
ein bisschen Musik, weil mir danach ist.

ein bisschen Musik, weil mir danach ist.

Gestern abend bin ich wieder zurück in meine Wohnung gefahren. Kurz vorm Ziel hat mich ein sehr zügig fahrendes Fahrzeug auf der ansonsten völlig leeren Autobahn überholt. Beim Wiedereinscheren vor mir hat das andere Fahrzeug einen Stein (?) aufgeschleudert, der just mit meiner Frontscheibe kollidierte. Das Geräusch war sehr hässlich.
Sehr schön, am Freitag habe ich einen TüV-Termin, vor dem ich nun die Scheibe austauschen lassen muss. Mal sehen was die Werkstatt morgen sagt, sonst werde ich den TüV-Termin verschieben müssen. Ich bin ja schon erleichtert, dass auch die Werkstatt, in der die Scheibe ausgetauscht wird, Öffnungszeiten hat, die mit meinen Arbeitszeiten harmonieren.
Sonntagnacht habe ich kurzentschlossen endlich mal meinen Blog überarbeitet, weil ich den seit Längerem übersichtlicher gestalten wollte. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Allerdings sollte ich nicht immer so lange Beiträge schreiben, das würde auch das Einsortieren in die Kategorien erleichtern und die nötigen Schlagwörter begrenzen. Diesen lästigen Anzeigefehler bei den Anführungsstrichen konnte ich allerdings nicht beheben; manchmal wird in den Beiträgen am Wortende ein tiefes Anführungszeichen angezeigt, obwohl in dem Beitrag im Bearbeitungsmodus alles richtig angegeben wird. Mhm … .
Edit: Ah, habe die Ursache gefunden.
Ansonsten habe ich heute meinen Bruder zurückgerufen, weil er eine rechtliche Frage hatte. Heute hatte er erfreulicherweise sowas wie einen lichten Moment (ich nenne das immer scherzhaft für mich bei ihm „luzides Intervall“, weil er dann vorübergehend quasi recht normal und vernünftig tickt, aber das hält nicht allzu lange an und man muss als Gegenüber seine Worte nach wie vor sehr gut abwägen).
Da ich es trotz allem für ihn selbst und aus eigennützigen Gründen begrüßen würde, wenn er sein Leben doch geordnet bekäme und zufrieden leben würde, habe ich mich sogar ca. 30 min mit ihm unterhalten. Na ja, also er hat davon etwa 27 min. über sein Leben geredet, aber immerhin mal nicht aggressiv, fordernd und cholerisch. Andererseits heißt das bei ihm nichts; schon gar nicht, dass er umsetzen würde, was er selbst in seinen lichten Momenten für sein Leben für sinnvoll erachtet. …
Es ist immer so ein Balanceakt: Einerseits ist es konstruktiv, ihn dann zu unterstützen. Das ist für ihn sehr wichtig – man kann da also viel kaputt machen, wenn man ihn in solchen Momenten abweist. Andererseits darf man ihm bei seinen Überlegungen aber „nicht zu sehr“ gut zureden. Man muss ihn in dem Gefühl bestätigen, dass alle (vernünftigen, konstruktiven) Erwägungen, die er äußert, seine ureigenen Ideen sind (nicht, dass wir ihm diese als Familie vorher seit Jahren schon empfohlen haben, wenn er einen Rat haben wollte^^).
Zu viel darf man ihm auch nicht „gut zureden“, auch am besten keine Kritik äußern, sonst macht er aus einer Art Trotz das exakte Gegenteil; im Zweifel bekommt man dann die volle Breitseite an Aggressionen ab. Wer cholerische Menschen kennt, die hoch empfindlich sind, dürfte eine Vorstellung davon haben, was ich meine. … Joa, heute hat das alles soweit geklappt. Hoffentlich lässt er mich die nächsten Tage in Ruhe.
Insgesamt ist der heutige Tag komisch und sehr „lahm“ gewesen. Relativ gut war nur mein Gewicht mit 54,6 kg; am Freitag waren es noch 55,3 kg. Heute habe ich im Grunde nichts gemacht, stand neben mir und konnte mich auch zu fast nichts aufraffen. Dabei habe ich mehr als ausreichend geschlafen, pah!
Gerade dieses „neben sich stehen“ ist sehr hinderlich. Man ist irgendwie anwesend, aber zugleich auch abwesend und „gar nicht richtig da“. Ein bisschen als wäre man in einem Wachtraum, als Beobachter. In diesem Zustand habe ich mehr aus verpeilter Routine heute nachmittag quasi mein Mittagessen gegessen, ohne Hunger zu haben. Ein bisschen hatte ich auch die Hoffnung, dass mein Körper dadurch noch richtig wach werden würde und dieser blöde innere Zustand enden würde. Das hat nicht funktioniert.
Warum ich danach dachte, dass etwas Zucker für mehr Wachheit sorgen könnte, weiß ich nicht recht; ich habe zumindest mal aufgeschnappt, dass auch Unterzuckerungszustände oder niedriger Blutdruck sowas auslösen können. (Mein Blutdruck war zuletzt btw wieder niedrig-normal bzw. mit irgendwas von 93:60 sogar niedrig … warmes Wetter am Samstag/Sonntag eben).
Jedenfalls habe ich den Osterhasen komplett gegessen. Im Anschluss war mir schlecht, welch‘ Überraschung. Erst wollte ich das ignorieren, aber nach kurzer Abwägung habe ich mich übergeben und war danach dann endlich mal etwas mehr beisammen. Schade um das Essen.
Wahrscheinlich bin ich heute Abend dann richtig wach, wenn ich ins Bett müsste. Was für ein verpennter Tag. Ob Koffeinspritzen helfen würden?
Ich mag die Stimme/Sängerin; der Song und das Video erinnern an Billie Eilish:

Karfreitag war gut. Zwar habe ich lange geschlafen und war zunächst nicht sonderlich motiviert zu irgendetwas. Aber ich habe mich dann doch zum Packen und einer Runde Laufen überwunden, bei der mir ungewohnt viele Spaziergänger begegnet sind. Außerdem war es für mich ungewohnt hell und heiß; irgendwie schön, aber auch unangenehm.
Die letzten Tage habe ich ja immer bis abends im Büro verbracht und insofern nur am Rande mitbekommen, dass hier quasi schon der Sommer ausgebrochen ist; nachdem es hier letzte Woche noch Minustemperaturen gegeben hat. Ich wusste gar nicht, wie hell es tagsüber in der Sonne ist. Beim Laufen war mir dadurch etwas schwindelig, zumal mir Sport direkt nach dem Aufstehen nicht liegt kreislaufmäßig, aber irgendwie ging es dann doch. Danach ging es zu meinen Eltern.
Karfreitag haben wir Lachs mit so einer Kräutersahnekruste, Kartoffeln, Kräuterbutter und Gurkensalat gegessen. Als Nachtisch gab es Torte; so ein Teil mit Biskuitboden, Pfirsichen und dieser durchsichtigen, süßen Geleemasse. War alles in allem gut.
Abends gab es Käse, Gurken und später etwas Schokolade. Wir haben uns diese Serie mit Pastewka und „Merz gegen Merz“ mit Christoph Maria Herbst (der Stromberg-Darsteller) angeschaut. War lustig, obwohl ich bislang kein Fan von Pastewka gewesen bin. (So ging es mir auch mit der Serie „Dr. Psycho“ mit dem Ulmen, mit dem ich vorher nichts anfangen konnte.) Und den Herbst mag ich eh von Stromberg.
Der Samstag war auch weitgehend entspannt: Frühstück mit Brötchen, danach mit meinem Vater Autoreifen wechseln, Luftdruck etc. kontrollieren etc. und das Fahrzeug polieren usw.. Ich bin immer wieder fasziniert von all den Pflegemitteln, Schwämmen etc., die mein Vater angeschafft hat. Da ist für meinen Pkw alles dabei. Nun sieht der kleine Wagen fast wieder wie neu aus.
Zum Mittagessen gab es heute Möhreneintopf mit Mettwurst und Senf sowie Reibeplätzchen (mit Rübenkraut^^). Später kamen noch Eis und Amarenakirschen plus etwas Erdbeer-Joghurt-Schokolade (Rest von gestern) dazu.
Soweit alles sehr angenehm und friedlich. Getrübt wurde der Friede nur durch die Anrufe meines Bruders, der derzeit mal wieder völlig am Rad dreht und alle terrorisiert; im Moment hat er sich mal wieder auf unsere Mutter eingeschossen. Ich mag dazu gerade nichts weiter schreiben; kurz gesagt ist mein Bruder eben ein pathologischer (erfolgloser) Narzisst, der nicht mit und nicht ohne andere kann.
Die Psycho-Spiele, die er regelmäßig abzieht, sind unter aller Sau. Ironischerweise steht er sich selbst extrem im Weg. Ich denke nicht, dass er sein Leben jemals auf die Reihe bekommen wird. Blöderweise versucht er aus seiner Unzufriedenheit heraus, anderen deren Leben schwer zu machen, wo er kann. Falls ich mal von seinem Tod erfahren sollte, wäre ich wohl nachdenklich, aber auch definitiv erleichtert.

… keine Osterhasen, keine Schokolade, keine Ausreden, kein Übergeben, kein Homeoffice, kein Virus, kein Bruder, keine Deadlines, kein Flurdienst, keine Kurzarbeit, … und hoffentlich auch keinen Kuchen!
Man muss sich immer das Gute vor Augen halten! ^^
Das Problem fing vor ein paar Tagen an, als mich meine Mutter just nach der Arbeit fragte, wann ich Ostern vorbeikäme. „Ostern?! – Welches Ostern? … Etwa das übernächste Wochenende nach dem verschiedene Fristen ablaufen, mit der komisch kurzen Woche und den zwei gestohlenen Arbeitstagen, obwohl ich noch diverse Schriftsätze fertigstellen muss?“, zuckte es kurz durch den angenehm betäubenden Nebel in meinem Bewusstsein, der sich immer nach der Arbeit einstellt. Welcher Wochentag war überhaupt?
Die Stimme meiner Mutter holte mich zurück in die Gegenwart: „Kommst du Donnerstagabend oder Freitag und bleibst bis Montagmorgen?“
„Uärghhs, gar nicht … äh ich meine ich würde euch Freitag besuchen, aber frühestens nachmittags! Kann auch sein, dass es später wird. Und ich werde Sonntags wieder fahren!“, konnte ich meine Freude kaum verhehlen.
„Die Katzen würden sich auch freuen!“ … Mist, jetzt hatte sie mich. Unwillkürlich lullten mich angenehme Bilder ein und mein Widerstand schmolz dahin.

Der heutige Samstag war weitgehend schön. Endlich wärmere Temperaturen und viel Sonnenschein. Bis mittags hatte ich auch ausgeschlafen, da ich erst morgens gegen 6 Uhr ins Bett gegangen bin. Schuld daran war der fesselnde Online-Modus von Red Dead Redemption 2, den ich erstmalig begeistert ausprobiert hatte. Das Spiel ist sowohl im Singleplayer-, als auch im Multiplayer super.
Erfreulicherweise war ich ausnahmsweise hochmotiviert und habe ein paar bislang liegengebliebene Aufgaben erledigt. Danach gab es selbstgemachte „Kräuterkartoffeln“ mit ebenfalls selbstgemachten Kräuterquark. Die Zubereitung ist denkbar einfach und die Kartoffeln schmecken mir noch besser, als die Fertigvariante aus dem Tiefkühlfach (die auch nicht schlecht ist):
Kartoffeln kochen, in Scheiben oder „Stifte“ schneiden und in eine Marinade aus Kräutern (frischer Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, etwas Chiliflocken) + geschmolzene Kräuterbutter + Olivenöl einlegen. Ganz ähnlich beim Quark, nur dass ich für den Pfeffer, etwas Zucker und Limettensaft + geschmolzene Knoblauchbutter + die anderen Kräuter genommen habe. Die marinierten Kartoffeln kommen anschließend noch eine Weile in den Backofen, bis sie knusprig-braun sind.
Das Ganze hatte ich spontan „frei Schnauze“ gemacht, insbesondere bzgl. der Dosierung der Kräuter etc., und war insofern erleichtert, dass es am Ende erstaunlich gut geschmeckt hat.
Später am Tag, gegen Abend, bin ich tatsächlich Laufen gegangen. Spaß gemacht haben die Trittübungen an einer beschaulichen Stelle im Wald; ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn das Kampfsporttraining irgendwann in drei Monaten oder so wieder anfängt. Nur teilweise Spaß gemacht hat das Laufen selbst, weil mir währenddessen übel war. Deshalb ist es auch eher eine Mischung aus Laufen und Spazierengehen geworden.
Nach dem Laufen musste ich mich etwas beeilen mit Duschen etc., um noch schnell einkaufen gehen zu können. Auch nach dem Einkaufen war mir noch übel. Meiner Galle hat mein Mittagessen offensichtlich nicht gepasst.
Leider habe ich eine etwas überempfindliche Galle, die manchmal „angefressen“ reagiert. Mediziner nennen das Gallenwegsdyskinesie. Die genetische Disposition habe ich von meiner Mutter, die das gleiche Problem mit ihrer Galle hat.
Meistens habe ich keine akuten Probleme damit, außer einmal im letzten Sommer sehr stark, so dass ich eine Weile kaum etwas vertragen habe ohne quasi gleich wieder Gallenkoliken zu bekommen. Meistens äußert sich diese Überempfindlichkeit aber nur vereinzelt und in milder Form, so wie heute.
Zum Glück hilft mir ein Medikament recht gut dagegen, das ähnlich wie Gallenflüssigkeit schmeckt. Aber bekanntlich schmecken die wirksamsten Medikamente ja besonders scheußlich.^^
(kleiner Scherz! )
Wochenrückblick:
Mittwochabend hatte ich mich noch mal übergeben, natürlich wieder mit Nasenbluten. Mir war da schon nach dem insoweit normalen Abendessen latent übel, weil ich versehentlich ranziges Kürbiskernöl verwendet hatte. Das Weingummi, das ich danach gegessen habe, war grundsätzlich keine schlechte Idee, da das irgendwie magenberuhigend wirkt und gegen die Übelkeit hilft. Allerdings gilt das natürlich nicht, wenn man dann so wie ich aus einer „Scheißegal-Laune“ heraus spontan viel zu viel davon isst, bis einem von dem ganzen Weingummi erst recht schlecht ist. … Wie auch immer, nach dem Übergeben ging es mir immerhin deutlich besser.
Der Donnerstag und der Freitag sind dagegen soweit recht gut verlaufen, auch wenn ich an beiden Tagen abends nach der Arbeit weder Sport, noch einen Spaziergang gemacht habe. Am Donnerstag hatte ich mir -einer spontanen Laune folgend- für die Mittagspause drei Brötchen, zwei Schokobrötchen und so einen teilweise schokolierten Osterhasen mitgebracht, der aus dem gleichen Teig war, wie diese „Amerikaner“, die man in Bäckereien kaufen kann. Die Schokobrötchen und der Osterhase sind zu meinem Mittagessen geworden, die Brötchen gab es abends mit Käse bzw. Rübenkraut/Zuckerrübensirup.
Keine Ahnung, warum eigentlich Rübenkraut; das mag ich zwar, aber eigentlich esse ich das höchst selten (und eigentlich meistens nur zu Reibeplätzchen, die ich noch seltener esse). Genauso auch mit so Sachen wie den Schokobrötchen oder gar dem Osterhasen(teig).
Vielleicht werde ich mir zukünftig häufiger diese „Amerikaner“ kaufen; der Geschmack und die Konsistenz von dem Teig ist echt lecker. Ansonsten sind mir die meisten Sachen vom Bäcker tendenziell zu süß und klebrig; gerade wenn da so viel Zuckerguss drauf ist; auch die Sachen mit Sahne vertrage ich nur bedingt; je nachdem wird mir davon übel – das war bei mir immer schon so. Eigentlich schade, denn z.B. die Puddingplätzchen wären ohne den Zuckerguss ziemlich gut.
Freitag hatte ich nicht wirklich Hunger und heute auch nicht (heute vermutlich vor allem wegen der Gallensache bzw. der latenten Übelkeit). Gewichtstechnisch hat sich der Donnerstag offenbar bis zum Samstag wieder ausgeglichen. Das Gewicht ist zwar nach wie vor für meinen Geschmack etwas zu hoch und ein bisschen Wassereinlagerungen habe ich nach wie vor, aber ich hätte wirklich Schlimmeres erwartet. Zumal nach dem Übergeben an zwei Tagen hintereinander, der ungünstigen Zyklusphase und den ganzen leeren Kohlenhydraten (<= binden Wasser im Körper) vom Donnerstag hätte ich mit mehr Gewicht bzw. stärkeren Wassereinlagerungen gerechnet. Sollte sich der Wasserhaushalt meines Körpers etwa allmählich wieder normalisieren? … Auf jeden Fall bekommt mir die weitgehende, wenngleich nicht strikte Süßigkeitenabstinenz gut. Auch das Laufen heute war eine gute Idee.

Die meisten verstrahlten Mitmenschen begegnen mir insbesondere beim Einkaufen. So auch heute:
An der Kasse war vor mir eine Kundin mit ihrem ca. 5-jährigen Kind, die zwar sich und dem Kind brav Handschuhe angezogen hatte, allerdings hatte sie das Kind trotz seiner Größe in den Einkaufswagen verfrachtet, wo es munter an den Griffen des Einkaufswagens und anschließend an seinem Gesicht rumpatschte. An der Stelle habe ich noch wohlwollend in Betracht gezogen, dass sie die Griffe vorher desinfiziert haben könnte.
Sie hatte einen Großeinkauf gemacht und sah sich anschließend nach dem Bezahlen nicht in der Lage, ihre Einkäufe in einigermaßen zumutbarer Geschwindigkeit einzupacken. Da sie alles blockierte und regelrecht zu trödeln anfing, platzte der Kassiererin dann auch der Kragen. Daraufhin fing die Dame an, dass ich – als nächster Kunde – ja schon einmal zu ihr ans Kassenende kommen könne, sie würde ihre Sachen einfach etwas beiseite schieben. Dass das so wegen der Abstandsregelung nicht geht, haben ihr dann die Kassiererin und ich gemeinsam erklärt. Außerdem hingen im Eingangsbereich ja auch nur diverse Hinweisschilder, ausweislich derer jeder zu anderen Kunden einen Abstand von 2 m einhalten sollte.
Die Kassiererin war inzwischen ziemlich genervt, völlig nachvollziehbar, weil die Kundin die Situation genutzt hatte, um beim Einpacken eine kleine Pause einzulegen und ein bisschen mit ihrem Kind zu plaudern. Wartete ja nur jeder auf sie … . Auf unseren Hinweis hin, war die Frau ziemlich eingeschnappt und setzte das Einpacken nun fast in Zeitlupe fort. Ich spreche der Kassiererin an dieser Stelle meinen Respekt für ihre Contenance aus.
Währenddessen war an der Kasse nebenan eine Frau, die mit fremden Akzent die Kassiererin angiftete, weil die ihr eine Ware nicht wegen Nichtgefallens „umtauschen“ wollte, welche die Frau ganz woanders gekauft hatte; irgendwelche Kaufbelege hatte sie natürlich auch nicht dabei. Alle Erklärungen der Kassiererin führten zu noch mehr Pampereien der Frau, bis sie endlich missmutig von dannen zog….
Immer wenn man denkt, es geht nicht bekloppter … .

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Eigentlich werden vermummte Besucher in Supermärkten ungerne gesehen, schon gar nicht für Gratiseinkäufe, aber Zeiten ändern sich.
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Ich hoffe das bekommt niemand in den falschen Hals. Es hat auch nichts mit dem Virus zu tun, also keine Sorge. Wer sich schnell ekelt oder gerade isst, sollte besser wegklicken.
Es fing gestern mit dem ersten unschuldigen roten Tropfen an, der plötzlich vor mir auf die Keramik platschte, als ich mich gerade übergab. Ich habe ja schon viel erlebt beim Übergeben, inklusive Beinahe-Ersticken, aber Nasenbluten habe ich davon bislang noch nie bekommen. Nicht einmal in früheren exzessiven Zeiten, in denen es mich beim besten Willen nicht gewundert hätte.
Das gestern hat mich gewundert, weil es für mich nicht wirklich plausibel war. Erbrechen tue ich mich über die letzten Wochen betrachtet etwa 2-3/Monat, mit eher sinkender Tendenz und na ja einfach insgesamt vom Ausmaß her abnehmend; es würde mich nicht wundern, wenn es sich bald wieder final erledigt hat für die nächsten Jahre oder so. Allerdings mag ich mir in der Hinsicht nichts bestimmtes vornehmen, weil ich im Moment zwar Nichtübergeben insgesamt besser finde und das Bedürfnis danach eher gering ist, ich mich aber nicht so 100%ig überzeugt für die Option entscheiden kann, es einfach komplett sein zu lassen.
Außerdem übergebe ich mich je nachdem im Zweifel auch trotz eines gering ausgeprägten Bedürfnisses danach, oder andersherum übergebe ich mich trotz situativ etwas größeren Wunsches danach trotzdem nicht, ohne dass es mir schwerfallen würde. Erklären kann ich das nicht.
Manchmal beschleicht mich eh der Verdacht, dass mein Handeln, Denken und Empfinden generell öfters auseinanderfallen => Ich handel anders, als ich fühle und denke; und ich fühle anders, als ich handel und denke etc..
Immerhin hat das Nasenbluten gestern so schnell wieder aufgehört, wie es angefangen hat. Heute abend habe ich nach dem Abendessen ein paar bislang aufgeschobene Dinge erledigt. Später wieder in Ruhe habe ich erneut Nasenbluten bekommen. … Eigentlich bin ich so der Mensch, der so gut wie nie Nasenbluten bekommt. Die Ursache war schnell gefunden: Mein Blutdruck war zwar noch normal-hoch, aber höher, als gewöhnlich. Vielleicht sollte ich doch mal ein paar chronische (hausgemachte) Stressfaktoren aus meinem Alltag entfernen? Andererseits ist mein Alltagsstress überschaubar, je nach Sichtweise habe ich gar keinen echten Stress bzw. Grund, mich gestresst zu fühlen.
Wer dagegen derzeit richtig Alltagsstress hat, mehr als sonst ohnehin schon, sind mein Hausarzt und dessen Mitarbeiter. Meine Mutter musste heute dorthin und nach dem, was sie von dort berichtet hat, tut mir mein Hausarzt leid. Nicht nur wegen des Massenandrangs gleich an seinem ersten Arbeitstag nach einer Woche Ferien (die ihm aus tiefstem Herzen gegönnt sind), sondern auch, weil er gewissermaßen wie andere aus der Medizinsparte tagtäglich direkt an den (potentiellen) Seuchenquellen sitzt, kümmerlich bewaffnet mit einem Mundschutz (der Rest in der Praxis trägt zusätzlich so eine Art Kunststoffschutz vorm Gesicht). Ich drücke ihm und seinen Angestellten die Daumen.
Btw: Meine Mutter hat eine vorgeschädigte Lunge, den medizinischen Fachbegriff kenne ich nicht, aber von den Symptomen her ist das ein wenig wie Asthma, wobei die akuten Anfälle u.a. durch kalte Luft, Zigarettenqualm usw. ausgelöst werden. Jedenfalls muss sie dann husten, bekommt schlecht Luft und braucht tatsächlich im Zweifel Asthmaspray, weil sich die Lunge wohl verkrampft. Da es heute morgen noch sehr kalt war, bekam sie leider just in der Praxis einen Hustenanfall. In diesen Zeiten ist man damit natürlich direkt ganz weit vorne … in der Liste der spontan im Raum meistgehassten Personen.^^ O-Ton: „Die Leute hätten mich fast gelyncht.“
Wenn ich mir überlege, wie die Leute auf mich zu Zeiten der Schweinegrippe reagiert haben, als ich just im Bus einen Schnupfenanfall bekommen habe (zu viel Histamin eben), glaube ich ihr sofort.

… so kommt es mir jedenfalls ein bisschen vor angesichts des Shutdowns und des Schneeregens Draußen.
Meine Robe wird länger im Schrank hängenbleiben, so viel steht nun fest. Sämtliche Gerichtstermine in nächster Zeit sind wegen der Virus-Situation aufgehoben. Das ist mir insoweit recht, schließlich habe auch ich kein Interesse an einer Infektion.
Privat mache ich mir ein bisschen Sorgen um meinen Kumpel B.. Genervt bin ich dagegen von manchen anderen sozialen Kontakten, mit denen ich teils keinen Kontakt mehr haben möchte oder nur einen rein bekanntschaftlichen Kontakt.
Bisher hatte das auch einigermaßen funktioniert, nur scheint denen durch die aktuelle Situation die Decke auf den Kopf zu fallen und so strecken sie ihre Fühler wieder verstärkt nach mir aus. Es mag für Außenstehende nicht nachvollziehbar und übertrieben sein, aber ich hasse sowas. Zumal wenn ich meine Grenzen bereits deutlich abgesteckt habe in dem einen Fall – oder sie wie in dem anderen Fall zumindest mit etwas gutem Willen deutlich zu erkennen wäre. Vorausgesetzt, man ist bereit zu akzeptieren, dass das Gegenüber keinen Kontakt möchte.
Der eine Witzbold schlägt gar vor, dass wir uns doch derzeit gut zum Spazierengehen treffen könnten, nachdem ich seine vorgeschobenen anderen Anfragen wie ein Lotusblatt habe abgleiten und ihn damit ins Leere laufen lassen. … Ohne Worte! Sowohl der Vorschlag selbst in diesen Zeiten, als auch seine Motivation dahinter.
Ich bin mir inzwischen sicher, dass der immer noch verknallt in mich ist und meine insofern deutliche Grenzziehung immer noch nicht kapieren will, auch wenn er sich nicht traut, das offen zu kommunizieren – und sich eine weitere direkte Absage einzufangen. Stattdessen versucht man(n) es lieber unter falscher Flagge mit regelmäßigen Fragen per WhatsApp, die allesamt unter diversen Vorwänden darauf abzielen, mich irgendwie zu einem realen Treffen zu bewegen.
Mich macht das ehrlich aggressiv. Eben dieses „sich unter Vorwänden wieder an einen heranwanzen“, obwohl bereits ein deutliches Nein von mir zu einer sexuellen oder partnerschaftlichen Beziehung zwischen uns steht.
Noch einmal falle ich bei dem auf die auch anfangs vorgetäuschte „Kumpelschiene“ nicht herein. Zumal einem das ja noch später verdreht wird, dass man ja auch freundlich reagiert habe und sich der andere daher berechtigt Hoffnungen auf mehr gemacht hätte (obwohl ich mich alles andere als flirtend verhalten habe; eben tatsächlich rein kumpel-bekanntschaftsmäßig; da ich kein weitergehendes Interesse an anderen habe, ist das mein genuines Verhalten).
Was läuft bei solchen Menschen eigentlich verkehrt? Sind das die Hormone? Ist das der Sexualtrieb?
Was ist bitte so schwer daran zu akzeptieren, wenn jemand keinen (vertieften) Kontakt mit einem möchte? Schon gar nicht mit partnerschaftlichen bzw. sexuellen Absichten. Davon hängt doch echt nicht das eigene Wohlergehen ab. Dann lässt man denjenigen eben in Ruhe und fertig.
Wenn das so weitergeht, werde ich irgendwann höchst unfreundlich werden (müssen). Nach den typischen ungeschriebenen Spielregeln bin ich dann das Arschloch, das man dann noch zu allem Überfluss vollzujammern versucht. Alles schon gehabt. Verliebte haben Narrenfreiheit bei Grenzüberschreitungen und wehe man wehrt sich als Gegenüber irgendwann härter, weil alles andere vorher nicht erhört worden ist.
Ganz generell, nicht nur auf die beiden bezogen, obwohl sie zu diesem Personenkreis zählen:
Mir gehen diese Mitmenschen so auf die Nerven, die mit sich selbst nichts anzufangen wissen und sich dann an einen zu kletten versuchen, weil sie soziale Bespaßer suchen. Im Moment drehen die besonders am Rad, weil sie auf Entzug sind.
Am liebsten hätte ich real, wie auch im übertragenen Sinne einen Zorbing Ball. Damit wäre die soziale Distanz gewahrt, auch gegen aufdringliche Mitmenschen sowie Viren, und man könnte sogar über’s Wasser laufen.

Am Wochenende habe ich Star Wars: Die letzten Jedi gesehen und muss meine bisherige schlechte Meinung über die neue Triologie revidieren; so schlecht war der Film gar nicht. Gerade auch nicht im direkten Vergleich zu den allerersten Filmen, die mir in etwas verklärter Erinnerung aus Kindheitstagen sind. Und so niedliche Wesen wie die Kristallfüchse stimmen mich zusätzlich gnädig.
Das ist wie bei Katzen, da bin ich machtlos.
Machtlos fühle ich mich im negativen Sinne derzeit auch bezüglich meines Alltags. Die letzte Sporteinheit ist mehrere Wochen her und obwohl ich mir fast täglich neu vornehme, den nächsten Abend (oder am Wochenende tagsüber) aber wirklich Laufen zu gehen Draußen, bekomme ich das nicht hin.
Gründe könnte ich viele aufzählen, angefangen davon, dass ich abends nach einem Tag voll mit Aufgaben und Anforderungen einfach am Ende meiner Selbstdisziplin angelangt bin. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich meine Beine beim Laufen wie Blei angefühlt, abgesehen von der schlechten Kondition, die mittlerweile im Keller angelangt sein dürfte.
Im Moment ist es abends zudem arschkalt, mir sind am Samstagabend beim erstmaligen Spazierengehen als spärlicher Ersatz zum Laufen trotz der Handschuhe die Hände fast abgefallen; außerdem habe ich selten solche Schmerzen nur durch Kälte in den Händen gehabt. Zuletzt hatte ich das einmal beim Skifahren in den Alpen vor zig Jahren. … Das Blöde ist auch, dass die Schmerzen auch nach dem Reinkommen ins Warme erst so richtig fies werden, bevor es besser wird.
Ob einem eigentlich unter solchen Umständen die Finger abfrieren können? Ist das medizinisch möglich? Und warum unternimmt mein unfähiger Körper nichts dagegen?! Reserven hätte er genügend, die er für die Wärmeproduktion verwenden könnte – macht er nur nicht, blöd wie er ist.
Ich verstehe meinen Körper nicht. Noch bis vor etwas über einem Jahr dachte ich, mein Körper würde endlich mal normal funktionieren, so nach Jahren mit mehr oder weniger ausgeprägter Schilddrüsenunterfunktion, und ich könnte ihm vertrauen.
Also das Vertrauen ist jedenfalls inzwischen wieder so ziemlich weitgehend dahin.
Mein Körper funktioniert zumindest nach meinem subjektiven Eindruck nicht wie ein normaler Körper und baut immer weiter ab.
Nicht einmal der Wasserhaushalt funktioniert normal; während der 2. Zyklushälfte ist es nochmals schlimmer seit etwa einem 3/4 Jahr, seitdem überhaupt die ganzen Beschwerden angefangen haben, mit denen ich mich seitdem chronisch herumschlage. Die Ursache finde ich einfach nicht und später kam dann auch noch diese auf Dauer etwas lästige Sache mit dem sporadischen Übergeben hinzu. Gut, dass ich meine Gene nicht weitergeben werde. Soll sich das bessere Genmaterial anderer Menschen durchsetzen.
Irgendwie habe ich auch aus dem Grunde keine richtige Lust, mich mehr als notwendig um meinen Körper zu kümmern. Warum etwas pflegen, das so defizitär ist? Dann doch besser den Gnadenschuss geben.
Dass ich mich überhaupt um ihn kümmere liegt an einer Mischung aus Pflichtbewusstsein und dem Bestreben, vor anderen Menschen – vor allem auf der Arbeit – nicht negativ aufzufallen bzw. kränklich zu wirken; gerade in diesen Zeiten nicht.
Das Positive am Virus ist immerhin, dass ich nun ohne aufzufallen mit Latexhandschuhen einkaufen gehen kann. Ich wollte immer schon mal Professor T im Supermarkt spielen. Außerdem hat sich die Richterin noch gemeldet und den einen Termin kurzfristig abgesagt. Auch andere Gerichtstermine sind kurzerhand mit Verweis auf das berühmte Virus auf den Sommer verlegt worden, mit zwei Ausnahmen, aber ich denke, dass auch die Termine vermutlich noch verlegt werden.
Wahrscheinlich wird sich die Virus-Sache noch weiter ziehen und auch hier schlimmer werden, denke ich. Italien, Spanien, der Schweiz und all den anderen betroffenen Ländern drücke ich die Daumen.
Man soll ja immer etwas Positives schreiben. Andererseits bin ich derzeit eigentlich fast nur erschöpft, komme privat zu fast nichts und bin von mir selbst und meinen Mitmenschen genervt, obwohl ich beruflich meinen Umsatz deutlich steigern konnte und eigentlich im Moment erfreulicherweise etwas entlastet bin und die immer noch genügend vorhandenden Angelegenheiten abarbeiten kann; dem Virus sei Dank.
Ein bisschen merkwürdig finde ich die Klagen einiger Mitmenschen über den verordneten sozialen Rückzug. So lebe ich quasi immer schon. Bei mir ist lediglich der Vereinssport weggefallen, aber alle anderen empfohlenen Maßnahmen wie Abstand zu anderen, sich nicht mit anderen verabreden und möglichst in den eigenen vier Wänden aufhalten etc. pflege ich in meinem Alltag seit Jahren. Es ist eine absolute Ausnahme im Jahr, wenn ich mich privat verabrede. Es ist aktuell doch sogar schöner, als normal, da man beim Spazierengehen im Feld und Wald nun wirklich fast keine anderen Menschen mehr trifft; auch auf den Straßen hier sind so gut wie keine Menschen mehr. Paradiesisch!
Zu hören, wie schlimm nicht wenige so ein Leben bereits nach wenigen Tagen finden, macht mich etwas ratlos. Ich würde denen gerne etwas Freundliches und Ermunterndes sagen, fürchte aber, dass einfach nur mein geballtes Unverständnis ankommen wird.
Wenn ich mir was wünschen könnte, wäre das ein Impfstoff gegen Corona, Sommer mit Wärme und langen, hellen Abenden für Eulen wie mich und eine Katze. … Wobei die Katze vielleicht doch lieber nicht; diese Miniatur-Tiger sind so anspruchsvoll und inkompatibel zu meiner berufsbedingten häuslichen Abwesenheit tagsüber. Ein im benachbarten Wald freilebender Polar- oder Kristallfuchs, eine Wildkatze, ein Luchs und ein Rabe wären besser.