Zwischenstand

Die letzten zwei Wochen sind mal wieder wie im Flug vergangen. Es fehlte an Schreiblaune und teils auch an Zeit, daher hole ich das nun nach:

Arbeit und Corona:
Die Bürovorsteherin hat von mir Dank freundlicher Inspiration von laluna80 den Spitznamen „der Drache“ erhalten.^^
Wie es weiterging: Der Drache sollte keine Gelegenheit mehr bekommen, sich wegen der ach so schlimm unzuverlässigen Schnelltests neue Schikanen für mich auszudenken, denn er ist seit zwei Wochen durchgängig krankgeschrieben. So hatte ich eine ruhige Zeit, in der mir niemand die Ohren vollgejammert hat mit seiner Corona-Panik. Mal sehen, ob der Drache nächste Woche wieder zurück ist.

Hinsichtlich des von unseren hochverehrten Politikern angekündigten Abbaus der Corona-Maßnahmen im März 2022 bin ich skeptisch. Es würde mich inzwischen auch nicht mehr wundern, wenn sie Maßnahmen wie 3G am Arbeitsplatz mit täglicher Schnelltestpflicht für Ungeimpfte zur „Basismaßnahme“ deklarieren, die dann auch über den März hinaus bis in alle Ewigkeit fortgesetzt wird. Ich glaube insoweit erst an Besserungen, wenn sie tatsächlich eintreten. Das Übel einer etwaigen allgemeinen Impfpflicht hängt nach wie vor über uns -auch wenn die Einführung inzwischen fragwürdiger denn je erscheint – und auch wenn sich inzwischen Widerstand regt, ist die Impfpflicht für die Beschäftigten im medizinischen u. pflegerischen Bereich noch lange nicht vom Tisch. Die Betroffenen tun mir Leid und ich drücke ihnen fest die Daumen, dass dieser Unsinn schnellstmöglich wenigstens jetzt wieder gekippt wird.
Schön wäre auch, wenn ich Ende März dann endlich mein Auto in die Vertragswerkstatt bringen könnte … .

Ansonsten konnte ich mich am Arbeitsplatz räumlich verbessern:
Das ehemalige Büro des Illuminaten ist jetzt mein. Ha, wer hätte das gedacht?! Seitdem habe ich ein tatsächlich sehr repräsentatives Büro, mit schönen hohen Wänden, Stuckleisten an der Decke und elektrischen Rollläden usw.. Außerdem muss ich mir nicht mehr die Lästereien Gespräche von Scharfzahn im Nebenzimmer anhören, sondern sitze in ruhiger Umgebung, was mir echt gut tut. Stolz bin ich auch, weil ich das Büro auch deshalb bekommen habe, weil ich mich nach etwas Zögern getraut hatte, danach zu fragen. Die gesamte Belegschaft hat mir sehr herzlich zu dem neuen Büro gratuliert und sich aufrichtig mit mir gefreut. Als ich zum ersten Mal am ehemaligen Schreibtisch des Illuminaten gesessen habe, habe ich innerlich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Freizeit:
Mir macht Zocken am PC wieder richtig Spaß, was ein gutes Zeichen ist. Und so habe ich u.a. stundenlang RDR 2, Crusader Kings 3 und Cyberpunk2077 gespielt. Seit dem Update 1.5, was tiefgreifende Änderungen mit sich gebracht hat, ist Cyberpunk2077 richtig klasse geworden und gefällt mir richtig gut.

Gar nicht gut lief es mit Schlaf, Bewegung und Sport. Unter der Woche habe ich mit Schlafproblemen zu kämpfen gehabt und bin letztlich selbst dann erst kurz nach 3 Uhr morgens eingeschlafen, wenn ich kurz nach Mitternacht ins Bett gegangen bin. Unter der Woche schlafe ich seit Jahren meistens zu wenig, weil ich erst spät müde werde und ’ne Nachteule bin, aber in den letzten Monaten hat es sich echt in eine krasse Richtung entwickelt. Sicherlich ist auch der fehlende Sport daran mitschuldig, weil mein Körper Dank des Bürojobs ohne Sport einfach zu wenig Bewegung hat und so dann nochmals später erst ausreichend „bettmüde“ wird. Daran ändert selbst der Schlafmangel des Vortages leider nichts, der macht nur, dass ich in den ersten Stunden nach der Arbeit zu müde für Sport bin, bevor ich dann nach 22/23 Uhr allmählich wieder munter werde.
Dadurch komme ich auch kaum an die frische Luft. Dank der Vitamin-D-Tabletten ist wenigstens das fehlende Sonnenlicht ausgeglichen, aber ich sehe auch für meine Verhältnisse sehr blass aus. Die ständigen Beschwerden wegen der Histaminsache sorgen dann auch nicht für ein lebendigeres Aussehen.

An den Wochenenden hatte ich nämlich oft das Problem, von freitags auf samstags starke Probleme mit meiner Histaminintoleranz zu bekommen, die sich dann bis einschließlich Sonntag hinziehen. Man kann sich das grob wie eine Mischung aus Migräne und Heuschnupfen vorstellen. Hinzu kommen Ödeme nebst durcheinandergewirbelte Temperaturregulation (Frieren, Schwitzen, Hitzeflush) und Kreislaufsystem und entsprechend ausgeknockt bin ich dann auch alles in allem. Rausgehen lockt mich wegen der Lichtempfindlichkeit und der werten Mitmenschen draußen in diesen Phasen ebenfalls nicht, ich brauche dann eine reizarme Umgebung und viel Ruhe bei möglichst keiner Kommunikation mit anderen.
Zusammen mit dem Umstand, dass ich sehr spät ins Bett gegangen bin, habe ich die Wochenenden im Ergebnis dann auch weitgehend verschlafen und war in der wachen Zeit zu ausgeknockt, um Sport zu machen. Stattdessen habe ich vor allem gezockt, was ja an sich nicht schlecht ist. Allerdings müsste ich mich wirklich wieder besser ernähren, unter der Woche mehr schlafen und mich mehr bewegen im Alltag.
Und eigentlich würde ich mich grundsätzlich auch mal wieder mit meinen Kumpels verabreden, aber das geht natürlich nicht, wenn ich an den Wochenenden so in den Seilen hänge. …
Ansonsten geht es mir aber alles in allem gut. Und die erwähnten „Dauerbaustellen“ werde ich bestimmt auch mit etwas Zeit zumindest wieder etwas besser in den Griff bekommen. Der obige „Teufelskreislauf“ ist ja nicht unüberwindbar. Vielleicht kann ich irgendwann Ende 2022 (?) oder so auch wieder in einen Sportverein gehen. Aktuell geht das ungeimpft hier nicht. Ich würde gerne wieder Taekwondo machen und hätte hier auch einen Verein in der Nachbarstadt, dessen Trainingszeiten tatsächlich ausnahmsweise nicht mit meinen Arbeitszeiten kollidieren. Unabhängig davon muss ich mich aber im Alltag mehr zusammenreißen, so dass ich mich wieder histaminärmer ernähre, Bewegung/Sport als feste Tagesroutine einbaue und so auch eher ins Bett und zu mehr Schlaf komme.

P.s.:
Die Musik ist in Cyberpunk2077 auch sehr stimmungsvoll. Wer u.a. im Afterlife im Spiel war, weiß, was ich meine.

Film- & Spieltipps

Durch einen Bekannten bin ich auf den Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ (Netflix) aufmerksam geworden. eigentlich kann man mich mit den Eurovision Song Contest jagen, ich finde die Veranstaltung grausam, aber als Parodie war es sehr unterhaltsam. Mein Favorit ist der russische Auftritt und Nebendarsteller, sehr gut gemacht!

Schaut euch den Film an, dann versteht ihr, warum ich bei dem Auftritt grinsen muss:

Ansonsten habe ich mir am Wochenende die Spiele „Star Wars Jedi: Fallen Order“, „Total War: Warhammer 2“ und „Spirit Of The North“ gekauft.
Ganz so viel bin ich noch nicht zum Zocken gekommen, aber alle Spiel machen soweit einen guten Eindruck. Bei Star Wars Jedi: Fallen Order hätte ich allerdings nicht erwartet, dass es so viele Anleihen an Tomb Raider hat, auch wenn das nun ja nichts Schlechtes bedeutet. Die Tomb Raider-Reihe mag ich sehr. Etwas schade finde ich, dass es kein aktuelles RPG für Star Wars gibt; eben ein Spiel, in dem man sich z.B. zwischen Siths und Jedis entscheiden kann usw.. Das hätte mal was. Zuletzt habe ich endlich auch mal wieder Dead By Daylight gespielt und finde die ganzen Neuerungen in dem Spiel ganz ok; die neuen Survivor gefallen mir auch; die neuen Killer konnte ich bisher noch nicht testen, da man ewig auf ein Spiel warten muss, wenn man als Killer starten will und sich noch nicht hochgespielt hat.

Mit meinem neuen Curved-Monitor bin ich äußerst zufrieden. Entschieden habe ich mich für den AOC CQ32G1, 2560 x 1440, 144 Hz. Außerdem hatte ich mir passend dazu einen „Greifarm“ als Halterung für den Bildschirm besorgt, was sich ebenfalls sehr bewährt hat und deutlich komfortabler ist, als der übliche Standfuß.
Mein alter Bildschirm war recht breit, aber in der Höhe schmal (2560 x 1080), was auch ok war, aber auf Dauer habe ich einfach die Höhe vermisst und wollte daher nicht wieder so einen eher schmalen Bildschirm.
Bei dem Curved-Monitor zahlt sich die gebogene Form tatsächlich aus in den Spielen; ich finde das angenehmer und sehfreundlicher.

Was sonst noch war:
– ich hoffe, mein Kumpel schafft seine Examensprüfung
– schwarze Fingernägel haben etwas; vielleicht lackiere ich mir die öfter im Urlaub; im Beruf würde sich das etwas schlecht machen.^^
– Sonnenuntergänge machen mich melancholisch, keine Ahnung warum.
– das erste Mal wieder Laufen nach einer längeren Pause ist nur halb so schlimm, wie befürchtet
– Backofen-Pommes schmecken mit Pommes-Salz besser
– Warum tragen die Mädchen & Frauen ausgerechnet bei der Rhythmischen Sportgymnastik und beim Turnen eigentlich so knapp geschnittene Kostüme, im Gegensatz zu den Jungs & Männern? Bei den erwachsenen Frauen kann man ja sagen, dass das deren Bier ist, aber bei den Kindern?
Also ich habe mich als Kind immer geweigert, beim Leichtathletik diese doofen „bikiniartigen Hosen“ anzuziehen, die die Oberschenkel so betont haben, um dann halbnackt vor dem Publikum Sport machen zu sollen, während sich die Jungs normal anziehen durften. Ich habe immer meine Hosen und T-Shirts vom Handball angezogen, trotz all der Missbilligung der Erwachsenen (O-Ton meiner Eltern: „Sei doch mal normal, das trägt man eben so; außer dir denkt sich da keiner was dabei.“). Warum soll ich auch beim Sport halbnackt rumlaufen; noch dazu als Kind?! Und bei der RSG machen die ja erst recht all diese „Verrenkungen“ etc.. Als Sportler würde ich darauf bestehen diese Übungen gefälligst in einer Kleidung machen zu dürfen, bei der man nicht unfreiwillig zum Erotikdarsteller für die Zuschauer mutiert.

Omnimar

Beim ersten Mal Reinhören haben mich die beiden Lieder von Omnimar nicht angesprochen, obwohl ich z.B. den Song „Assassin’s Creed“ sehr mag. Nachdem ich später erneut über diese beiden Lieder gestolpert bin, musste ich meine Meinung revidieren.

(Ätzend finde ich nur, dass gefühlt seit Corona viel mehr Werbung bei youtube ist.)

Singende Drachen

Die Lieder von Halsey haben mir schon vorher gut gefallen, aber seitdem ich den Kommentar eines Youtube-Nutzers gelesen habe, dass er sich bei dem Song „Castle“ einen Drachen vorstellt, der das singt, bekomme ich bei Halseys Songs das Bild eines vor sich hin singenden Drachens nicht mehr aus dem Kopf; das passt einfach zu gut.^^

Blutzoll

Ich hoffe das bekommt niemand in den falschen Hals. Es hat auch nichts mit dem Virus zu tun, also keine Sorge. Wer sich schnell ekelt oder gerade isst, sollte besser wegklicken.

Es fing gestern mit dem ersten unschuldigen roten Tropfen an, der plötzlich vor mir auf die Keramik platschte, als ich mich gerade übergab. Ich habe ja schon viel erlebt beim Übergeben, inklusive Beinahe-Ersticken, aber Nasenbluten habe ich davon bislang noch nie bekommen. Nicht einmal in früheren exzessiven Zeiten, in denen es mich beim besten Willen nicht gewundert hätte.

Das gestern hat mich gewundert, weil es für mich nicht wirklich plausibel war. Erbrechen tue ich mich über die letzten Wochen betrachtet etwa 2-3/Monat, mit eher sinkender Tendenz und na ja einfach insgesamt vom Ausmaß her abnehmend; es würde mich nicht wundern, wenn es sich bald wieder final erledigt hat für die nächsten Jahre oder so. Allerdings mag ich mir in der Hinsicht nichts bestimmtes vornehmen, weil ich im Moment zwar Nichtübergeben insgesamt besser finde und das Bedürfnis danach eher gering ist, ich mich aber nicht so 100%ig überzeugt für die Option entscheiden kann, es einfach komplett sein zu lassen.

Außerdem übergebe ich mich je nachdem im Zweifel auch trotz eines gering ausgeprägten Bedürfnisses danach, oder andersherum übergebe ich mich trotz situativ etwas größeren Wunsches danach trotzdem nicht, ohne dass es mir schwerfallen würde. Erklären kann ich das nicht.

Manchmal beschleicht mich eh der Verdacht, dass mein Handeln, Denken und Empfinden generell öfters auseinanderfallen => Ich handel anders, als ich fühle und denke; und ich fühle anders, als ich handel und denke etc..

Immerhin hat das Nasenbluten gestern so schnell wieder aufgehört, wie es angefangen hat. Heute abend habe ich nach dem Abendessen ein paar bislang aufgeschobene Dinge erledigt. Später wieder in Ruhe habe ich erneut Nasenbluten bekommen. … Eigentlich bin ich so der Mensch, der so gut wie nie Nasenbluten bekommt. Die Ursache war schnell gefunden: Mein Blutdruck war zwar noch normal-hoch, aber höher, als gewöhnlich. Vielleicht sollte ich doch mal ein paar chronische (hausgemachte) Stressfaktoren aus meinem Alltag entfernen? Andererseits ist mein Alltagsstress überschaubar, je nach Sichtweise habe ich gar keinen echten Stress bzw. Grund, mich gestresst zu fühlen.

Wer dagegen derzeit richtig Alltagsstress hat, mehr als sonst ohnehin schon, sind mein Hausarzt und dessen Mitarbeiter. Meine Mutter musste heute dorthin und nach dem, was sie von dort berichtet hat, tut mir mein Hausarzt leid. Nicht nur wegen des Massenandrangs gleich an seinem ersten Arbeitstag nach einer Woche Ferien (die ihm aus tiefstem Herzen gegönnt sind), sondern auch, weil er gewissermaßen wie andere aus der Medizinsparte tagtäglich direkt an den (potentiellen) Seuchenquellen sitzt, kümmerlich bewaffnet mit einem Mundschutz (der Rest in der Praxis trägt zusätzlich so eine Art Kunststoffschutz vorm Gesicht). Ich drücke ihm und seinen Angestellten die Daumen.

Btw: Meine Mutter hat eine vorgeschädigte Lunge, den medizinischen Fachbegriff kenne ich nicht, aber von den Symptomen her ist das ein wenig wie Asthma, wobei die akuten Anfälle u.a. durch kalte Luft, Zigarettenqualm usw. ausgelöst werden. Jedenfalls muss sie dann husten, bekommt schlecht Luft und braucht tatsächlich im Zweifel Asthmaspray, weil sich die Lunge wohl verkrampft. Da es heute morgen noch sehr kalt war, bekam sie leider just in der Praxis einen Hustenanfall. In diesen Zeiten ist man damit natürlich direkt ganz weit vorne … in der Liste der spontan im Raum meistgehassten Personen.^^ O-Ton: „Die Leute hätten mich fast gelyncht.“

Wenn ich mir überlege, wie die Leute auf mich zu Zeiten der Schweinegrippe reagiert haben, als ich just im Bus einen Schnupfenanfall bekommen habe (zu viel Histamin eben), glaube ich ihr sofort.

Kristallfüchse und andere Merkwürdigkeiten

Am Wochenende habe ich Star Wars: Die letzten Jedi gesehen und muss meine bisherige schlechte Meinung über die neue Triologie revidieren; so schlecht war der Film gar nicht. Gerade auch nicht im direkten Vergleich zu den allerersten Filmen, die mir in etwas verklärter Erinnerung aus Kindheitstagen sind. Und so niedliche Wesen wie die Kristallfüchse stimmen mich zusätzlich gnädig.
Das ist wie bei Katzen, da bin ich machtlos.

Machtlos fühle ich mich im negativen Sinne derzeit auch bezüglich meines Alltags. Die letzte Sporteinheit ist mehrere Wochen her und obwohl ich mir fast täglich neu vornehme, den nächsten Abend (oder am Wochenende tagsüber) aber wirklich Laufen zu gehen Draußen, bekomme ich das nicht hin.

Gründe könnte ich viele aufzählen, angefangen davon, dass ich abends nach einem Tag voll mit Aufgaben und Anforderungen einfach am Ende meiner Selbstdisziplin angelangt bin. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich meine Beine beim Laufen wie Blei angefühlt, abgesehen von der schlechten Kondition, die mittlerweile im Keller angelangt sein dürfte.

Im Moment ist es abends zudem arschkalt, mir sind am Samstagabend beim erstmaligen Spazierengehen als spärlicher Ersatz zum Laufen trotz der Handschuhe die Hände fast abgefallen; außerdem habe ich selten solche Schmerzen nur durch Kälte in den Händen gehabt. Zuletzt hatte ich das einmal beim Skifahren in den Alpen vor zig Jahren. … Das Blöde ist auch, dass die Schmerzen auch nach dem Reinkommen ins Warme erst so richtig fies werden, bevor es besser wird.
Ob einem eigentlich unter solchen Umständen die Finger abfrieren können? Ist das medizinisch möglich? Und warum unternimmt mein unfähiger Körper nichts dagegen?! Reserven hätte er genügend, die er für die Wärmeproduktion verwenden könnte – macht er nur nicht, blöd wie er ist.

Ich verstehe meinen Körper nicht. Noch bis vor etwas über einem Jahr dachte ich, mein Körper würde endlich mal normal funktionieren, so nach Jahren mit mehr oder weniger ausgeprägter Schilddrüsenunterfunktion, und ich könnte ihm vertrauen.
Also das Vertrauen ist jedenfalls inzwischen wieder so ziemlich weitgehend dahin.

Mein Körper funktioniert zumindest nach meinem subjektiven Eindruck nicht wie ein normaler Körper und baut immer weiter ab.
Nicht einmal der Wasserhaushalt funktioniert normal; während der 2. Zyklushälfte ist es nochmals schlimmer seit etwa einem 3/4 Jahr, seitdem überhaupt die ganzen Beschwerden angefangen haben, mit denen ich mich seitdem chronisch herumschlage. Die Ursache finde ich einfach nicht und später kam dann auch noch diese auf Dauer etwas lästige Sache mit dem sporadischen Übergeben hinzu. Gut, dass ich meine Gene nicht weitergeben werde. Soll sich das bessere Genmaterial anderer Menschen durchsetzen.

Irgendwie habe ich auch aus dem Grunde keine richtige Lust, mich mehr als notwendig um meinen Körper zu kümmern. Warum etwas pflegen, das so defizitär ist? Dann doch besser den Gnadenschuss geben.
Dass ich mich überhaupt um ihn kümmere liegt an einer Mischung aus Pflichtbewusstsein und dem Bestreben, vor anderen Menschen – vor allem auf der Arbeit – nicht negativ aufzufallen bzw. kränklich zu wirken; gerade in diesen Zeiten nicht.

Das Positive am Virus ist immerhin, dass ich nun ohne aufzufallen mit Latexhandschuhen einkaufen gehen kann. Ich wollte immer schon mal Professor T im Supermarkt spielen. Außerdem hat sich die Richterin noch gemeldet und den einen Termin kurzfristig abgesagt. Auch andere Gerichtstermine sind kurzerhand mit Verweis auf das berühmte Virus auf den Sommer verlegt worden, mit zwei Ausnahmen, aber ich denke, dass auch die Termine vermutlich noch verlegt werden.

Wahrscheinlich wird sich die Virus-Sache noch weiter ziehen und auch hier schlimmer werden, denke ich. Italien, Spanien, der Schweiz und all den anderen betroffenen Ländern drücke ich die Daumen.

Man soll ja immer etwas Positives schreiben. Andererseits bin ich derzeit eigentlich fast nur erschöpft, komme privat zu fast nichts und bin von mir selbst und meinen Mitmenschen genervt, obwohl ich beruflich meinen Umsatz deutlich steigern konnte und eigentlich im Moment erfreulicherweise etwas entlastet bin und die immer noch genügend vorhandenden Angelegenheiten abarbeiten kann; dem Virus sei Dank.

Ein bisschen merkwürdig finde ich die Klagen einiger Mitmenschen über den verordneten sozialen Rückzug. So lebe ich quasi immer schon. Bei mir ist lediglich der Vereinssport weggefallen, aber alle anderen empfohlenen Maßnahmen wie Abstand zu anderen, sich nicht mit anderen verabreden und möglichst in den eigenen vier Wänden aufhalten etc. pflege ich in meinem Alltag seit Jahren. Es ist eine absolute Ausnahme im Jahr, wenn ich mich privat verabrede. Es ist aktuell doch sogar schöner, als normal, da man beim Spazierengehen im Feld und Wald nun wirklich fast keine anderen Menschen mehr trifft; auch auf den Straßen hier sind so gut wie keine Menschen mehr. Paradiesisch!
Zu hören, wie schlimm nicht wenige so ein Leben bereits nach wenigen Tagen finden, macht mich etwas ratlos. Ich würde denen gerne etwas Freundliches und Ermunterndes sagen, fürchte aber, dass einfach nur mein geballtes Unverständnis ankommen wird.

Wenn ich mir was wünschen könnte, wäre das ein Impfstoff gegen Corona, Sommer mit Wärme und langen, hellen Abenden für Eulen wie mich und eine Katze. … Wobei die Katze vielleicht doch lieber nicht; diese Miniatur-Tiger sind so anspruchsvoll und inkompatibel zu meiner berufsbedingten häuslichen Abwesenheit tagsüber. Ein im benachbarten Wald freilebender Polar- oder Kristallfuchs, eine Wildkatze, ein Luchs und ein Rabe wären besser.

Die Einschläge kommen näher…^^

Das Pokemon da oben heißt Pangolin und ist mit seinen Artgenossen möglicherweise die Keimschleuder 0.

Was soll ich sagen – letzte Woche die italienische Auszubildende, heute auch noch der junge Kollege, der gleich ganz Zuhause geblieben war, da er „erkältet sei“. Passenderweise wurden in seiner Heimatstadt die meisten Corona-Fälle hier in der Gegend festgestellt.

Ich entdecke eine Gemeinsamkeit: Beide hatten kurz vor ihrer Erkrankung ungewöhnlich viel räumlich-nahen Kontakt mit mir. Wahrscheinlich bin ich insgeheim das Wirtstier und die Seuchenquelle.

Mein einer Chef wollte auch was von dem Virus haben und ist erst einmal ins corona-verseuchte Ausland verreist, zu Fortbildungs- und Freizeitzwecken. Ich fürchte, der Virus überlebt den direkten Kontakt mit ihm nicht; mein Chef ist mit allen Wassern gewaschen und latenter Workaholic, der hat gar keine Zeit zum Krankwerden und besitzt die Spezialfähigkeit, durch Arbeit zu regenerieren. Sieht also schlecht aus für Corona, aber vielleicht reicht es ja als Mitbringsel für andere.

Allen ein corona-freies Wochenende!

Zeitstress & Müdigkeit

Mein Bruder hatte sich gestern noch gemeldet, ungewöhnlich friedlich, und so hatte es sich letztlich spontan ergeben, dass wir mit einem gemeinsamen Bekannten noch gezockt haben bis kurz vor 2 Uhr. War gut.

Bis ich müde war, wurde es fast 6 Uhr morgens. Spontan lange aufzubleiben, geht bei mir als Eule automatisch, leider. Heute am Sonntag bin ich das erste Mal gegen 10 Uhr wachgeworden, danach muss ich wieder eingeschlafen sein und bin um kurz nach 14 Uhr dann richtig aufgewacht.

Bis ich zu irgendwas fähig war, war es kurz vor 16 Uhr. Außer Einkaufen, Laufen und Zocken hatte ich gestern nichts mehr gemacht. Gewicht war gestern noch bei 53,7 kg – die letzten Monate habe ich die 53 nicht mehr vor dem Komma gesehen. Heute dürfte das Gewicht wieder etwas höher sein, aber die Richtung stimmt.

Um in der „realen Welt anzukommen“ und mich noch wenigstens etwas zu bewegen, werde ich jetzt Laufen gehen -dann eben mal wieder nach Sonnenuntergang- , danach Duschen, Wäschewaschen, Putzen (außer die Fenster, die können warten), Aufräumen und noch etwas für morgen vorbereiten.

Ich weiß nicht, ob ich gestern und auch heute zu viel histaminhaltigen Kram gegessen habe, jedenfalls fühle ich mich so (man kann sich das in etwa wie einen schweren Kater vorstellen; als hätte man gesoffen). Gegen diese Vermutung spricht allerdings, dass ich normalerweise bei zu viel Histamin auch Schnupfen bekomme; das habe ich nicht. Die Müdigkeit hat also wohl doch andere Gründe; keine Ahnung, welche das sind. Hätte ich nicht noch was zu erledigen und müsste ich nicht morgen arbeiten, wäre ich einfach im Bett liegengeblieben.

Nach einem Liter zuckerfreien Energiedrink fühle ich mich immerhin in der Lage, mehr als 20 m am Stück zu gehen und einigermaßen fokussiert zu denken. Mir kommt einfach alles so irreal vor, als wenn man irgendwo weit weg wäre. Außerdem ist meine Stimmung irgendwie etwas gedämpft mit den üblichen „alles ist sinnlos in meinem Leben“-Gedanken; das sollte ich irgendwie zügig ändern.

Das reale Leben und die reale Zeit läuft dummerweise währenddessen weiter.