenschen draußen in diesen Phasen ebenfalls nicht, ich brauche dann eine reizarme Umgebung und viel Ruhe bei möglichst keiner Kommunikation mit anderen.
Zusammen mit dem Umstand, dass ich sehr spät ins Bett gegangen bin, habe ich die Wochenenden im Ergebnis dann auch weitgehend verschlafen und war in der wachen Zeit zu ausgeknockt, um Sport zu machen. Stattdessen habe ich vor allem gezockt, was ja an sich nicht schlecht ist. Allerdings müsste ich mich wirklich wieder besser ernähren, unter der Woche mehr schlafen und mich mehr bewegen im Alltag.
Und eigentlich würde ich mich grundsätzlich auch mal wieder mit meinen Kumpels verabreden, aber das geht natürlich nicht, wenn ich an den Wochenenden so in den Seilen hänge. …
Ansonsten geht es mir aber alles in allem gut. Und die erwähnten „Dauerbaustellen“ werde ich bestimmt auch mit etwas Zeit zumindest wieder etwas besser in den Griff bekommen. Der obige „Teufelskreislauf“ ist ja nicht unüberwindbar. Vielleicht kann ich irgendwann Ende 2022 (?) oder so auch wieder in einen Sportverein gehen. Aktuell geht das ungeimpft hier nicht. Ich würde gerne wieder Taekwondo machen und hätte hier auch einen Verein in der Nachbarstadt, dessen Trainingszeiten tatsächlich ausnahmsweise nicht mit meinen Arbeitszeiten kollidieren. Unabhängig davon muss ich mich aber im Alltag mehr zusammenreißen, so dass ich mich wieder histaminärmer ernähre, Bewegung/Sport als feste Tagesroutine einbaue und so auch eher ins Bett und zu mehr Schlaf komme.

P.s.:
Die Musik ist in Cyberpunk2077 auch sehr stimmungsvoll. Wer u.a. im Afterlife im Spiel war, weiß, was ich meine.

Neues aus Absurdistan

Die Bürovorsteherin hat es sich heute nicht nehmen lassen, mich erneut darauf hinzuweisen, dass die Schnelltests ja angeblich ganz schrecklich unzuverlässig wären. Eigentlich geht das bei mir ins eine Ohr rein und ins andere Ohr raus, heute aber schilderte sie mir fast schon freudig-erschrocken zwei angebliche Fälle, in denen die Kandidaten symptomlos (und geimpft) waren und letztlich per PCR-Test positiv getestet wurden, obwohl der böse Schnelltest negativ gewesen sei. In dem einen Fall ging es um unsere Auszubildende, die symptomlos und putzmunter Zuhause sitzt und eigentlich mit dem negativen Schnelltest wieder hätte arbeiten können. Allerdings hat die Bürovorsteherin sie verdonnert, auch gegen Ende der Quarantäne zusätzlich zum Schnelltest einen PCR-Test zu machen, der dann positiv gewesen sein soll, weshalb unsere Auszubildende ’ne Woche dranhängen musste und aktuell auf das Ergebnis ihres weiteren PCR-Tests wartet, von dem abhängt, ob sie weiter in Quarantäne bleiben muss oder nicht. Es kann sich also nur noch um wenige Wochen handeln, bis sie uns wieder beehren darf. Solange sitzt sie quasi gesund, aber eben virenpositiv daheim rum.

Eigentlich eine super Idee … . Wir sollten das System auch für herkömmliche Grippe- und Erkältungsviren einführen. Am besten auch noch für HPV-Viren und alle sonstigen Keime. Nur wer Dank täglicher Tests nachweist, dass sein Körper 100%ig keimfrei ist und insofern keine Belastung für die Immunsysteme anderer darstellt, darf sein Zuhause verlassen. Es zählt nicht mehr die altmodische Herangehensweise danach, ob man Krankheitssymptome hat, wie objektiv gefährlich der Virustyp bzw. der Krankheitserreger ist und wie man sich fühlt, sondern nur noch, was ein Test sagt. Wenn ich mir überlege, wie fahrlässig wir das bisher all die Jahrzehnte gehandhabt haben in der Erkältungszeit … wie konnten wir uns bloß mehrheitlich auf unser Immunsystem verlassen, sofern keine besonderen Vorerkrankungen bestanden. Was waren wir dumme Neandertaler.

Dass die Impfung nicht so zuverlässig schützt, wie einst von der Regierung, ihrem Leibarzt Drostadamus und den fleißigen medialen Helfern suggeriert, und auch Geimpfte virenverseucht sein können, hat inzwischen auch das Gehirn der Bürovorsteherin erreicht. Eigentlich ja ein gewisser Lichtblick an Vernunft, aber ihre Panik verdrehte wieder alles zu der komischen Schlussfolgerung, dass das ja so nicht mehr weitergehen könne mit meinen täglichen Schnelltests, das sei viel zu unsicher, da „müssen wir uns was überlegen!“ .
Sprach’s mit drohendem Unterton und ließ mich mit einer Mischung aus psychosomatischer Übelkeit und zunehmender Wut zurück. Das Ganze pünktlich kurz vor der Mittagspause, so dass ich anschließend mein Mittagessen ausfallen ließ, weil mir beim besten Willen nicht nach Essen zumute war; ich habe dann aus reinen Vernunftgründen zwei Früchteriegel runtergewürgt.

Natürlich ist es ihr nach wie vor ein extremer Dorn im Auge, dass ich nicht mit einem dieser ganz super effizienten Corona-Impfstoffen geimpft bin, die so gut schützen, dass sie als geboosterte Person nach wie vor Todesangst vor dem Virus hat. Dabei ist sie in ihrer Haltung so eine elende Heuchlerin, die aus übergriffigen Egoismus ihre Mitmenschen drangsaliert. Ich hasse solche Verhaltensweisen, eben diese Doppelmoral und dieses Heuchlerische. Das Folgende hätte ich ohne ihren heutigen Auftritt nicht geschrieben, weil ich anderen ungern ihre Maske vom Gesicht reiße, da ich sehr viel Verständnis für das Maskentragen habe, aber was zu viel ist, ist zu viel.

Auf die Idee, das zu tun, was sie selbst tun könnte, um ihr individuelles Risikoprofil zu verbessern, ist sie trotz Todesangst nicht gekommen – mehr als sich dreimal eine Spritze geben zu lassen, ist ihr nicht in den Sinne gekommen. Stattdessen in den inzwischen ca. 2 Jahren der Pandemie ihren BMI, der sich im schwer adipösen Bereich bewegt, zu senken, gesünder zu leben etc. und so ihr Gesundheitsrisiko deutlich zu senken, auf diese banale Idee ist sie nicht gekommen. Auch ihr Verständnis für andere ist bemerkenswert und sie selbst nimmt für sich in Anspruch, überall in der Kanzlei ohne Maske rumzulaufen, obwohl wir hier Maskenpflicht haben.

Zu meiner Schilddrüsenerkrankung (wegen der ich in Kombination mit meiner Autoimmunerkrankung u.a. Bedenken gegen die x.-fach Impfungen habe, weil ich ganz froh bin, dass mein Immunsystem sich nach Jahren weitgehend beruhigt hat) durfte ich mir anhören, dass eine Schilddrüsenerkrankung doch halb so wild sei, ihr Mann habe auch eine Schilddrüsenerkrankung, der nehme einfach Tabletten und fertig, und er habe sich auch impfen lassen, das sei doch kein Grund, sich nicht impfen zu lassen.
(Gut, von der Autoimmunerkrankung habe ich schon nichts gesagt, weil das die Dame echt nichts angeht und weil ich sie insofern auch für gänzlich ungeeignet als Gesprächspartnerin halte, trotzdem bin ich immer etwas pikiert innerlich über so viel fehlendes Einfühlungsvermögen und Wunsch, Mitmenschen vorschreiben zu wollen, wie sie über ihren Körper entscheiden sollen. Ich maße mir doch auch nicht an, über die Schilddrüsenerkrankung ihres Mannes, seinen Leidensdruck und seine persönliche Impfentscheidung zu befinden. Das ist seine Sache und sein Körper, fertig, geht mich nichts an.)

Diese übergriffigen Begehrlichkeiten gegenüber Mitmenschen, wie jetzt mit der Forderung danach, dass andere sich impfen lassen sollen, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wie meine Eltern zu sagen pflegen: Jeder paddelt sein Kanu selbst.
Wenn jeder auf seiner Spielwiese bleiben würde, anstatt unberechtigt in den höchstpersönlichen Lebensbereich anderer eingreifen zu wollen, um sich selbst besser zu fühlen oder anderweitig Vorteile verschaffen zu wollen, würde es der Menscheit besser gehen.

Die Bürovorsteherin selbst hat pathologisches Übergewicht und Asthma, weshalb sie eine ärztliche Befreiung von der Maskenpflicht bekommen hat. Da hätte ich in der gleichen Manier sagen können, dass das doch kein Grund sei, keine Maske zu tragen (und uns alle mit ihrer Atemluft zu gefährden^^), selbst schwer Lungenkranke tragen schließlich Maske ohne zu jammern.
Natürlich habe ich das nicht gesagt, sie hätte die Retourkutsche eh nicht verstanden und als miesen, unfairen Angriff gewertet, und im Grunde ist es mir egal, ob sie nun wirklich – zumindest subjektiv so empfunden – keine Luft unter einer Maske bekommt, ggf. aufgrund von Panik + Übergewicht + Asthma, oder ob das bloß „Anstellerei“ von ihr ist. Soll sie machen, wie sie meint. Ich habe auch durchaus etwas Mitgefühl, dass man nur extrem limitiert am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann in den heutigen Zeiten, wenn man keine Maske tragen kann, und dass das sicherlich belastend für sie ist. Das ärztliche Attest nützt ihr im Alltag nichts, sie wird ja trotzdem dann angefeindet, muss sich erklären etc.. (Sollte sie dann nicht umso mehr Sensibilität bzgl. der Schattenseiten der Ausgrenzung anderer haben? )

Sie soll einfach aufhören, wegen ihrer Corona-Panik Menschen wie mich zu terrorisieren und sich in meine höchstpersönlichen „Körperangelegenheiten“ einzumischen und sich immer wieder neue Ansatzpunkte auszudenken, um mir den Büroalltag unnötig und bar jeder vernünftigen Grundlage schwer zu machen. Bevorzugt dann, wenn der Arbeitsalltag eh schon stressig und empathiefordernd genug ist.

Soll sie Homeoffice oder am besten gleich eine Psychotherapie machen, wenn sie in der Kanzlei um ihr Leben fürchtet, weil ich im Nebentrakt in meinem Büro sitze, extra auch wegen ihr schon überall FFP2-Maske anstelle einer OP-Maske trage, mit ihr so keinen Kontakt habe, gesund und ungeimpft bin. Aber nee, stattdessen bin ich in ihrer Welt damit automatisch das größte Virensicherheitsrisiko, eine ständige Gefährdung ihres Lebens, völlig egal wie vorsichtig ich mich verhalte, wie zurückgezogen ich privat lebe und wie viel Rücksicht ich bereits auf ihre Verfassung nehme. An sich bin ich fast ungut für mich selbst rücksichtsvoll gegenüber anderen, aber wenn sie so weitermacht, dann mag ich auf sie keine Rücksicht mehr nehmen. (Ob ich es wirklich über’s Herz bringe, darf bezweifelt werden. Sie hat auch gute Seiten, so wie eben auch der Illuminat, trotzdem … .)

Ich will auch keine Bürofehde. Außer unwiderbringlich zerschlagenem Porzellan und frostiger Stimmung kommt da nichts bei rum. … Eigentlich möchte ich einfach in Ruhe arbeiten können. Bei der Bürovorsteherin habe ich an Tagen wie heute beinah den Eindruck, dass sie genau das verhindern will.
Mal sehen, welchen Unsinn sie sich nun ausdenkt. Da bekomme ich echt ’n Hals.

Egal, ich nutze ordnungsgemäß zugelassene Schnelltests und halte mich an die gesetzlichen Vorgaben, nicht mehr und nicht weniger. Am besten gar nicht irgendwie versuchen, ihr meine Seite zu erklären, das führt erfahrungsgemäß nur zur Sinnlos-Diskussionen bzw. gesteigertem Bedrohungsgefühl und Missmut bei ihr. Einfach Schallplatte spielen, kurz und höflich angebunden sein und es aussitzen. Freiwillig ohne Risikokontakt bzw. Krankheitssymptome oder positiven Schnelltest dackel‘ ich jedenfalls nicht zum Schnelltestzentrum für einen PCR-Test, nur weil sie am Rad dreht. Zumal ich mir in dem hiesigen Schnelltestzentrum womöglich noch am ehesten irgendeine der Virenmutanten einfange.

Filmtipps

Wer Filme im Stil von „The Guard“ mag, dem empfehle ich wärmstens den Film „Three Billboards Outside Ebbing Missouri“ .
Ich war erst skeptisch, aber der Film hat mir sogar so gut gefallen, dass ich mich seit Langem mal wieder bestens unterhalten gefühlt habe und den Film sogar ohne Reue nochmal anschauen würde. Der Film hat imho verdient 8.1 von 10 Punkten bei imdb bekommen.

Auch nicht schlecht finde ich „Taffe Mädels“ . Melissa McCarthy, die in dem Film die Bostoner Polizistin Shannon Mullins spielt, erinnert mich in der Rolle verblüffend an eine gewisse Richterin, mit der ich bisher zum Glück nur zweimal in einem für mich eher exotischen Rechtsgebiet als Vertretung für einen Kollegen das Vergnügen hatte. Jene Richterin zeichnet sich aus durch eine unnachahmliche Art aus schlechter Laune allen Prozessbeteiligten gegenüber – da bekommt jeder sein Fett weg-, Bärbeißigkeit und einer guten Seele unter der rauen Schale. Im Ergebnis kamen dann auch gute Ergebnisse raus, aber der Ablauf der Verhandlung war jeweils echt etwas gewöhnungsbedürftig und slapstickmäßig. Lag nicht nur an der Richterin, aber sie war die absolute Krönung und ich muss bis heute lachen, wenn ich an die Verhandlungen zurückdenke.
Also im Nachhinein … damals im Gerichtssaal war das gerade bei der ersten Begegnung mit ihr als gerade erst frisch zugelassener Anwalt nicht so lustig, obwohl ich für die Mandantin den erhofften Vergleich herausschlagen konnte, aber ich war bis nach der Verhandlung noch etwas verstört. Meinem jungen Kollegen erging es ein paar Wochen später nicht besser.^^

Was sonst noch war

  • Ich habe am Wochenende nach langer Zeit etwas Sport gemacht und festgestellt, dass es durchaus gute Trainingsvideos gibt und dass ich meine Mutation zum Couchpotatoe vielleicht doch noch umkehren kann.
  • Dem Online-Handel sei Dank konnte ich mich kleidungsmäßig neu eindecken und bin sehr zufrieden.
  • Meine ältere Nachbarin ist echt eine gute Seele, weshalb ich bereitwillig ihren Putzdienst für den Gemeinschaftsflur übernommen habe, obwohl ich den Putzdienst an sich nicht leiden kann. Meine Nachbarin hat es derzeit im Rücken. Wir verstehen uns gut, ohne uns gegenseitig durch zu viel Kontakt und Nähe auf die Nerven zu gehen.
  • Es ist nun quasi fest geklärt, dass ich Mitinhaber werde, gemeinsam mit meinem anderen jungen Kollegen. Wir sind dann zu Dritt als Gesellschafter. Mein Kollege und ich werden außerdem die Notarausbildung machen. Leider muss man am Ende die Notarprüfung, quasi ein 3. Staatsexemen, absolvieren, was mit meiner Prüfungsangst ungut ist. Aber gleichwohl ist das eine für mich sehr reizvolle Sache, nicht nur, weil die Notartätigkeit lukrativ ist. Es ist auch eine gute Abwechslung zur Anwaltstätigkeit. Trotzdem habe ich jetzt schon etwas Angst vor dem Lernen und der Prüfung am Ende, aber es fühlt sich trotzdem richtig an, diesen Schritt zu gehen. Meine Eltern haben mir freundlicherweise ihre volle Unterstützung zugesagt, und freuen sich mit mir über die jüngsten Entwicklungen. Ich freue mich, bin aber auch noch etwas ungläubig, dass das alles real ist. Das hätte ich mir nie träumen lassen.
  • Ich habe das Spiel „This War of Mine“ am PC sogar schon im 3. Anlauf erfolgreich durchgezockt … nachdem meine Spielfiguren bei den vorherigen Versuchen allesamt nach langem Leiden verstorben sind. Gut, bei dem erfolgreichen Durchlauf ist eine Spielfigur erfroren, der andere ist einfach trotz aller Zuwendung abgehauen, um dann an der Grenze erschossen zu werden, und die Dritte erlag ihren schweren Verletzungen … und die 4. Überlebende ist tief traumatisiert, aber sie hat den Krieg überlebt!^^
  • Ansonsten zocke ich aktuell gerne an Gemeinschaftsspielen Back4Blood mit meinem Bruder, seiner Freundin und einem gemeinsamen Kumpel. Manchmal spielen wir auch DeadByDaylight. Mit dem einen Kumpel zocke ich ab und zu auch „It Takes Two“ – kann ich als Koop-Spiel sehr empfehlen, ebenso wie das Spiel „A Way Out„.
  • Hellraiser: Revelations – Die Offenbarung hat mich nicht vom Hocker gerissen. Eigentlich wollte ich mir ja „Judgment“ aus der Reihe anschauen, aber das gab es bei Amazon Prime Video nicht zum Leihen. Dafür war „I Spit On Your Grave 2“ gar nicht schlecht. Der erste Teil hat mir schon gut gefallen.
    Ich sollte öfter solche Videoabende machen. Als nächstes werde ich mir „Ein Mann namens Ove“ anschauen. Wenn der vom schwarzen Humor her so gut wird, wie „The Guard“ , wäre das super. … Und irgendwann 2022 werde ich auch wieder Filmabende mit meinen beiden Kumpels machen. Ja, das habe ich mir fest vorgenommen.