Urlaubschaos

Endlich eine Woche Urlaub. Gute Vorsätze hatte ich in weiser Selbsterkenntnis erst gar nicht gemacht, denn ich hätte sie eh allesamt binnen kürzester Zeit gebrochen.

Den Einstieg in den Urlaub habe ich Freitagabend typischerweise damit begonnen, dass ich die Nacht mit Red Dead Redemption online durchgezockt und anschließend bis Samstagnachmittags geschlafen und alles Mögliche geträumt habe.

Es mag ein gewisser unvernüftiger Trotz dabei gewesen sein, weil mich in meinem offiziellen normalen Leben insbesondere beruflich das ein oder andere gestört hatte; zu allem Überfluss durfte ich mich an meinem letzten Arbeitstag noch unverdient mit der Zickigkeit meines einen Chefs rumschlagen, weshalb ich mich total auf meinen ersten Arbeitstag nächste Woche freue. Nützt zwar nichts, aber jedenfalls konnte mich mein bürgerliches Leben vorübergehend mal, wofür ich prompt die Quittung bekam – verdient.

An mein Wochenende habe ich darum auch ohne Alkohol oder anderen Drogen kaum Erinnerungen, außer dass ich die Nacht zum Tag gemacht und reichlich chaotisch gelebt habe. Das hat sich auch auf mein Essverhalten erstreckt; dass ich mich je am Sonntag und am Montag einmal übergeben habe, hat da auch nichts besser gemacht. Ich könnte nicht einmal sagen, wo da eigentlich der Sinn gelegen haben sollte. Zumal meine anderen Mahlzeiten nicht besser waren, auch sehr histaminhaltig, ohne dass ich sie erbrochen hätte. Man erkennt also die Unlogik.

Dank zu viel falschem Essen (zu salzig, zu zuckerhaltig etc.), Erbrechen, meiner Histaminintoleranz, Essen ohne Hunger, kaum Bewegung und einer maximal günstigen Zyklusphase habe ich es geschafft mir ein Donnerstag noch recht gutes Körpergefühl sowie konstruktive Tagesstrukturen binnen kürzester Zeit zu ruinieren.

Nun bleiben mir zwei Tage, in denen ich den Schaden so gut wie möglich beheben kann (oder auch nicht), bevor ich anlässlich eines Geburtstages meine Familie „besuchen darf“. Zu meiner großen Freude hat sich auch kurzfristig mein Bruder angekündigt; immer wenn man denkt, es könnte nicht schlimmer kommen … .

Dort kann ich Sport und alles andere, das bei mir einem guten Körpergefühl zuträglich wäre, vergessen. Aber wie die letzten Tage gezeigt haben, schaffe ich es im Zweifel auch alleine sehr gut mir Selbiges zu nehmen. Klassischer Fall von selbst schuld. Irgendwie müsste ich diese selbstdestruktiven Impulse in mir mal endgültig loswerden.

Immerhin positiv: Ich habe es endlich mal geschafft die 4. Staffel von The Last Kingdom zu schauen und meinem Stromanbieter bezüglich meines Guthabens zu antworten.

Wenn ich wieder ein besseres Funktionslevel erreicht habe, schaffe ich es möglicherweise sogar, meine Fenster zu putzen und meinen Schreibtisch aufzuräumen. Eigentlich sollte ich auch noch meinen sozialen Kontakten ein Lebenszeichen senden, sonst haben die sich bald erledigt. Das Problem ist nur, dass ich so überhaupt keinen Antrieb in die Richtung habe; wenn ich soziale Kontakte wenigstens vermissen würde, aber das ist so nie der Fall.

Wenn ich es mir frei aussuchen könnte, würde ich am liebsten mindestens einen Monat niemanden sehen oder treffen müssen, sondern vor mich hinvegetieren mich in irgendwelche Fantasywelten oder noch besser gleich ins Bett zum Dauerschlafen verkriechen. Es lebe die Verdrängung.

Aber so funktioniert das Leben nicht und danach hat man nur noch mehr Unannehmlichkeiten, mit denen man sich rumschlagen muss. Daher werde ich es am heutigen Dienstag mal wieder mit einer halbwegs normalen Tagesstruktur und Sport versuchen. … Nicht, dass ich mir das bereits für Montag vorgenommen hatte – wie man lesen kann höchst erfolgreich.

Maskerade

Allmählich lerne ich die Vorteile der Maskenpflicht zu schätzen. Gerade beim Einkaufen mag ich die „Teilanonymität“, die einem die Maske verleiht. Fehlt nur noch der Tarnumhang, um es perfekt zu machen.

Einzig bei meinem Stammgericht habe ich die Maske im bislang ersten Termin seit den Umwälzungen infolge der Pandemie nicht benötigt. Demnächst stehen weitere Gerichtstermine an, bei denen das möglicherweise anders gehandhabt werden wird. Auf jeden Fall legen die Gerichte hier sehr viel Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände im Gerichtssaal.

Privat habe ich Corona fast vergessen mich an die unsichtbare mögliche Präsenz des Virus‘ vollständig gewöhnt. Mir wird die Idee immer sympathischer, mir den Virus als niedliches Stofftier nach Hause zu holen (=> siehe auch).

Bei meinen guten Vorsätzen in punkto Abschalten und persönliche „Gesundheitsfürsorge“ wie Sport/Bewegung, Sonnenlicht, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung & Gewichtsreduktion etc. habe ich nur wenig Fortschritte gemacht, wenn überhaupt.

Mein Hauptproblem ist der schlechte Kreislauf aus Müdig- und Antriebslosigkeit direkt nach der Arbeit abends, die sich später verringert, so dass ich dazu neige, meine Abendstunden zu weit auszudehnen „um noch etwas von meiner Freizeit zu haben + abzuschalten“ und letztlich viel zu spät ins Bett gehe. Dadurch steigt wiederum das Erholungsbedürfnis am Folgeabend; idR lande ich mangels Energie und Lust auf garnichts dann erst recht vor dem PC anstatt noch aktiv etwas zu machen, das meine Freizeitqualität erhöhen würde, wie z.B. Sport, Zocken, Netflixen oder Aufräumen. Dadurch gehe ich auch nicht früher ins Bett etc..

Dieser „Teufelskreislauf“ wird durch das lange Ausschlafen an den Samstagen unterbrochen, wodurch zwar der Schlafmangel ausgeglichen wird. Allerdings stehe ich dadurch auch erst entsprechend spät gegen mittags oder später auf und werde noch später müde abends. Im Grunde entfaltet sich mein sonst mehr oder weniger erfolgreich in Schach gehaltener „Eulen“-Tag-Nacht-Rhythmus auf diese Weise erst recht und die Gefahr ist groß, Sonntagabends auch wieder zu spät einzuschlafen. Zynisch ausgedrückt kämpfe ich dadurch praktisch täglich in irgendeiner Form gegen die tickende Zeit und meine Biologie. Es ist auch nicht gerade zufriedenstellend, wenn man sein Wochenende halb verschläft, halb aufgrund von Antriebslosigkeit „verplempert“ und gegen Sonntagabend feststellt, was man eigentlich alles hätte machen wollen (was unter der Woche zeitlich nicht gepasst hat nach der Arbeit).

Ich müsste zunächst im 1. Schritt einerseits pünktlich ins Bett gehen, an jedem Tag, und andererseits irgendwie den Arbeitsstress reduzieren plus besser abschalten anstatt zu grübeln, weil sonst die Regeneration in der Freizeit nicht ausreicht, um die Batterien wieder aufzuladen. Das sind so die Kernpunkte. Gut wäre auch im 2. Schritt der Rest wie Sport und Sonnenlicht wenigstens abends, gesunde Ernährung usw..

Im 3. Schritt würde ich dann wohl auch wieder Motivation zur und Freude an meiner Freizeitgestaltung entwickeln, die ich die meiste Zeit nicht habe. Ironischerweise deprimiert mich das wiederum zusätzlich, obwohl das ja alles im Grunde selbst gemachte und aufrechterhaltende Probleme sind.

Osterwochenende

Karfreitag war gut. Zwar habe ich lange geschlafen und war zunächst nicht sonderlich motiviert zu irgendetwas. Aber ich habe mich dann doch zum Packen und einer Runde Laufen überwunden, bei der mir ungewohnt viele Spaziergänger begegnet sind. Außerdem war es für mich ungewohnt hell und heiß; irgendwie schön, aber auch unangenehm.
Die letzten Tage habe ich ja immer bis abends im Büro verbracht und insofern nur am Rande mitbekommen, dass hier quasi schon der Sommer ausgebrochen ist; nachdem es hier letzte Woche noch Minustemperaturen gegeben hat. Ich wusste gar nicht, wie hell es tagsüber in der Sonne ist. Beim Laufen war mir dadurch etwas schwindelig, zumal mir Sport direkt nach dem Aufstehen nicht liegt kreislaufmäßig, aber irgendwie ging es dann doch. Danach ging es zu meinen Eltern.

Karfreitag haben wir Lachs mit so einer Kräutersahnekruste, Kartoffeln, Kräuterbutter und Gurkensalat gegessen. Als Nachtisch gab es Torte; so ein Teil mit Biskuitboden, Pfirsichen und dieser durchsichtigen, süßen Geleemasse. War alles in allem gut.

Abends gab es Käse, Gurken und später etwas Schokolade. Wir haben uns diese Serie mit Pastewka und „Merz gegen Merz“ mit Christoph Maria Herbst (der Stromberg-Darsteller) angeschaut. War lustig, obwohl ich bislang kein Fan von Pastewka gewesen bin. (So ging es mir auch mit der Serie „Dr. Psycho“ mit dem Ulmen, mit dem ich vorher nichts anfangen konnte.) Und den Herbst mag ich eh von Stromberg.

Der Samstag war auch weitgehend entspannt: Frühstück mit Brötchen, danach mit meinem Vater Autoreifen wechseln, Luftdruck etc. kontrollieren etc. und das Fahrzeug polieren usw.. Ich bin immer wieder fasziniert von all den Pflegemitteln, Schwämmen etc., die mein Vater angeschafft hat. Da ist für meinen Pkw alles dabei. Nun sieht der kleine Wagen fast wieder wie neu aus.

Zum Mittagessen gab es heute Möhreneintopf mit Mettwurst und Senf sowie Reibeplätzchen (mit Rübenkraut^^). Später kamen noch Eis und Amarenakirschen plus etwas Erdbeer-Joghurt-Schokolade (Rest von gestern) dazu.

Soweit alles sehr angenehm und friedlich. Getrübt wurde der Friede nur durch die Anrufe meines Bruders, der derzeit mal wieder völlig am Rad dreht und alle terrorisiert; im Moment hat er sich mal wieder auf unsere Mutter eingeschossen. Ich mag dazu gerade nichts weiter schreiben; kurz gesagt ist mein Bruder eben ein pathologischer (erfolgloser) Narzisst, der nicht mit und nicht ohne andere kann.
Die Psycho-Spiele, die er regelmäßig abzieht, sind unter aller Sau. Ironischerweise steht er sich selbst extrem im Weg. Ich denke nicht, dass er sein Leben jemals auf die Reihe bekommen wird. Blöderweise versucht er aus seiner Unzufriedenheit heraus, anderen deren Leben schwer zu machen, wo er kann. Falls ich mal von seinem Tod erfahren sollte, wäre ich wohl nachdenklich, aber auch definitiv erleichtert.

Sonniger Samstag

Der heutige Samstag war weitgehend schön. Endlich wärmere Temperaturen und viel Sonnenschein. Bis mittags hatte ich auch ausgeschlafen, da ich erst morgens gegen 6 Uhr ins Bett gegangen bin. Schuld daran war der fesselnde Online-Modus von Red Dead Redemption 2, den ich erstmalig begeistert ausprobiert hatte. Das Spiel ist sowohl im Singleplayer-, als auch im Multiplayer super.

Erfreulicherweise war ich ausnahmsweise hochmotiviert und habe ein paar bislang liegengebliebene Aufgaben erledigt. Danach gab es selbstgemachte „Kräuterkartoffeln“ mit ebenfalls selbstgemachten Kräuterquark. Die Zubereitung ist denkbar einfach und die Kartoffeln schmecken mir noch besser, als die Fertigvariante aus dem Tiefkühlfach (die auch nicht schlecht ist):
Kartoffeln kochen, in Scheiben oder „Stifte“ schneiden und in eine Marinade aus Kräutern (frischer Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, etwas Chiliflocken) + geschmolzene Kräuterbutter + Olivenöl einlegen. Ganz ähnlich beim Quark, nur dass ich für den Pfeffer, etwas Zucker und Limettensaft + geschmolzene Knoblauchbutter + die anderen Kräuter genommen habe. Die marinierten Kartoffeln kommen anschließend noch eine Weile in den Backofen, bis sie knusprig-braun sind.

Das Ganze hatte ich spontan „frei Schnauze“ gemacht, insbesondere bzgl. der Dosierung der Kräuter etc., und war insofern erleichtert, dass es am Ende erstaunlich gut geschmeckt hat.

Später am Tag, gegen Abend, bin ich tatsächlich Laufen gegangen. Spaß gemacht haben die Trittübungen an einer beschaulichen Stelle im Wald; ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn das Kampfsporttraining irgendwann in drei Monaten oder so wieder anfängt. Nur teilweise Spaß gemacht hat das Laufen selbst, weil mir währenddessen übel war. Deshalb ist es auch eher eine Mischung aus Laufen und Spazierengehen geworden.

Nach dem Laufen musste ich mich etwas beeilen mit Duschen etc., um noch schnell einkaufen gehen zu können. Auch nach dem Einkaufen war mir noch übel. Meiner Galle hat mein Mittagessen offensichtlich nicht gepasst.

Leider habe ich eine etwas überempfindliche Galle, die manchmal „angefressen“ reagiert. Mediziner nennen das Gallenwegsdyskinesie. Die genetische Disposition habe ich von meiner Mutter, die das gleiche Problem mit ihrer Galle hat.
Meistens habe ich keine akuten Probleme damit, außer einmal im letzten Sommer sehr stark, so dass ich eine Weile kaum etwas vertragen habe ohne quasi gleich wieder Gallenkoliken zu bekommen. Meistens äußert sich diese Überempfindlichkeit aber nur vereinzelt und in milder Form, so wie heute.

Zum Glück hilft mir ein Medikament recht gut dagegen, das ähnlich wie Gallenflüssigkeit schmeckt. Aber bekanntlich schmecken die wirksamsten Medikamente ja besonders scheußlich.^^
(kleiner Scherz! )

Wochenrückblick:
Mittwochabend hatte ich mich noch mal übergeben, natürlich wieder mit Nasenbluten. Mir war da schon nach dem insoweit normalen Abendessen latent übel, weil ich versehentlich ranziges Kürbiskernöl verwendet hatte. Das Weingummi, das ich danach gegessen habe, war grundsätzlich keine schlechte Idee, da das irgendwie magenberuhigend wirkt und gegen die Übelkeit hilft. Allerdings gilt das natürlich nicht, wenn man dann so wie ich aus einer „Scheißegal-Laune“ heraus spontan viel zu viel davon isst, bis einem von dem ganzen Weingummi erst recht schlecht ist. … Wie auch immer, nach dem Übergeben ging es mir immerhin deutlich besser.

Der Donnerstag und der Freitag sind dagegen soweit recht gut verlaufen, auch wenn ich an beiden Tagen abends nach der Arbeit weder Sport, noch einen Spaziergang gemacht habe. Am Donnerstag hatte ich mir -einer spontanen Laune folgend- für die Mittagspause drei Brötchen, zwei Schokobrötchen und so einen teilweise schokolierten Osterhasen mitgebracht, der aus dem gleichen Teig war, wie diese „Amerikaner“, die man in Bäckereien kaufen kann. Die Schokobrötchen und der Osterhase sind zu meinem Mittagessen geworden, die Brötchen gab es abends mit Käse bzw. Rübenkraut/Zuckerrübensirup.

Keine Ahnung, warum eigentlich Rübenkraut; das mag ich zwar, aber eigentlich esse ich das höchst selten (und eigentlich meistens nur zu Reibeplätzchen, die ich noch seltener esse). Genauso auch mit so Sachen wie den Schokobrötchen oder gar dem Osterhasen(teig).
Vielleicht werde ich mir zukünftig häufiger diese „Amerikaner“ kaufen; der Geschmack und die Konsistenz von dem Teig ist echt lecker. Ansonsten sind mir die meisten Sachen vom Bäcker tendenziell zu süß und klebrig; gerade wenn da so viel Zuckerguss drauf ist; auch die Sachen mit Sahne vertrage ich nur bedingt; je nachdem wird mir davon übel – das war bei mir immer schon so. Eigentlich schade, denn z.B. die Puddingplätzchen wären ohne den Zuckerguss ziemlich gut.

Freitag hatte ich nicht wirklich Hunger und heute auch nicht (heute vermutlich vor allem wegen der Gallensache bzw. der latenten Übelkeit). Gewichtstechnisch hat sich der Donnerstag offenbar bis zum Samstag wieder ausgeglichen. Das Gewicht ist zwar nach wie vor für meinen Geschmack etwas zu hoch und ein bisschen Wassereinlagerungen habe ich nach wie vor, aber ich hätte wirklich Schlimmeres erwartet. Zumal nach dem Übergeben an zwei Tagen hintereinander, der ungünstigen Zyklusphase und den ganzen leeren Kohlenhydraten (<= binden Wasser im Körper) vom Donnerstag hätte ich mit mehr Gewicht bzw. stärkeren Wassereinlagerungen gerechnet. Sollte sich der Wasserhaushalt meines Körpers etwa allmählich wieder normalisieren? … Auf jeden Fall bekommt mir die weitgehende, wenngleich nicht strikte Süßigkeitenabstinenz gut. Auch das Laufen heute war eine gute Idee.

Business as usual

Eigentlich ist mein Arbeitsalltag wie immer, es ist nur deutlich leerer auf den Straßen morgens und abends auf dem Arbeitsweg. Ideal für einzelgängerische Menschen, die gerne Abstand zu anderen haben. Gefällt mir an sich gut und es vermittelt viel mehr Ruhe, als sonst (ich bin da sehr reizsensibel) – auch wenn der Grund natürlich unerfreulich ist.

Mal sehen, ob die Richterin den Termin aufheben wird. Verdenken könnte ich es ihr nicht. Die Richter können sich das jeweils selbst kraft ihrer richterlichen Unabhängigkeit überlegen. Immerhin verlangt hier niemand Mundschutz und Handschuhe für seine Verhandlungen; sähe bestimmt skurril aus – da reißen die Roben auch nichts mehr raus^^.
Andererseits würde ich die Angelegenheit gerne abschließen. Gut, dass wenigstens die anderen Verhandlungen soweit noch stattgefunden haben. Ich bin über alles froh, das erledigt ist und hinter das ich einen Haken setzen kann.

Am Freitag oder Samstag werde ich wie üblich einkaufen gehen; ich kaufe idR meine üblichen Sachen nach, sobald die sich leeren, und hole lieber mit einem Beutezug alles, was ich so die nächste Zeit brauche, als jeden 3. Tag oder jede Woche loszumüssen. Und das wohlgemerkt lange vor Corona. Allerdings käme es mir nicht in den Sinn, kiloweise Mehl etc. zu kaufen; sind eher haushaltsübliche Mengen oder weniger.

Ich bin mal gespannt, wie es hier inzwischen im Supermarkt aussieht; meine Eltern haben mir aus ihren Jagdgebieten dazu wenig Erbauliches berichtet. Aus irgendeinem Grund reißen sich die Leute ausgerechnet um Toilettenpapier und bestimmte Konserven (man erkennt die Ladenhüter nun gleich viel besser). Können die nicht stattdessen lieber mal sämtliche Süßigkeiten, ungesunde Backwaren und alles andere, das ich prinzipiell mag, aber besser nicht essen sollte, aufkaufen?

Bin eh mal gespannt, weil ich meiner älteren Nachbarin angeboten habe, für sie miteinkaufen zu gehen; sie wird mir einen Zettel schreiben. Ich habe keine Ahnung, was und wo sie üblicherweise so kauft, aber notfalls werde ich wohl verschiedene Supermärkte ansteuern müssen.

Sport mache ich derzeit nicht, die Hallen sind zu; wobei ich zumindest kommendes Wochenende Laufen gehen möchte. Abends nach der Arbeit schaffe ich das seit Monaten derzeit energietechnisch unter der Woche nicht. Das wird aber sicher besser im Sommer. Falls man da noch rausgehen darf. Und ich habe momentan viel um die Ohren, wobei der gesellschaftliche kollektive Shutdown wenigstens etwas entlastet. Das muss ich unbedingt so gut wie möglich nutzen.

Das Wochenende bei meinen Eltern war sehr angenehm, nur das Essen ist mir etwas viel geworden – ich esse durchaus gerne an einem Tag mehr, aber dann habe ich am Folgetag automatisch weniger und noch später Hunger.; das funktioniert aber nicht bei meinen Eltern, da die einen anderen Essensrhythmus haben, als ich. Samstag gab es mittags Lasagne mit Mozzarella + als Dessert Eierlikörkuchen, abends frische Brötchen mit Rindersalami und als Nachtisch Kokos-Mochi – die Dinger liebe ich.

Die zwei kleinen Aufbackcrossaints + Marmelade zum Frühstück am Sonntag waren auch noch ok, aber hätten nicht sein müssen => wenn ich meine Eltern besuche, frühstücke ich aus Gewohnheit und Höflichkeit mit ihnen, mit manchmal gemischten Gefühlen; mir ist morgens noch nicht nach Essen und ich würde lieber warten, bis ich wirklich Hunger hätte. Sonntagmittag gab es panierten Fisch mit Kartoffeln + Kräuterbutter und Salat, als Dessert wieder Eierlikörkuchen. Nichts gegen Kuchen generell, aber es wäre mir lieber gewesen, meine Mutter hätte meinen Besuch nicht zum Anlass genommen, diesen blöden Kuchen zu backen. Die Reste sollte ich mitnehmen.
Klar, ich hätte auch ablehnen können; ebenso beim Dessert. Zwingt mich ja niemand. Aber Jasagen war irgendwie einfacher, ebenso wie das hinterher Erbrechen wieder zurück in meinen eigenen vier Wänden. Das könnte auch daran gelegen haben, dass mir bereits nach dem Dessert minimal übel war, weil es einfach mit dem Kuchen dazu zuviel bzw. zu fettig und Essen zur falschen Uhrzeit gewesen ist; meine Galle und Leber sind da sehr empfindlich – ist genetisch bedingt.

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich davor zuletzt übergeben habe, könnte so vor ca. 10 Tagen gewesen sein. Es ist eh wieder deutlich seltener, als in den einzelnen Phasen, die ich zwischendurch sporadisch hatte. Mir geht es insgesamt besser, seitdem ich fast keine Süßigkeiten mehr esse und den – größtenteils selbstproduzierten- Alltagsstress etwas reduzieren konnte (ist aber noch nicht im grünen Bereich).
Oder es liegt am hormonellen Zyklus? Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis der Mist wieder von vorne anfängt. Scheiß PMS, scheiß überflüssige Körperfunktionen und Organe.

Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass ich im Moment auf keinem allzu schlechten Weg bin. Gestern und Heute war ich beim Aufwachen viel erholter, als sonst. Und das an Arbeitstagen! Um den Haushalt habe ich mich die Tage auch gekümmert (v.a. um die Wäsche), wobei da noch einiges zu tun ist – ich muss irgendwie mal die letzten Umzugskisten und anderen Kleinkram entrümpeln. Sehr gut gefallen mir nach wie vor der neue Kühlschrank und der Herd; das hat sich echt gelohnt.

Wer in virenverseuchten Zeiten noch Geschenke für seine Lieben sucht, bitte:
Süße Stofftiere

Ernährungstipps für die Quarantäne:
Einfach Knäckebrot oder Brötchen mit Camembert belegen und mit Wildpreiselbeergelee bestreichen, kurz in die Mikrowelle – und fertig. Eines meiner Lieblings(fertig)gerichte.

Das Ganze geht auch super mit Pizzakäse – ich bevorzuge da Mozzarella wegen des geringen Histamingehalts. Den Käse dann am besten mit Oregano, Basilikum, Thymian bestreuen und vorher etwas Ketchup auf das Knäckebrot geben, darauf dann den Käse und die Kräuter => Mikrowelle.
Man kann natürlich auch noch Thunfisch oder Schinken etc. dazutun. Quasi „Pizza“ für extrem kochfaule Menschen, wie ich es oft bin.

Ebenfalls sehr zu empfehlen: Tiefkühl-Gemüse in allen Variationen. Dazu Fisch (z.B. tiefgekühlt) oder Fleisch <- kann man auch gut in Mehl wälzen oder panieren. So äh „koche“ ich meistens – also eigentlich brate ich das Ganze letztlich in der Pfanne; dazu nach Geschmack Gewürze geben.

Allen hoffentlich gute Gesundheit – und wer nun frei hat: Viel Spaß! Ich wüsste da diverse Filme/Games, mit denen man die Zeit genießen könnte. ^^

Tik Tok …

… meine Zeit läuft ab. Eigentlich renne ich mehrfach am Tag der blöden Zeit hinterher, weil sie immer zu knapp und meine innere Uhr falsch getaktet ist. So versuche ich mir seit der Schulzeit vergeblich beizubringen, dass ich meinen inneren 26/27-Stunden-Rhythmus gefälligst in den 24-Stunden-Tagesrhythmus zwängen muss.

Derzeit frage ich mich mal wieder, wofür eigentlich? Ich bin so müde davon, immer dagegen anzukämpfen, tagtäglich.

Derzeit bin ich nicht nur bei dieser Sache absolut motivationslos; mich frustriert zudem wie so oft mein spärlicher Fortschritt auf der Arbeit. Ich bin so unfähig. Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Schnelligkeit und so, you know?

Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte, ich wüßte nicht, ob ich noch einmal diese Berufsrichtung einschlagen würde. Das gleiche Gehalt könnte man auch deutlich entspannter verdienen, auch wenn die Arbeit ja an sich Spaß macht und sehr vielseitig + abwechslungsreich ist. Wenn nur nicht dieser Druck mit der Wirtschaftlichkeit und der Zeitstress immer wie ein Damoklesschwert über einem schweben würde . …

Es würde in meinem Umfeld absolut niemand verstehen – außer mein Bruder eventuell – aber einem Teil von mir wäre das insgeheim ganz recht, würde ich den aktuellen Job verlieren und irgendwo für deutlich weniger Geld, aber mehr Freizeit und weniger Stress arbeiten. Um Prestige oder ein hohes Einkommen unter Selbstausbeutung als Selbstzweck ist es mir nie gegangen und mein Lebensstil ist eher sparsam, mit weiterem Einsparungspotential. … Und bis ich in Rente gehen kann, sind die Rentenkassen eh vollends geplündert, ergo rechne ich nicht damit, eine Rente zu bekommen. Schon gar nicht, wenn ich nicht bis 70 arbeiten gehen möchte.

Was mich hindert von mir aus den Job zu wechseln ist, dass ich einerseits zwar eine hohe Berufsqualifikation erworben habe, andererseits ist es eine sehr berufsspezifische Qualifikation, mit einem begrenzten Berufsfeld.

Eine sinnvolle Nische in einer Schnittstelle, in der ich einerseits mein Ausbildungswissen einbringen könnte (=> wäre auch doof, das wegzuwerfen), mich andererseits nicht in den klassischen Berufsfeldern meiner Zunft bewegen würde, mit all ihren Nachteilen, habe ich bislang nicht entdecken können.

Es hatte schon seine Gründe, dass ich nach dem Abitur und nach dem 2. Staatsexamen jeweils versucht war, mir einen Job auf der niedrigsten Stufe – für Menschen ohne jegliche Berufsqualifikation – zu suchen. Lieber arm und glücklich, als zufriedenstellend verdienen, aber ständig gestresst sein und primär für die Arbeit leben. War klar, dass ich mich nicht getraut habe, das so durchzuziehen, sondern den üblichen Werdegang gewählt habe.

Ok, jetzt weiß ich, wie dieser Job ist, dass er durchaus Spaß machen sowie positiv herausfordern kann und dass ich deutlich mehr kann, als ich mir jemals selbst zugetraut hätte. Aber ob mich das die nächsten Jahre so glücklich macht? Und ob ich jemals schnell genug sein und regelmäßig „große Fische“ für mein Umsatzkonto an Land ziehen können werde, anstatt mit den kleinen Fischen überhäuft zu werden, die viel Arbeit bedeuten, aber wenig Umsatz (was mir an anderer Stelle wieder angekreidet wird)?

Ich weiß, dass das für meine Lebensunfähigkeit spricht, dass ich das alles nicht als positive „Herausforderung“ betrachte, mit der jeder Berufsanfänger mehr oder weniger konfrontiert ist, und das alles zuversichtlich angehe, sondern es mehr wie einen großen Stein erlebe, dem ich noch immer rechtzeitig ausweichen kann, der mich aber irgendwann überrollen wird.

Eigentlich müsste ich auch noch meinen Urlaubsantrag einreichen, auch wenn ich das ebenfalls stressig finde innerlich. (Ich hatte mal darüber geschrieben.) Zumal der Aktenberg nach der Urlaubsrückkehr ja noch höher ist, was schon am Ende des Urlaubs den Erholungseffekt nachhaltig beseitigt. Es wäre stressfreier, durchzuarbeiten, ohne Urlaub zu nehmen. Dann würde ich mehr geschafft bekommen.

Andererseits sagen mir meine Vernunft und Dritte, dass ich dann erst recht mehr Arbeit zugeteilt bekomme und letztlich in einem Teufelskreis lande.

Positiv an dem ganzen alltäglichen Stresslevel ist immerhin, dass ich kaum Muße habe, in passive Suizidwünsche abzugleiten, die sich darin äußern, dass ich mein Leben und das Weitermachen als zutiefst sinnlos empfinde und erleichtert wäre, würde ich bei einem zufälligen (echten) Unfall getötet werden, z.B. bei einem Verkehrsunfall, den ich nicht selbst verursacht hätte. Deshalb halte ich mich auch mitunter sehr ungerne auf Fußgängerüberbrücken über Autobahnen oder Bahnschienen oder Balkonen in größeren Höhen etc. auf. Auch wenn ich nie herunterspringen würde, mag ich diesen Sog dort in die Tiefe nicht, der mich dabei überkommt. Kennt das jemand? .. Ich glaube man muss dafür gar nicht mal passive Todewünsche haben.

Solche Phasen mit der Lebenssinnlosigkeit -ohne aktive Maßnahmen zur Lebensabkürzung- hatte ich immer mal sehr ausgeprägt und ich denke, so ganz wird dieses Empfinden nicht mehr verschwinden. Es begleitet mich seit etwa meinem 5. Lebensjahr und ich habe mich daran quasi gewöhnt. Kommt und geht eben, aber ist nie ganz weg, allenfalls schlummert es im Nebenraum.

Kommentare

Ich finde meine Figur und Körperzusammensetzung eigentlich nicht so exotisch, trotzdem gibt es gerade beim Vereinssport immer wieder erstaunte Reaktionen.

Keine Ahnung, ob ich genetisch Glück gehabt habe oder einfach noch die Gnade habe, von meiner früheren sportlichen Vergangenheit aus Kindheit und Jugend zu zehren. Möglicherweise sind viele in meiner Alters- und Geschlechtsklasse auch schlicht derart untrainiert und äh „verfettet“, dass man unter den Blinden gewissermaßen als Einäugiger König ist. Sonderlich trainiert bin ich nämlich für meine Verhältnisse seit Längerem nicht mehr gewesen. Ich fühle mich auch eher unsportlich und „spackig“.

Gleichwohl räume ich ein, dass mein Oberkörper relativ fettfrei ist, egal in welcher Gewichtsklasse. Dort findet man primär sich abzeichnende Knochen und Muskeln, selbst wenn ich lange keinerlei Sport mache. Meine Schwachstelle sind eher die Beine; obwohl die wohlwollend betrachtet auch schlank plus muskulös sind.

Wie viel schwerer die Beine insgesamt in Relation zum Oberkörper sind fällt mir immer bei einer Übung beim Sport auf:
Bei diesen Übungen, bei denen man die Beine gerade gestreckt möglichst flach über den Boden hält, während man auf dem Rücken liegt, rutsche ich immer unerbittlich ins Hohlkreuz, weil das Gewicht der Beine den restlichen Körper mitzieht. Um das zu verhindern, müsste ich mir Gewichte auf den Oberkörper legen.

Zu den Kommentaren:
Vielleicht ist es der Oberkörper, der mir diese Kommentare einbringt; es sind ja teilweise durchaus positiv gemeinte Bemerkungen.

Krass! Du hast für deine Größe echt viel Muskelkraft.

(Nee, habe ich eigentlich nicht; allerdings wundert mich oft, wie wenig Kraft die meisten meiner Geschlechtsgenossinnen haben. Irgendwie erschreckend.)

Sind das Knochen oder Muskeln?

(berechtigte Frage …)

Ihh, bist du knochig!
Du bist ja dünn!

(kommt ausschließlich von anderen Frauen. Von Männern kommen komischerweise immer Komplimente. Ich kann damit nichts anfangen, weil für mich wichtig ist, ob mir mein Körper gefällt. Natürlich sind Komplimente einfacher zu händeln, als die vorherigen Kommentare, die darauf abzielen, dass man ungesund dünn aussähe.)

Du bist viel schwerer, als du aussiehst.

(Das könnte hiermit zu tun haben:)

Du wiegst doch keine 50 kg!

(Ich wiege sogar deutlich mehr. Solche Kommentare höre ich öfter, spätestens dann, wenn man nach seinem konkreten Gewicht gefragt wird. Der Spruch kam übrigens von jemand anderem schon, als ich an die 60 kg gewogen habe. Im Gewichtschätzen sind Menschen echt miserabel.)

Ich hätte nicht gedacht, dass du so viel isst, so wie du aussiehst.

(Tss, und ich habe in Gesellschaft oft Sorge, aus Sicht anderer verdächtig zu wenig zu essen – „so wie ich aussehe“. Das kommt davon, wenn man mal lange im Fokus besorgter Mitmenschen stand in punkto Essensmenge und einem die Bissen tatsächlich in den Mund gezählt wurden.)

Mein Bruder:
Dein Körper sieht aus, als wäre er halbverhungert und hätte dann beschlossen, nur noch Muskeln zu produzieren.

(Ha, schön wär’s! … Hätte ich mal die Fotos noch mit 40 kg …)

Persönlich mag ich sich unter der Haut abzeichnende Knochen und von mir aus könnte mein ganzer Körper herzlich gerne fast nur aus Muskeln, Knochen und etwas braunem Körperfett bestehen. Ich habe es noch nie gemocht, wenn sich der Körper weich anfasst.
Wenngleich ich weiß, dass einige das eher eklig finden. Deshalb fühle ich mich beim Sport je nach Körperkontakt mit anderen unwohl, weil sich das ja für den anderen eklig anfühlen könnte.

Andererseits gefällt mir mein derzeitiges Gewicht absolut nicht, schon gar nicht die Tendenz nach oben im Vergleich zum März 2019 sowie das „unstraffe“ Gefühl durch die Wassereinlagerungen. Das sind gute 3 kg +, die ich zugenommen habe. (Mein Körperfettanteil ist von 12/13% auf ca. 15% gestiegen; ca. 1 kg sind wohl Fettzunahme.)

Selbst wenn ich 1 kg von den +3kg auf Wassereinlagerungen durch die überflüssigste Körperfunktion meines Körpers schiebe, auf die Periode, bleiben 2 kg+.

Außerdem habe ich nie sonderlich zu PMS-Beschwerden geneigt. Wenn ich nach den Wassereinlagerungen gehe, müsste ich 3 von 4 Wochen PMS haben; das kann ja auch nicht sein.

Ich muss mich wohl einfach mehr bewegen und weniger + gesünder essen. Dann friere ich auch weniger. Gerade Zucker bekommt mir eigentlich nicht, was man unter anderem am Hautbild sieht.

Hoffentlich wird es bald deutlich wärmer und länger hell abends. Das Wetter hier ist für Eulen wie mich ähnlich ungünstig wie die normalen Arbeitszeiten.

Zeitstress & Müdigkeit

Mein Bruder hatte sich gestern noch gemeldet, ungewöhnlich friedlich, und so hatte es sich letztlich spontan ergeben, dass wir mit einem gemeinsamen Bekannten noch gezockt haben bis kurz vor 2 Uhr. War gut.

Bis ich müde war, wurde es fast 6 Uhr morgens. Spontan lange aufzubleiben, geht bei mir als Eule automatisch, leider. Heute am Sonntag bin ich das erste Mal gegen 10 Uhr wachgeworden, danach muss ich wieder eingeschlafen sein und bin um kurz nach 14 Uhr dann richtig aufgewacht.

Bis ich zu irgendwas fähig war, war es kurz vor 16 Uhr. Außer Einkaufen, Laufen und Zocken hatte ich gestern nichts mehr gemacht. Gewicht war gestern noch bei 53,7 kg – die letzten Monate habe ich die 53 nicht mehr vor dem Komma gesehen. Heute dürfte das Gewicht wieder etwas höher sein, aber die Richtung stimmt.

Um in der „realen Welt anzukommen“ und mich noch wenigstens etwas zu bewegen, werde ich jetzt Laufen gehen -dann eben mal wieder nach Sonnenuntergang- , danach Duschen, Wäschewaschen, Putzen (außer die Fenster, die können warten), Aufräumen und noch etwas für morgen vorbereiten.

Ich weiß nicht, ob ich gestern und auch heute zu viel histaminhaltigen Kram gegessen habe, jedenfalls fühle ich mich so (man kann sich das in etwa wie einen schweren Kater vorstellen; als hätte man gesoffen). Gegen diese Vermutung spricht allerdings, dass ich normalerweise bei zu viel Histamin auch Schnupfen bekomme; das habe ich nicht. Die Müdigkeit hat also wohl doch andere Gründe; keine Ahnung, welche das sind. Hätte ich nicht noch was zu erledigen und müsste ich nicht morgen arbeiten, wäre ich einfach im Bett liegengeblieben.

Nach einem Liter zuckerfreien Energiedrink fühle ich mich immerhin in der Lage, mehr als 20 m am Stück zu gehen und einigermaßen fokussiert zu denken. Mir kommt einfach alles so irreal vor, als wenn man irgendwo weit weg wäre. Außerdem ist meine Stimmung irgendwie etwas gedämpft mit den üblichen „alles ist sinnlos in meinem Leben“-Gedanken; das sollte ich irgendwie zügig ändern.

Das reale Leben und die reale Zeit läuft dummerweise währenddessen weiter.

Something Different

Something black, something light, something different
Something wrong, something right, something missing …

Der Refrain trifft es sehr gut. Das Leben ist nicht schwarz-weiß oder nur schön bzw. nur schlimm. Meistens ist es eine Mischung aus ganz verschiedenen, durchaus gegensätzlichen Elementen. Ich finde, es ist wie bei einem Kaleidoskop.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die dazu führen, dass sich die einzelnen Teilchen neu anordnen und sich ein ganz anders Bild ergibt. Das gilt auch bezogen auf die eigene Stimmung, die eigenen Gedanken, Empfindungen etc.. Im Guten, wie im Schlechten.

Dazu kommt der ständige Empfindungsmischmasch im Hintergrund, bei dem selten kurz ein Gefühl besonders heraussticht wie bspw. Freude. Es ist mehr so ein Grundrauschen insgesamt mit kleineren kurzen Ausschlägen in die ein oder andere Richtung.

Die Tage seit meinem letzten Eintrag sind gut verlaufen. Am Samstag bekomme ich einen neuen Kühlschrank nebst Herd geliefert – eine zwar länger vage geplante, aber letztlich in der Umsetzung relativ kurzentschlossene Aktion.

Seitdem bin ich bemüht, meinen Kühlschrank zu leeren, vor allem das Gefrierfach. Das hat mir die nötige Motivation verliehen, endlich mal all die Gemüse- und Fischsorten daraus anzugehen. Jetzt koche ich abends für das Abendessen und gewissermaßen zugleich für das Mittagessen am nächsten Tag im Büro. … Meinem Körper scheint das gut zu bekommen. Seitdem esse ich auch de facto auch kein/kaum Brot mehr, ebenso wenig Käse oder gar Süßigkeiten.

Es wäre sicher gut, sich dauerhaft so zu ernähren. Das beseitigt so viele Baustellen mit einem Schlag. Außerdem mag ich Gemüse, Fisch, Fleisch etc. ja durchaus gerne, so ist das nicht. Gerade nach der Arbeit war ich in der Vergangenheit nur fast immer zu faul und müde, um noch richtig kochen zu wollen.

Die Wassereinlagerungen sind auch schon etwas besser geworden, aber sind insgesamt noch recht hoch. Schätze, ich sollte mich da in mehr Geduld und vor allem auch dauerhafter, lebenslanger Disziplin in punkto Ernährung, Bewegung und Schlafen üben, um die ganz loszuwerden und neue Einlagerungen zu vermeiden.

Was noch nicht geklappt hat war, abends Laufen zu gehen oder zumindest Spazieren, an den Tagen, an denen ich kein Kampfsporttraining habe. Dazu war ich dann doch zu müde und faul.
Eigentlich wollte ich im Gegenzug dann wenigstens eher ins Bett gehen, mal vor weit nach Mitternacht. Das hat nicht geklappt, aber ich fand die letzten Abende viel entspannter als sonst und habe erholter geschlafen.

Sehr gut ist auch, dass ich auf der Arbeit eine sehr wichtige Sache fertiggestellt habe und mein Chef, der da eigentlich üblicherweise nochmal drüberschauen möchte – zumal es eine persönliche Angelegenheit von ihm ist – mir wortwörtlich gesagt hat, dass er mir da voll vertraut, er den Entwurf nicht sehen möchte/braucht und ich das schon machen werde.

Das hat mich irgendwie gefreut und ich bin eher neugierig, als ängstlich, wie die Sache ausgeht und das Gericht entscheiden wird. Noch vor ein paar Monaten hätte mich das innerlich geängstigt und für mich die Sorge aufgeworfen, ob ich womöglich totalen Schrott geschrieben habe, über den sich die Gegenseite und das Gericht scheckig lachen.

Gerade zu Beginn der Arbeit an dieser Sache war mir alles andere als wohl zumute. Es ist eine inhaltlich und juristisch anspruchsvoll bis komplizierte Sache und es hat recht viel Zeit in Anspruch genommen, mich da reinzufuchsen. Andererseits bin ich mit dem Entwurf nun soweit zufrieden, der kann so rausgehen. Blöd ist nur die Ungewissheit bis auf Weiteres. Gut, dass ich mit all den anderen Akten in der Zwischenzeit bestens beschäftigt und abgelenkt bin.

Gar nicht mal so schlecht sind auch die aktuellen Schilddrüsenwerte, wobei sich ft3 noch nicht ganz erholt hat. Immerhin geht die Vermutung auf, dass die L-Thyroxin-Dosis vorher etwas zu hoch war, wodurch ft4 bis an die Obergrenze gestiegen ist und der Körper zu viel rt3 gebildet hat, als Gegenspieler zum ft3 bzw. T3. Dadurch sinkt dann der ft3-Spiegel. Dazu passt, dass sich nun nach der Reduzierung von L-Thyroxin seit Oktober 2019 ft4 und ft3 wieder etwas angenähert haben; ft4 ist gesunken, und ft3 etwas gestiegen, wenngleich immer noch im unteren Drittel des Normbereichs. ft4 ist noch deutlich höher, als ft3. Wie auch immer, mich erleichtern die Werte und die daraus abzulesende Entwicklung. Wenn ft3 in den nächsten 6-10 Monaten wieder die alten Wohlfühlwerte von alleine erreicht, wäre das sehr gut und am einfachsten.

Ein guter Tag

Der heutige Tag war sehr gut. Und das lag nicht daran, dass das Wochenende vorher so tiefpunktmäßig gewesen ist.

Dabei fing der Tag bescheiden an, als mir auf dem Weg zur Arbeit mein Frühstücksbrötchen im Hals steckengeblieben ist.

Das kommt davon, wenn man das Wochenende mit Übergeben verbracht hat und es anstelle der üblichen Früchteriegel morgens mit (getoasteten) Toastbrötchen versucht, um nicht wenige Stunden später während eines wichtigen Geschäftstermins mit laut knurrendem Magen dazusitzen.
(An sich habe ich morgens nie Hunger, aber auf der Arbeit kann ich erst um ca. ein Uhr etwas essen; je nachdem, verschiebt sich die Mittagspause an manchen Tagen auch ausnahmsweise bei Außer-Haus-Terminen. Deshalb esse ich mechanisch idR auf dem Arbeitsweg ein bisschen was.)

Natürlich hatte ich auch zum ersten Mal vergessen, mir etwas zu trinken einzupacken, sodass die Sache mit dem Brötchen sehr ungünstig war. Da ich aber als Kind mal tatsächlich fast in einem Restaurant beim Essen erstickt wäre, mir das länger nachhing und ich auch mal beim Übergeben früher zwei problematische Situationen in die Richtung hatte, habe ich gelernt, dabei ruhig zu bleiben. Panik führt dabei erst recht zu (auch ernsthaften) Problemen.
Sehr hilfreich war auch, dass ich mich infolge meiner damaligen Sorge vorm Ersticken intensiv mit dem Aufbau der Speiseröhre etc. beschäftigt und den Bericht eines Gerichtsmediziners über Erstickungsfälle beim Essen gelesen habe. Wissen finde ich generell sehr hilfreich gegen Ängste.
Von daher wusste ich, dass es an sich harmlos war heute Morgen, da ich noch Luft bekam. Speichel ließ sich allerdings nicht mehr runterschlucken. … Na ja, irgendwie bin ich ruhig geblieben, die Arbeit angefangen und nach einer Weile hatte meine Speiseröhre die Sache dann in den Griff bekommen.

Der Geschäftstermin verlief erfreulich kurzweilig und unkompliziert; die „Kunden“ waren sehr zufrieden und kostentechnisch hat sich die Sache auch für uns gelohnt.

Auch mit der restlichen Arbeit bin ich gut vorangekommen; die spontan dazugekommenen Sachen sind auch erledigt. Chefs und Kollegen waren auch gut drauf (wie meistens) und ein paar Socializing-Punkte konnte ich auch machen.
Zum Glück geht es bei uns sehr beruflich orientiert und mit einer guten Mischung aus persönlich-direkt, familiär und wertschätzend, aber gleichzeitig ausreichend distanziert zu. Ich hätte mir nie träumen lassen, überhaupt so eine Arbeitsstelle zu finden und gleich mit dem ersten Arbeitgeber so viel (unverschämtes) Glück zu haben. Obwohl ich kaum Bewerbungen geschrieben habe. Es passte dann beidseitig einfach im Vorstellungsgespräch und mein Misstrauen, dass ich mich besser nicht zu früh freuen sollte, hat sich absolut nicht bestätigt. Mit dem Umzug und der Wohnung hatte ich auch viel Glück und konnte mir auch endlich einen Kleiderschrank mit Schiebetüren etc. leisten, den ich immer schon toll fand. Dazu eine Wohnung mit eigener Küche, eigenem Schlafzimmer; ein Badezimmer mit Fenster, ganze vier Kochplatten und sogar einen Backofen und ein eigenes, neues und günstig erstandenes Sofa, auf dem ich ohne angezogene Beine liegen kann … . Meine Eltern, ein Bekannter und sogar einmal mein Bruder haben mich bei dem Umzug, den notwendigen Möbelkäufen und der Renovierung der neuen Wohnung sehr unterstützt.

Irgendwie habe ich immer mehr Glück, als Verstand im Leben; mir ist das ein bisschen peinlich bzw. habe ich deshalb tief im Inneren ein chronisch schlechtes Gewissen => ich fühle mich so undankbar, dass ich trotz allem nicht uneingeschränkt lebensbejahend und konstruktiv eingestellt bin; stattdessen bin ich seit ich mich erinnern kann in der Hinsicht schon als Kind ambivalent eingestellt gewesen. Mich hat es bereits als Kind belastet zu wissen, dass nichts für die Ewigkeit ist; wir alle sterben werden ohne dass etwas bleibt etc.. Derjenige existiert dann einfach nicht mehr.
Wäre ich als Kind nicht so ungläubig gewesen, sondern wäre von einem Leben nach dem Tod ausgegangen, hätte ich mich aus Neugier möglicherweise doch getraut, im Selbstexperiment zu erforschen, wie das mit dem Sterben ist. Da ich aber auch mit ca. 5 Jahren trotz Taufe und obligatorischen außerfamiliären Kontakten mit dem christlichen Glauben schon fest überzeugt war, dass es keinen Himmel, keinen Gott etc. gibt, der Großvater schlicht in der Erde zersetzt wurde anstatt „im Himmel“ zu sein, war mir klar, dass der Tod final und unumkehrbar ist. Das hatte mich abgehalten.
Andererseits interessiert mich neben der Sache mit dem Sterben immer noch, was „Die Welt im Inneren zusammenhält; so eine Art Musterauflösung zur Existenz, mit der sich alle Fragen klären. Illusorisch, ich weiß.

Wie auch immer:
Wie täglich auf der Arbeit ging der Tag wie im Flug rum und es war dann auch schnell schon wieder nach 18 Uhr. Zum Abendessen gab es gebratenes Hähnchenfilet mit diesen kleinen grünen Paprika, Brokkoli, Kartoffeln und einer Art Steaksauce von MadeForMeat (sehr lecker zu Fleisch! Ich mag aber auch die „billig“ Steaksaucen anderer Hersteller sehr; dass mit der Sauce war ein kleiner persönlicher Luxus.) Die Reste werden morgen mein Mittagessen sein; mal etwas anderes, als belegte Brötchen oder Quark-/Joghurtvariationen mit Obst.

Telefonat mit meinen Eltern war auch nett. Ein bisschen unnötig war, dass ich zum Nachtisch zu viel Süßigkeiten gegessen habe. Und zum Sport bin ich auch nicht gekommen (Wahnsinn, wie schnell die Zeit auch nach der Arbeit vergeht.) Aber ist auch nicht tragisch.
Ich möchte das mittelfristig ändern und gesündere Gewohnheiten aufbauen, auch als körperlichen Ausgleich zur Arbeit, aber im Moment schaffe ich da keine großen Umstellungen neben der Arbeit. (Im Sommer ist es auch besser, aber bis dahin wird es hoffentlich nicht dauern – zutrauen würde ich es mir aber, so phlegmatisch, wie ich privat drauf bin.)