
… einfach alles, die Farben, die Figur, die eingefangene Bewegung, die „Linien“, die sich aus den Farben ergeben – alles so klar abgegrenzt.

… einfach alles, die Farben, die Figur, die eingefangene Bewegung, die „Linien“, die sich aus den Farben ergeben – alles so klar abgegrenzt.

Seit meiner Kindheit habe ich dieses Gefühl, auf etwas zu warten, das ich nicht genau benennen kann. Ich denke es ist das Warten darauf, ohne Angst zu leben.

Der Freitag war noch gut, ich habe noch mit meinem Bruder und unserem Bekannten die halbe Nacht durchgezockt.
Samstag bin ich mit einem ziemlich üblen „Histaminkater“ aufgewacht, wie ich ihn schon länger nicht mehr gehabt habe. Histaminkater ist eine selbstkreierte Bezeichnung für den Zustand, in dem ich mich befinde, wenn meine Histaminintoleranz voll zuschlägt und mich für ca. einen Tag niederstreckt. Wie ich schon mal geschrieben habe, es ist wirklich, als hätte man einen alkoholbedingten Kater.
Typische Beschwerden bei mir:
Stundenlang anhaltender Schnupfen bei dem ich kaum Luft bekomme und innerhalb weniger Stunden mehrere Tempotaschentücherpackungen verbrauche – bis die Nase endlich nur noch zugeschwollen ist, Abgeschlagenheit/Müdigkeit, „matschiger Kopf“ (mit Schwindel etc.), Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Wassereinlagerungen, später zeitverzögert auch Hautprobleme (Hautunreinheiten bzw. Entzündungen unter der Haut an manchen Stellen wie am Rücken, seltener: juckende Haut zB an den Beinen). Evtl. verursacht Histamin bei mir auch Schlafstörungen, aber wie viel meines gestörten Tag-Nacht-Rhythmus‘ oder viel zu langes Schlafen mit dem „nicht aus dem Bett kommen“-Phänomen nun mit zu viel Histamin in meinem Körper zu tun hat, kann ich nicht genau abgrenzen.
Nach Jahren habe ich endlich ein Medikament gefunden, das mir ganz gut gegen den Schnupfen hilft, so dass ich dann wenigstens nach einer Weile halbwegs Luft bekomme und mir nicht mehr laufend die Nase putzen muss. Alle anderen Mittel waren leider nicht effektiv und so ein Histaminanfall während des Studiums etc. war davor immer fatal und mit stundenlanger Quälerei sowie einem massiven Taschentücherverbrauch verbunden; ganz zu schweigen, dass einen alle Anwesenden für massiv erkältet und asozial hielten, da man vermeintlich ansteckend in die Vorlesung gegangen ist etc..
Als ich während der Schulzeit und später noch nichts von meiner Histaminintoleranz wußte, die Attacken aus heiterem Himmel kamen und auch ein HNO-Arzt nur lapidar mitteilte, dass ich mit den rätselhaften Schnupfenausbrüchen eben leben müsse, da könne man nichts tun, habe ich immer gehofft, dass sie mich hoffentlich nicht heimsuchen, wenn ich gerade verabredet bin, eine Klausur schreiben muss etc.. (=> ich eben nicht einfach so weggehen und mich die nächsten kritischsten 4-6h irgendwohin mit Tempotaschentüchern + Mülleimer in der Nähe verkriechen konnte.)
Die zufällige Entdeckung nach über 10-jähriger Leidenszeit und zwei verschlissenen HNO-Ärzten, dass ich an einer Histaminintoleranz leide, war ein Segen.
Inzwischen habe ich umzugsbedingt einen 3. HNO-Arzt, der sogar weiß, was eine Histaminintoleranz ist; der 2. HNO-Arzt hatte seinerzeit meinen Verdacht, dass ich an einer HIT leiden könnte, als Einbildung abgetan, da man seiner Erklärung nach davon eher Durchfall und andere Verdauungsprobleme etc. bekäme, aber keinen Schnupfen. Den massiven Polypenbefall in den Nasennebenhöhlen, wegen dem ich von ihm operiert werden musste, erklärte er damit, dass ich sicher gegen irgendwas allergisch sei und das Allergen meiden solle (super Rat!). Wie ich in Erfahrung gebracht habe, kommen die Polypen bei mir aber höchstwahrscheinlich von der HIT, da ich nachgewiesenermaßen lediglich gegen Chlor allergisch bin.
Mein Hausarzt war zunächst aufgeschlossener, da bei mir immer ein Blutwert deutlich erhöht gewesen war all die Jahre, wofür es soweit keine Erklärung gegeben hatte. Sein Komentar zu meiner Vermutung mit der HIT: „Oh, das würde ja passen.“. Er hat einen Bluttest bzgl. der Aktivität des histaminabauenden Enzyms machen lassen, der aber ohne pathologischen Befund war, da ich mich zu dem Zeitpunkt seit fast einem Jahr recht strikt histaminarm ernährte. Der Bluttest ist in dem Fall dann leider nicht aussagekräftig, zumal dadurch nur eine von mehreren Ursachen einer HIT gepüft wird.
Das alles wußte ich aber nicht zu dem Zeitpunkt (mein Hausarzt wohl auch nicht). Mit meinem Hausarzt habe ich das Thema nach dem negativen Test nicht weiter besprochen, da es mir peinlich war, aufgrund des Tests trotz eindeutiger (zuverlässig reproduzierbarer) Symptome nach dem Verzehr histaminreicher Lebensmittel wohl als Hypochonder oder so darzustehen. Mir war noch zu gut im Bewusstsein, was ich mir alles zu den Beschwerden von der Schilddrüsenunterfunktion hatte anhören dürfen, bevor die Hashimoto-Erkrankung entdeckt wurde.
Eigentlich habe ich ein gutes, zuverlässiges Körpergefühl bzgl. meiner Gesundheit, aber wenn einem das eigene Empfinden seit der Pubertät jahrzehntelang auch von Ärzten abgesprochen bis verdreht wird, weiß man irgendwann auch nicht mehr, was nun „das richtige Empfinden“ ist bzw. der richtige Rückschluss aus den eigenen Körpersignalen.
Ein weiterer Segen war jenes Medikament, das aus Pseudoephedrin und einem Anthistaminikum besteht und die Schnupfenbeschwerden in einem überschaubaren Zeitraum eindämmt. Pseudoephedrin sorgt für ein Abschwellen der Nasenschleimhäute und stoppt dadurch letztlich den Fließschnupfen samt verstopfter Nase.
Dafür nehme ich die Nebenwirkungen wie u. a. einen sehr trockenen Mund für die nächsten Stunden gerne in Kauf.
Leider darf man sich selbst in Apotheken angesichts der eigenen Situation beim Kauf dieses Medikaments so Unsinn anhören wie: „Ja, da ist so ein Stoff drin, der macht ganz schön fit.„, (misstrauisch)“Wofür brauchen Sie das denn? Das dürfen Sie auf keinen Fall dauerhaft nehmen, da ist so ein Stoff drin …“ oder auch (gelogen): „Davon kann ich Ihnen nur zwei Packungen (=12 Tabletten) verkaufen, mehr haben wir nicht vorrätig.„
Seitdem kaufe ich das Zeug nur noch -legal- in einer Onlineapotheke. Dort ist es günstiger und ich bekomme die zulässige Höchstabgabeanzahl ohne doofe Kommentare oder Ausreden bzgl. der vorrätigen Menge.
So fing mein Samstag damit an, dass ich irgendwann nachmittags aus dem Bett gewankt bin, mir mein übliches Medikament für solche Fälle nebst Vitamin C eingeworfen habe, und der Versuchung widerstehen konnte, mich einfach wieder hinzulegen.
=> Von wegen „Da ist so ein Stoff drin, der macht ganz schön fit“, als würde man das aus lauter Spaß an der Freude nehmen und nicht etwa, weil man gerade akut krank ist und halbwegs wieder Luft bekommen möchte. … Bei keinem anderen Medikament habe ich mir bisher so einen untergriffigen Mist anhören müssen. Sollen solche Kommentatoren doch mal vorübergehend selbst sowas durchmachen, dann wüßten sie, wie unangebracht diese Bemerkungen sind.

Dank der Karnevalsfeiern hatten wir heute früher Feierabend. Während sich der eine Teil kostümiert unter die Feiernden gemischt hat, habe ich gemeinsam mit zweien meiner Chefs zugesehen, mich vor dem Umzug und der Straßenabsperrung aus dem Staub zu machen.
Auf der Arbeit war mir nicht warm, aber auch nicht kalt. Zuhause habe ich dagegen durchgehend von innen heraus gefroren, obwohl es 22° im Zimmer waren. Essen und ein Körnerkissen + Decke haben dagegen auch nicht geholfen; stattdessen habe ich letztlich von den falschen Dingen zu viel gegessen – ohne dass Hunger der Grund gewesen wäre – und mich irgendwann dafür entschieden, mich dann eben später zu übergeben. Nach dem Übergeben ging es mir zunehmend besser. Noch besser wäre, es würde mir direkt nach dem Nachhausekommen so gehen.
Samstag werde ich zu der Geburtstagsfeier gehen; mein Gastgeber hatte sich heute Mittag gemeldet, weil er bei seinem Getränke-Angebot Rücksicht auf meine Histaminintoleranz nehmen möchte. Bisher besteht sein Getränke-Sortiment nämlich aus Bier und Wein, was ich absolut nicht vertrage und auch nicht mag/trinke. Eigentlich ist seine Nachfrage nett von ihm, nur ahne ich Böses. (Abgesehen davon kann ich ihm jetzt schlecht noch absagen, grr).
Ich hoffe, er beherzigt meinen Wunsch und kauft wenn auch wirklich die zuckerfreie Cola. Irgendwie neigen die Leute dazu, mir trotzdem die zuckerhaltige Cola anzubieten mit den Worten: „Hier, habe ich extra für dich gekauft!„, obwohl ich der so gar nichts abgewinnen kann => geschmacklich tun sich die zuckerfreie und die zuckerhaltige Variante kaum etwas und derartig viel Zucker in Form von Getränken zu mir zu nehmen, wo es zuckerfreie gut schmeckende Alternativen gibt, leuchtet mir partout nicht ein. Zumal mir zuckerhaltige Cola bereits nach kurzer Zeit die Zähne schädigt und mir das erste und einzige Mal leichten Karies an einem Zahn eingebrockt hat. Seitdem trinke ich das Zeug nicht mehr, wenn es sich verhindern lässt.
Ansonsten habe ich ihm mitgeteilt, dass ich Malibu und Orangensaft mitbringe; daran kann sich dann jeder bedienen.
Malibu mit Saft (oder Kokosmilch und Stevia) mag ich einigermaßen und vertrage es trotz Histaminintoleranz noch relativ gut (soweit man da von gut sprechen kann, eigentlich ist es unter den schlechten Sachen noch das am wenigsten Schlechte). Ich habe eh keine Lust, viel zu trinken.
Und ansonsten hoffe ich, dass die Party entspannt wird und niemand rumstresst, dass ich dies und jenes trinken oder essen soll. Ich bin da recht empfindlich und hasse es abgrundtief, etwas erst mehrfach ablehnen zu müssen, das ich nicht möchte, bevor der andere das akzeptiert. (Und auf Feiern ist die Chance groß, dass so eine Nervensäge dabei ist; im Zweifel der Gastgeber. Ich verstehe so ein Verhalten auch nicht.)
Darüber hinaus finde ich es immer etwas unangenehm-merkwürdig, jemanden zu erklären, dass ich dies und jenes nicht vertrage wegen einer Unverträglichkeit. Ironischerweise ist es keine Ausrede, nur habe ich die Sorge, dass der andere es so auffassen könnte, und ich fühle mich obendrein fast wie ein Lügner dabei. Das kommt davon, wenn man sich eine Zeit lang massiv rechtfertigen musste, wenn man etwas nicht mitessen wollte; natürlich dann misstrauisch beäugt und ohne dass einem die Rechtfertigung geglaubt worden wäre.
(Gut, teilweise erwähne ich die Unverträglichkeit auch gar nicht, und lehne ohne Begründung ab. Wird aber auch nicht von jedem direkt akzeptiert.)
Ok, bislang schätze ich weder meinen Gastgeber noch seinen (vermutlichen) Freundes- & Bekanntenkreis als Nervensägen in obigen Sinne ein. Möglicherweise wird es ja ganz entspannt. Mir ist nur so überhaupt nicht nach Socializing mit Rumsitzen, sich Unterhalten/Small-Talk etc..
Edit:
Zu der Geburtstagsfeier bin ich letztlich nicht gegangen und habe mich krankheitsbedingt abgemeldet. Das war nicht einmal gelogen, da ich am Samstag ziemlich mit meiner Histaminintoleranz zu kämpfen hatte, am meisten Energie zum Aufstehen & Wachbleiben verbraucht habe und absolut nicht in der Verfassung war, auf einer Party beim üblichen small talk mit passender Sozial-Maskerade mitzumachen. Ich bin im wahrsten Sinne nicht gesellschaftsfähig gewesen und wollte nur -wie fast immer- meine Ruhe vor Mitmenschen.

war der heutige Tag. Mehr schlafen macht mehr aus, als ich vermutet hätte. Dabei bin ich immer noch an sich zu spät ins Bett gegangen. Das sollte ich zuerst angehen.
Büroarbeit war ganz ok heute. Da ich in einer Karnevalshochburg lebe, ist hier derzeit fast ein bisschen Ferienstimmung; ein Teil der Kollegen besteht aus eingefleischten Karnevalisten – der andere Teil besteht aus Zugezogenen wie mir und fremdelt etwas mit derartigen Bräuchen^^. Morgen gibt es hier den ersten Umzug nachmittags, weshalb wir eher frei haben. Rosenmontag ist ebenfalls frei.
Heute konnte ich auch eine gute Stunde eher Feierabend machen, da ich einen auswärtigen Termin hatte, der gut gelaufen ist, und nach dem es sich nicht mehr gelohnt hätte, zurück ins Büro zu fahren. Das Wetter war auch angenehm mild, fast sommerlich.
Zuhause habe ich an sich unnötig zu viel gegessen (der neue Herd und der Kühlschrank sind super! Endlich mal keine Platzprobleme mehr im Gefrierfach etc.!), aber es ist nicht weiter ausgeartet und übergeben habe ich mich auch nicht; allerdings habe ich heute auch wieder keinen Sport gemacht und Dienstag war ich ja auch nicht beim Training. Bei der Arbeit habe ich mich zwar bzgl. der erwähnten Kritikpunkte etwas verbessern können, mein Umsatz ist aber zu niedrig und ich bin insgesamt mit den (geplanten) Arbeiten nicht soweit gekommen, wie ich wollte. (Ok, es kommen auch täglich immer ungeplante Arbeiten dazwischen, die teils direkt bzw. am schnellsten zeitnah zu erledigen sind, teils zu geplanten Arbeiten für später werden, trotzdem … ). Gewicht liegt so bei ca. 55,6 kg, wobei etwa geschätzt mindestens ein 1kg einfach Wasser ist, das demnächst wieder verschwunden ist. Das Wasser kommt glaube ich primär von überdurchschnittlich vielen Kohlenhydraten und mangelnder Bewegung.
Nichts von alledem ist dramatisch, zufrieden bin ich mit allem insgesamt nicht. Vor allem der Punkt mit dem Umsatz bereitet mir chronische Kopfschmerzen (manchmal nicht nur im übertragenem Sinne).
Andererseits muss ich mich insgesamt mehr in Geduld üben, alles auf einmal zu ändern, gerade beruflich wie privat, wird nicht funktionieren. Im Moment sind meine Energiereserven zudem recht gering. Es hilft aber, abends wirklich pünktlich Feierabend zu machen und mittags nach Möglichkeit an die frische Luft zu gehen bzw. einmal aus dem Büro raus. Ich denke, dass es mit dem Sport auch wieder besser und regelmäßiger wird, wenn ich energiemäßig wieder mehr im grünen Bereich bin. Auch mit dem Essen und Abnehmen wird es vermutlich besser laufen, wenn sich mein innerer Stresspegel reduziert.
Heute Abend habe ich immerhin seit Langem wieder Lust gehabt, etwas zu zocken (Red Dead Redemption 2). Das Zocken am Wochenende war zwar auch gut, aber eher wegen der Gesamtkonstellation und weil wir in der (guten) Konstellation seit mindestens 1 1/2 Jahren nicht mehr gezockt haben; auf Zocken alleine hätte ich dagegen am Wochenende keine Lust gehabt.
Meinen Bruder habe ich heute ignoriert; der hat sich das Wochenende so gedacht, dass ich ihn besuche (weil der erwähnte gemeinsame Bekannte ihn ab Freitag besucht) und wir zu Dritt lokal bei ihm zocken.
Abgesehen davon, dass ich eigentlich zu einer Geburtstagsfeier eingeladen bin Samstag und allenfalls Lust auf gemeinsames Zocken über Distanz aka online hätte, möchte ich meinen Bruder nicht besuchen. Das ist genau die Art von „Freizeitstress“, die ich gerade jetzt am wenigsten gebrauchen kann, selbst wenn der Montag frei ist. (Es nervt mich, dass ich durch sein Drängen schon wieder anfange zu überlegen, wie sich ein Besuch bei ihm kompromissweise einrichten ließe). … Ich weiß nicht mal, ob ich wirklich zu der Geburtstagsfeier gehen möchte. Eigentlich wäre ein Samstag ohne irgendwelche Verpflichtungen schön. Am schönsten, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber Dritten zu haben.
Übernächstes Wochenende habe ich den halben Samstag eine berufliche Fortbildung, die inhaltlich sehr sinnvoll und bestimmt interessant ist. Das Wochenende danach bin ich mit S. für den Sonntag verabredet.
Gegen all diese einzelnen Termine habe ich an sich nichts bzw. findet ein Teil von mir die ja selbst gut, aber auf der anderen Seite kosten sie mich Energie, die ich in dem Maß nicht oder gerade so erübrigen kann, was mir dann später anderswo nachhängt. (Ich weiß, dass die meisten anderen Menschen das nicht verstehen können; ich verstehe das nicht einmal selbst)
=> möglicherweise zu viele Reize, nicht nur optisch, sondern auch emotional (Stimmungen anderer etc.) und akkustisch. Es nervt mich schon manchmal, dass ich im Büro wie ein Luchs unfreiwillig die Gespräche und Geräusche aus den Nachbarzimmern höre und quasi die Stimmungen im Raum mitbekomme, wobei die Arbeitsumgebung insgesamt zum Glück eher ruhig und unhektisch ist; in einem Großraumbüro hätte ich wohl jeden Tag abends Kopfschmerzen und Tinnitus-Geräusche; früher in der Schule habe ich einmal tatsächlich kurz nichts mehr gehört und den hohen Lärmpegel fand ich dort immer besonders anstrengend, so dass ich nach der Schule ersteinmal in mein Zimmer gegangen bin und gerade auch akkustisch Ruhe bzw. eine reizarme Umgebung brauchte „zum Runterkommen“. Dito nach Familienfeiern, Ausflügen in Städte etc..
p.s.:
Die Kategorien hier müsste ich mal überarbeiten. Das wird aber dauern. Und nein, die Kategorie „Gesundheit“ bleibt. *fg*

Oft habe ich das Gefühl eines unguten Déjà-vus, obwohl ich ja ein paar nicht konstruktive Gewohnheiten ändern wollte. Die ein oder andere Änderung ist mir zwar vorübergehend geglückt, aber die bisherigen Gewohnheiten konnte ich längst nicht mit neuen Verhaltensweisen überschreiben.
Sicher bin ich dabei auch (zu) ungeduldig; andererseits möchte ich diese Gewohnheiten ja an sich schon seit Langem ändern – immer erfolglos im Ergebnis. … Meine pessimistische Seite behauptet, dass ich bei jeder neuen Motivationsphase die alten Fehler erneut begehe – nur dann eben einfach häufiger aus neuen Gründen. Ein bisschen wie bei dem Ikea-Werbespruch: Entdecke die Möglichkeiten [diesmal anders zu scheitern].
Am Samstag habe ich z.B. auch neben den sonstigen Sachen in einem gewissen mir als unkritisch erscheinenden Rahmen Süßigkeiten miteingekauft, nur um gestern nach dem Abendessen zu viel davon zu essen, mich übergeben; später habe ich mich noch um die Wäsche inkl. Kampfsportanzug gekümmert, weil ich heute eigentlich zum Sporttraining gehen wollte; stattdessen hätte ich mir diesen Aufwand auch sparen können, denn heute bin ich dort nicht hingegangen, weil ich mich nicht aufraffen konnte/wollte. Dabei habe ich sogar pünktlich Feierabend gemacht – trotzdem gehe ich jetzt mal wieder zu spät ins Bett, wenngleich nicht so viel zu spät, wie sonst.
Eine Abfolge so oder so ähnlich längst bestens vertrauter Situationen; es ändern sich nur Ort und Zeit. Auch gefühlsmäßig hat man die üblichen Empfindungen im Grunde alle schon durch; es kommt nichts Neues mehr. Das Leben besteht im tiefsten Kern aus einer Abfolge an Wiederholungen, auch emotional.
Gut, die Abfolge der letzten Tage könnte man auch als eine Art Veränderung beschreiben. Ist schließlich auch etwas Neues. ^^ Aber im Ergebnis landet man wieder in derselben Ausgangsposition.
Ich denke, ein wesentlicher Faktor dabei ist, dass ich einfach zu schwankend in meiner Motivation bin; im entscheidenden Moment ist es mir einfach egal oder nicht wichtig genug, dafür genügend Energie aufzubringen; dazu diese ständige und wie Kaugummi anhaftende Müdig- & Antriebslosigkeit, sobald ich Zuhause bin. (Manchmal denke ich, dass ein paar Tage ohne irgendwelche beruflichen wie privaten Aufgaben gut wären; andererseits versumpfe ich dann womöglich erst recht und mache noch weniger).
Außerdem habe ich ein Akzeptanzproblem. Dadurch bilde ich mir ex ante ein, dass ich mich trotz gleicher Rahmenbedingungen diesmal anders verhalten würde; ex post ist klar, dass das nichts werden konnte – auch wenn ich das Scheitern diesmal dann in Nuancen anders herbeigeführt habe … bis zum nächsten Mal, bei dem die Zuversicht überwiegt, es anders zu machen.
Für Außenstehende muss das ziemlich bescheuert anmuten. Es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Meine müsste längst pulverisiert sein.
Dass ich mich trotzdem äh „bemühe“ (na ja) hat strenggenommen nur damit zu tun, dass ich mich nicht umbringen kann und das Leben ja irgendwie tagtäglich „absolvieren“ muss. Und wenn man schon leben muss, sollte man es sich nicht selbst unnötig schwer machen. Ich möchte in erster Linie einfach meine Ruhe haben => auch um dann ab und zu zeitlich dazu zu kommen, irgendeinem nicht funktional-nützlichen Interesse nachzugehen, wie z.B. etwas zu zocken etc..
Insofern ist es sinnvoll, das zu tun, was normale Menschen so machen: Arbeiten gehen und sich um Joberhaltung bemühen, auf die Gesundheit achten – schon um unabhängig zu bleiben, auf andere zurechnungsfähig wirken, Hobbys und Sozialkontakte pflegen, seine Bereiche ordentlich verwalten (Rechnungen pünktlich zahlen; regelmäßig putzen/aufräumen, Pkw zum TüV bringen etc.). Eben normal funktionieren und sich vernünftig verhalten.
Wenn das funktioniert, kann man sich ja immer noch private Freiräume davon schaffen, in denen man als Ausgleich nicht funktionieren muss.

Mein Bruder hatte sich gestern noch gemeldet, ungewöhnlich friedlich, und so hatte es sich letztlich spontan ergeben, dass wir mit einem gemeinsamen Bekannten noch gezockt haben bis kurz vor 2 Uhr. War gut.
Bis ich müde war, wurde es fast 6 Uhr morgens. Spontan lange aufzubleiben, geht bei mir als Eule automatisch, leider. Heute am Sonntag bin ich das erste Mal gegen 10 Uhr wachgeworden, danach muss ich wieder eingeschlafen sein und bin um kurz nach 14 Uhr dann richtig aufgewacht.
Bis ich zu irgendwas fähig war, war es kurz vor 16 Uhr. Außer Einkaufen, Laufen und Zocken hatte ich gestern nichts mehr gemacht. Gewicht war gestern noch bei 53,7 kg – die letzten Monate habe ich die 53 nicht mehr vor dem Komma gesehen. Heute dürfte das Gewicht wieder etwas höher sein, aber die Richtung stimmt.
Um in der „realen Welt anzukommen“ und mich noch wenigstens etwas zu bewegen, werde ich jetzt Laufen gehen -dann eben mal wieder nach Sonnenuntergang- , danach Duschen, Wäschewaschen, Putzen (außer die Fenster, die können warten), Aufräumen und noch etwas für morgen vorbereiten.
Ich weiß nicht, ob ich gestern und auch heute zu viel histaminhaltigen Kram gegessen habe, jedenfalls fühle ich mich so (man kann sich das in etwa wie einen schweren Kater vorstellen; als hätte man gesoffen). Gegen diese Vermutung spricht allerdings, dass ich normalerweise bei zu viel Histamin auch Schnupfen bekomme; das habe ich nicht. Die Müdigkeit hat also wohl doch andere Gründe; keine Ahnung, welche das sind. Hätte ich nicht noch was zu erledigen und müsste ich nicht morgen arbeiten, wäre ich einfach im Bett liegengeblieben.
Nach einem Liter zuckerfreien Energiedrink fühle ich mich immerhin in der Lage, mehr als 20 m am Stück zu gehen und einigermaßen fokussiert zu denken. Mir kommt einfach alles so irreal vor, als wenn man irgendwo weit weg wäre. Außerdem ist meine Stimmung irgendwie etwas gedämpft mit den üblichen „alles ist sinnlos in meinem Leben“-Gedanken; das sollte ich irgendwie zügig ändern.
Das reale Leben und die reale Zeit läuft dummerweise währenddessen weiter.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Wälder liebe? Egal, ob tagsüber, abends oder auch vereinzelt mal nachts/im Dunkeln, im Wald fühle ich mich wohl und sicher. … Das kommt bestimmt davon, wenn man auf dem Land aufgewachsen ist und mit anderen Dorfkindern oder alleine bis zur Dämmerung viel im Wald gespielt hat und später als Jugendlicher von Feiern nachts am Wald entlang nach Hause gelaufen ist. (Ich liebe es generell nachts unterwegs zu sein.) Gesunde Wälder strahlen so eine Ruhe aus. Egal zu welcher Jahreszeit.
Damit schlagen sie selbst wunderschön türkisfarbene Baggerseen.^^
Gestern bin ich zwar gegen 2/3 Uhr ins Bett gegangen, habe aber letztlich bis kurz vor 12 Uhr geschlafen (und bin auch nur richtig wach geworden, weil meine Mutter angerufen hat). Nach einer gewissen Anlaufschwierigkeit, die ich nach dem Aufstehen gerade an freien Tagen immer habe (unter der Woche zwinge ich mich eben, weil ich ja pünktlich bei der Arbeit sein muss), wurde ich aber munterer und bin sogar bis jetzt halbwegs motiviert. Gewicht ist auch relativ gut: 54,0 kg. Na geht doch. Wenn ich mich besser ernähre und regelmäßiger bewege, sind die 52 kg nicht weit entfernt. Ich sollte das nur jetzt so durchhalten und weiter umsetzen + ausbauen, bevor mich künftige Wassereinlagerungen/Gewichtssprünge nach oben wieder frustrieren.
Vorhin hat mein Bruder angerufen; das Telefonat war wie immer (Anmerkung: Er interessiert sich ausschließlich für sein Leben & seine Bedürfnisse), ließ sich aber glücklicherweise kurz halten => nachdem ich nicht begeistert auf sein „Ich habe Bock, mich diesen Monat mit dir zu treffen!“ mit Terminsvorschlägen reagiert habe, war er beleidigt und hat aufgelegt.
Mein schlechtes Gewissen hält sich in Grenzen, dafür habe ich zu viele Jahrzehnte erheblichen Stress mit ihm gehabt, aber es ist trotzdem doof, dass er es immer zuverlässig schafft, einen eigentlich schönen Tag ein bisschen zu trüben. Es hat mich schon gestern abend etwas gestresst, als ich gesehen hatte, dass er mich angerufen hatte während ich beim Training war. Seine Anrufe verheißen für mich nämlich immer etwas Schlechtes. Er will dann immer etwas von mir, das ich ihm nicht geben möchte, weil ich mich dafür selbst aufopfern müsste. Er versucht dann, verschiedene Knöpfe zu drücken, bevorzugt, indem er auf reumütig und leidend macht, und wird am Ende aggressiv, wenn er damit bei mir nicht zu seinem eigentlichen Ziel kommt (und ich bei der Farce, dass wir ein super Geschwisterverhältnis hätten, nicht mitspielen mag). Kurz: Ich funktioniere dann nicht, wie er mir das zugedacht hat auf seiner inneren Bühne.
Klar, wir haben immer für ihn dann ein super Geschwisterverhältnis gehabt, wenn ich unter Selbstverleugnung ganz und gar auf ihn eingegangen bin und meine Sensibilität dafür verwendet habe, quasi-therapeutisch zu erahnen, was er braucht.
Egal, ich gehe jetzt gleich Laufen, solange die Sonne noch so schön scheint. Hoffentlich sind die üblichen Spaziergänger längst weg; das ist das Einzige, was solche Ausflüge trübt => andere Menschen stören dabei durch ihre bloße Anwesenheit. Auch ein Vorteil von großen Wäldern: Man trifft mit etwas Glück niemanden.
Problem: Man muss das Glück haben, dass so ein großes Waldstück in der Nähe des eigenen Wohnortes liegt. Hier gibt es direkt leider kein derartiges Waldstück, aber etwas weiter weg ist ein Waldstück, das ich noch nicht erkundet habe. Es ist recht weit weg, aber evtl. versuche ich mal, bis dahin zu kommen. Wenn es dort gut ist, würde sich der Weg öfters lohnen.
Danach werde ich etwas Aufräumen und Putzen, später Einkaufen gehen und später zocken oder evtl. mir etwas bei netflix & Co. anschauen. (Wenn mein Bruder nicht ständig so einseitig fordernd, egozentrisch und aggressiv wäre, würde ich evtl. sogar mit ihm zocken; nur ist er eben, wie er ist, und das wird dann für mich kein entspannter Abend, sondern zuverlässig frustrierend. Dafür habe ich keine Kapazitäten. Ohne ihn wäre ich möglicherweise gar nicht so schizoid vom Persönlichkeitsstil geworden – oder sollte das einfach nur eine ausgeprägte Introversion und innere Verträumtheit sein?
Unschlüssig bin ich, ob ich meinen Kumpel T. kontaktieren sollte. Er steckt irgendwo in den letzten Zügen seiner Examensvorbereitung und leidet unter ähnlichen Prüfungs- und Zukunftsängsten wie ich damals. Wie er mir zueltzt geschrieben hatte, geht es ihm dementsprechend mies. Da er sich zwar ähnlich wie ich über Monate sehr zurückzieht, aber da eben doch etwas anders als ich strukturiert ist, weiß ich nicht, ob ich ihn besser eher in Ruhe lasse oder ihm zumindest nochmal schreiben oder gar anrufen sollte … .
Bei mir persönlich war das immer eine Mischung aus Genervtheit + „Sozialstress“, etwas Freude und schlechtem Gewissen, wenn mich einer meiner Kumpels in solchen Rückzugsphasen kontaktiert hat. … Hier kann ich es ja schreiben: So sehr ich meine Kumpels/Freunde schätze: Wenn ich Einträge wie „bei T. melden; S. antworten“ etc. nicht auf meine To-Do-Listen schreiben würde, damit ich mich wenigstens alle Wochen bis Monate mal melde/reagiere etc., würde ich keine soziale Kontaktpflege betreiben. Das heißt nicht, dass mir die Kontakte egal sind, im Gegenteil, nur irgendwie ist da in mir dieses Nähebedürfnis nicht, was andere idR deutlich ausgeprägt haben. Ich komme wohl zu gut alleine zurecht und fühle mich alleine auch am wohlsten, wenngleich ich sporadisch gerne gesellig bin mit den richtigen Leuten …. nur ist das eben sehr sporadisch.

… zumindest vorübergehend. Heute ist es im Büro deutlich besser gelaufen. Die „speziellen“ Arbeiten für den Chef sind allesamt fertiggestellt und zu meinen anderen Arbeiten bin ich auch ausreichend gekommen. Sogar trotz zweier (kleineren) spontanen „Akutfälle“, die sich aber letztlich recht leicht erledigen ließen. Mein Chef hat mir heute sogar überraschenderweise keine neue Arbeit gegeben, was gut war, um den Rückstand aufzuholen.
Verbesserungsbedarf besteht garantiert noch, aber zu wissen, dass -wahrscheinlich- gar nicht allzu viel Ausführlichkeit verlangt ist bei den meisten Sachen, war heute sehr nützlich. … Wenn die heutigen Arbeiten den Erwartungshorizont meines Chefs erfüllen, wäre das sehr hilfreich und für die Zukunft auch entlastend, schließlich spart das so Zeit und Arbeitsaufwand, was mich wiederum sehr entlastet.
Gut war auch, dass mein Chef anders als insgeheim von mir befürchtet, mich den kompletten Tag in Ruhe hat arbeiten lassen. Er ist nur kurz vor Feierabend (mit guter Laune) aufgetaucht, um mit meinem Kollegen und mir kurz ein paar organisatorische Dinge zu besprechen; direkt nachdem jener andere Kollege, ein weiterer dritter Kollege und ich gerade unseren kurzen small talk beendet hatten. … Zwischenmenschlich harmoniert es unter allen Mitarbeitern und Chefs dort recht gut, was mich schon zu Beginn dort sehr positiv überrascht hat.
Im Rahmen meiner damaligen Vorstellungsgespräche habe ich das bei anderen potentiellen Arbeitgebern anders kennengelernt; im absoluten Negativbeispiel sind sich die Leute mitten in meinem Vorstellungsgespräch untereinander an die Gurgel gegangen, so als hätten sie ganz vergessen, dass sie sich gerade in einem Vorstellungsgespräch befinden und ja auch als Arbeitgeber an sich um einen guten Eindruck bemüht sein sollten (und das, obwohl die so auf „nobel“ und freundlich gemacht hatten (wie eine Bekannte mal so treffend meinte: scheinfreundlich). Tzz, da war der schöne Schein schnell dahin => „Nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“).
Aus dem Vorstellungsgespräch habe ich mir insgeheim dann einen persönlichen Spaß gemacht, weil ich eh im Leben nicht dort hätte anfangen wollen. Da ich selbst für unsichtbare Stimmungen im Raum empfindlich bin und generell ein harmonisches Zusammenleben und „friedliches Arbeiten“ ohne Konkurrenzkämpfe mit Kollegen bevorzuge, war das dort absolut nichts für mich.
Mein aktueller Arbeitgeber hat dagegen -entgegen der etwas abweisend bis ungünstig wirkenden Bilder auf der Homepage- einen sehr nachhaltig guten Eindruck hinterlassen; auch die Mischung aus Direktheit, Offenheit, Humor und Wertschätzung war für mich so gut, dass ich es zu schön fand, um wahr zu sein. Aber ich muss sagen, dass dieser Eindruck nicht getäuscht hat, wenngleich ich in einem Wirtschaftsunternehmen arbeite und daher die Wirtschaftlichkeit am Ende auch über meine weitere Zukunft entscheidet. Selbst wenn das alles misslingen sollte (was ich schade fände), kann ich beim besten Willen nicht behaupten, dass ich dort unfair oder auf persönlicher Ebene nicht wertschätzend behandelt worden wäre.
Heute war ich sogar just pünktlich beim Sporttraining. Danach war ich gegen kurz nach 21 Uhr lange sehr heiß duschen und hätte problemlos in der Dusche einschlafen können. Die Anspannung war endgültig weg. Eventuell kam noch eine gewisse relative Nüchternheit hinzu:
Gegessen hatte ich bis dahin morgens auf dem Weg zur Arbeit einen Früchteriegel, mittags gegen kurz nach 13 Uhr zwei Bananen und zwei Scheiben (schwed.) Knäckebrot mit Hähnchenaufschnitt. Den Skyr, den ich noch dabei hatte, habe ich mangels Hunger nicht gegessen. Nach Feierabend kamen dann abends vier Pfefferminz-Mentos vor dem Sport dazu, dann musste ich auch schon weiter zum Training.
Nachdem ich mich nach dem Duschen um die Wäsche im Keller (Anmerkung: Nein, sie ist nicht verschimmelt, sondern tadellos^^) gekümmert hatte, war ich etwas unschlüssig, ob ich überhaupt noch etwas essen sollte. Ein bisschen Hunger hatte ich schon und mein Gewicht ist auch derzeit endlich mal etwas besser, die Wassereinlagerungen sind fast ganz verschwunden und ich wiege aktuell 54,2 kg.
Andererseits wäre Nichtessen eine gute Chance gewesen, um deutlich weiter in diesen benebelten Trancezustand hineinzugleiten. Ich weiß nicht, ob das sowas wie eine milde Unterzuckerung ist -als Nichtdiabetiker und Nichtextremsportler schafft man das doch eigentlich gar nicht?! Erst recht, wenn man nur eine etwas längere Essenspause von wenigen Stunden hatte.
Letztlich überwog das Gefühl der Energielosigkeit und da ich noch etwas vom Abend haben wollte, gab es dann eben noch drei Scheiben Knäckebrot mit zwei Käsescheiben, etwas Kräuterquark und einem gekochten Ei; um mir etwas zu kochen/zu braten, war ich zu faul. … Vielleicht gehe ich morgen zum Bäcker und hole mir frische Brötchen (mit klassischem Brot habe ich es nicht so, außer wenn es ganz frisch ist); abends könnte ich was kochen. Einkaufen muss ich eh noch morgen, sollte aber mit Süßigkeiten besser zurückhaltend sein; das ist bislang früher oder später nicht gut gelaufen, wie man hier allzu gut nachlesen kann.
Außerdem steht für morgen und übermorgen Wäschewaschen, Putzen/Wischen, Fensterputzen, Aufräumen und tagsüber Laufengehen an; dafür habe ich abends quasi frei. Strenggenommen stehen noch diverse andere (nicht eilige und mehr oder weniger wichtige) private Aufgaben auch noch an, aber die stelle ich mal hinten an; evtl. nächstes Wochenende oder so. (Wenn ich mir zu viel auf einmal vornehme, neige ich dazu, dann gar nichts oder kaum etwas davon zu machen.)
Ah und an sich wäre es auch gut, wenn ich wieder ca. 52 kg erreichen würde. Einfach, weil die Wassereinlagerungen zumindest in schwächerer Form höchstwahrscheinlich wieder kommen werden und weil ich nicht sukkzessive in meinem Leben immer schwerer werden möchte. Man wird beim Gewicht zu schnell bequem, finde ich. Also besser den Anfängen wehren, als hinterher 10 kg oder so abnehmen zu wollen.
Ich möchte mein Leben insgesamt in konstruktivere Bahnen als in der jüngsten Vergangenheit lenken; u.a. unter der Woche mehr schlafen und privat wie beruflich mehr geschafft bekommen.

Wenigstens habe ich durch mein nie langweilig werdendes Berufsleben die letzten beiden Tage kaum Hunger, geschweige denn Appetit gehabt. (Gegessen habe ich gleichwohl ausreichend Kalorien, schließlich möchte ich ja leistungsfähig bleiben bzw. leistungsfähiger werden). Und bis auf einen Rückfall mit anschließendem Übergeben am Dienstagabend, anstatt zum Sporttraining zu gehen, geht es mir insgesamt wieder etwas besser – oder ich bin einfach nur zu betäubt bzw. erschlagen innerlich; keine Ahnung, ist auch egal.
Wenn das mit dem Berufsleben besser läuft, kümmere ich mich mal um mein Privatleben. Dort persistieren nämlich die bekannten Baustellen wie zu wenig Bewegung/Sport im Alltag, zu wenig Sonne bzw. an die frische Luft gehen am Wochenende, mangelnde bis schleppende Haushaltsführung … ich habe hier so eine aktualisierte To-Do-Liste, auf der seit Wochen, teils auch Monaten, dieselben Aufgaben stehen, die ich auch weiterhin aufschiebe.
Aber es gibt Hoffnung: Die gewaschene Wäsche steht nun nicht mehr in meiner Wohnung, sondern seit Sonntagabend in meinem Keller auf dem Wäscheständer. Wie schnell schimmelt eigentlich Wäsche? …
Wie machen das andere Menschen nur, dass sie auch in ihrem Privatleben zu so vielen Sachen motiviert sind, so viel Energie haben und (private) Aufgaben ohne Aufschieben erledigen?
Persönlich bin ich ja nicht einmal zum Zocken oder Fernsehen etc. motiviert. Selbst am Wochenende schiebe ich das Zocken meiner eigentlichen Lieblingsspiele so lange vor mir her, bis das Wochenende wieder vorbei ist. Und wenn am Wochenende die Sonne scheint, fühle ich mich eher gestresst, weil ich dann ja vernünftigerweise wenigstens kurz nach Draußen gehen sollte. Stattdessen schiebe ich auch das Rausgehen solange auf, bis die Sonne untergegangen ist und schlucke zur Gewissensberuhigung Vitamin-D-Kapseln.
Für diesen Samstag habe ich in einem Anfall geistiger Umnachtung einem Bekannten zu dessem Geburtstagsparty zugesagt. Dabei finde ich Partys ohne Drogen wie Alkohol (oder früher Gras) in den allermeisten Fällen ausgesprochen öde.
Ja, mit den richtigen Menschen kann man auch ohne Drogen Spaß haben. Das setzt aber voraus, dass auf solchen Feiern die für mich richtigen Menschen sind, was meiner Erfahrung nach ausgesprochen selten der Fall ist. Drogen erhöhen dagegen die Passung bzw. ist es dann auch egal, welche Gestalten da eigentlich noch sind und wie uninteressant die Gesprächsmöglichkeiten bleiben. Am besten habe ich bzgl. Partys immer die Kombination aus guten Freunden + ggf. spontan gut kompatiblen anderen Gästen und Cannabis und/oder Alkohol gefunden. Wobei ich Cannabis deutlich besser verträglich für den Körper und vom Rausch her angenehmer fand. (Gerade die veränderte Sinneswahrnehmung der Umgebung und diesen entspannt-tranceartigen Zustand habe ich gemocht; das ist nochmal anders, als der angenehm-benebelt-tranceartige Zustand infolge von Nichtessen.) Außerdem sind auch die anderen Bekifften deutlich erträglicher, als viele Betrunkene. … Am angenehmsten finde ich es aber, egal ob nun betrunken oder bekifft, wenn man seine Ruhe hat und nicht mit den anderen interagieren muss => vor allem in Diskotheken ist es schwierig, eine ruhige Ecke zu finden, all die Lichteffekte, die Musik und die Szenerie insgesamt auf sich wirken zu lassen, ohne dabei von Mitmenschen gestört zu werden.
Dank einer Histaminintoleranz vertrage ich Alkohol auch mit einer Überdosis an Antihistaminika ziemlich schlecht und den Geschmack alkoholischer Getränke mag ich nicht, wenngleich mir die Wirkung je nachdem willkommen ist; ganz besonders in langweiligen Gesellschaftssituationen wie Feiern, von denen man nicht so schnell wieder abhauen kann.
Da hilft zumindest der theoretische Gedanke, dass ich mich zur Not betrinken könnte, um nicht mehr allzu anwesend sein zu müssen innerlich. In die Praxis umgesetzt habe ich diesen Gedanken nur sehr selten. Betrunken (oder ganz früher auch bekifft) zu sein empfielt sich gerade bei solchen Veranstaltungen eh nie und den Rausch genießen kann man dabei auch nicht, weil man sich ja nach Außen hin zusammenreißen muss/sollte.
Mal sehen … am besten wäre es wohl bzgl. der Feier am Samstag, spät zu erscheinen, nüchtern zu bleiben und nach einer Weile wieder zu verschwinden, wenn es mir nicht wider Erwarten gut gefallen sollte. Wäre auch eine gute Übung, weil ich nämlich dazu neige, in dem Fall trotzdem noch zu bleiben, weil ich vor Ort unter all den Leuten jedes Selbstgefühl für mich verliere (Hunger, Unlust bzw. lieber alleine Zuhause sein wollen etc.); Müdigkeit setzt sich noch am ehesten irgendwann durch.