Rotten from the inside …

Nein, nicht ich, sondern die Wohnzimmerwand hinter dem Sofa. Es handelt sich hierbei ungünstigerweise um eine Außenwand, die insofern aufgrund der schlecht isolierten Gebäudestruktur erhöht anfällig für Schimmelbefall ist. Das gilt auch, wenn man richtig lüftet, was ich stets so gehandhabt hatte. Mit Schimmel hatte ich davor noch nie Probleme in einer Mietwohnung, obwohl ich meine Wäsche immer in der Wohnung getrocknet habe (aber dafür auch in der Zeit immer extra viel gelüftet habe).


Eigentlich hatte ich nach meinem Einzug sowie professioneller Renovierung der (damals schimmelbefallenen) aktuellen Wohnung extra darauf geachtet, dass das Sofa nicht direkt an dieser Wand steht. Im Verlauf der Zeit hat sich das Sofa durch Benutzung blöderweise unbemerkt bis an die Wand verschoben, so dass sich der Schimmel dahinter bilden konnte. Ich hätte damals besser direkt Holzklötze dazwischen stellen sollen … .

Meine Eltern haben den heimlichen Verfall meiner Behausung heute zufällig entdeckt. Ich hätte selbst mal das Sofa von der Wand weggerückt und mir die Wand dahinter angeschaut, wenn ich das Schimmelproblem nicht naiverweise für erledigt gehalten hätte, da ich als Hauptursache des damaligen Schimmels meinen Vormieter ausgemacht hatte:
Dieser hatte in der Wohnung seinerzeit sämtliche Heizkörper über den Winter abgedreht, um Geld zu sparen. Die Miete hat er gleichwohl nicht bezahlt. … Solche Mieter braucht man als Vermieter!

Na ja, die Wand muss nun erst einmal richtig trocknen und danach geht es dem Schimmel mit Spiritus an den Kragen. … Das Ganze ist nicht dramatisch, wenngleich mich sowas trotzdem etwas ärgert.

Ansonsten war der Tag recht entspannt, obwohl ich heute Vormittag verpennt hatte:
Gegen 11 Uhr wurde ich wach, stellte fest, dass mir noch maximal eine Stunde Zeit blieb, bis meine Eltern eintreffen würden und ich davor noch duschen, putzen und idealerweise noch etwas aufräumen mussste.

Zwar habe ich nicht mehr alles geschafft, aber das Wichtigste. Es gab noch ein paar organisatorische Sachen zu klären sowie das ein und andere zu besprechen und danach sind wir in einem Steakhaus essen gegangen. Der Koch hatte es leicht mit uns, da wir alle Steak in Pfeffersauce mit Pommes wählten.
An sich bin ich bei Steak immer etwas skeptisch, weil ich es absolut nicht mag, wenn Fleisch so durchzogen ist oder so „Sehnen“ da drin sind. Das war mir schon als Kind fies, weshalb ich früh zum reinen Filetesser geworden bin in punkto Fleisch. Irgendwie ekelt es mich bei Fleisch schnell. Das gilt auch bei Aufschnitt, wenn die „Maserung“ mir missfällt, weil da z.B. so „Glibberstücke“ erkennbar sind. Fleisch an sich mag ich sehr.
Das Steak heute war sehr gut!

Vorhin habe ich noch eine Waschmaschine angestellt und werde noch ein bisschen was erledigen, das gestern liegengeblieben ist. Für die Arbeit muss ich auch noch was vorbereiten, sonst dauert mir das Montag zu lange. Außerdem ist montags idR viel los, da komme ich im schlechtesten Fall gar nicht dazu.

Ein bisschen zocken werde ich auch noch und mir evtl. nachher die Simpsons oder South Park anschauen. Gestern habe ich erfahren, dass die Hauptspielfigur Arthur Morgan in Red Dead Redemption 2 am Ende stirbt und man zwar danach die Waffen etc. behält, aber die Pferde sind danach auch alle weg.
Einerseits finde ich es toll, dass die Spielemacher sich das getraut haben, so konsequent waren und es kein Happy End gibt. Andererseits mag ich den Charakter und natürlich auch meine im Spiel liebevoll „hochgelevelten“ Pferde, vor allem die schwarze Araberstute. So ein Mist. Es wird mir schwerfallen, mich nach dem eigentlichen Spielende mit dem neuen Protagonisten samt neuem Gaul anzufreunden, die man danach spielt.

Sport lasse ich dieses Wochenende sein; ich könnte allenfalls ein paar Liegestütz machen. Wenn ich fit bin, schaffe ich davon ca. 50 Stück; sauber ausgeführt bis zum Boden. Im Moment werden es entweder 50 „unsaubere“ Liegestütz, also nicht ganz bis an den Boden, oder eher so ca. 20/30 mit etwas gutem Willen. Dazu kommen noch Sit-Ups => je 30 zur Seite und 40 gerade, also 100 Stück.

Ich gehöre zwar zu den Menschen, die aufgrund eines niedrigen Körperfettanteils, guter Gene und einer sportlichen Vergangenheit einen sichtbaren Sixpack haben mit Anfang 30, obwohl ich dieses Jahr kaum was an Sport gemacht habe und Vollzeit sitzend im Büro arbeite bis ca. 18:30/19 Uhr, aber ich habe körperlich abgebaut.

Innerer Zerfall eben, man wird nicht jünger. Wobei ich recht jung aussehe, da ich nicht die ausgeprägteste Mimik habe, weder zum Rauchen, noch zum Trinken geneigt habe und daher kaum Falten habe. Dazu kommt die sehr schlanke Figur, mit zum Glück leicht „androgynen“ Touch vom Körperbau her.
Je nachdem, welche Kleidung ich anhabe und in welchem Kontext mich Fremde getroffen haben, hielten die mich zunächst für allenfalls gerade mal volljährig – bis ich angefangen habe, zu sprechen bzw. sie auch meine spezielle (unverstellte) Art mitbekommen haben.

Heutzutage kann ich damit in meinem Sinne spielen, als Kind und Jugendliche habe ich unbeabsichtigt teils unheimlich auf andere gewirkt:

Ich war als Kind schon altersuntypisch sehr ernst, introvertiert + höflich-freundlich außerhalb von Privatkontakten, aber auch eigenwillig. Daran hatte auch meine damaligen Kieferorthopädin zu knabbern, die mich lange wie geistig zurückgeblieben behandelt hat, immer erst small talk halten und so viel Privates wissen wollte, bevor sie endlich zur Behandlung der Zähne übergegangen ist.
Ich fand die Termine bei ihr immer sehr anstrengend zwischenmenschlich, weil sie so neugierig auf mein Privatleben war. Was geht das sie an, ob ich mein Zeugnis bekommen habe, welche Noten ich habe, ob wir ein Haustier haben usw. => ich habe als Kind beim besten Willen nicht verstanden, warum sie sowas alles wissen möchte, weil ich ja bei ihr wegen der Behandlung meiner Zähne war und wir ein Dienstleistungsverhältnis hatten, kein Freundschaftsverhältnis.

Wir haben so oft aneinander vorbei kommuniziert, bis es eines Tages zu folgendem denkwürdigen Gespräch kam:
Ärztin: „Gestern war doch Zeugnistag. Hast du auch ein Zeugnis bekommen?“

Ich (gedacht): Warum soll ich kein Zeugnis bekommen haben?! Sie weiß doch, dass ich zur Schule gehe … .
Verwirrt und um eine höfliche Reaktion bedacht, entgegnete ich: „Ja, ich habe ein Zeugnis bekommen.“

Damit sollte die Frage ja beantwortet sein, dachte ich naiverweise.

Doch die Ärztin wirkte irgendwie unzufrieden, als hätte ich falsch geantwortet, seufzte und sagte (sinngemäß): „Aha, also wenn dein Zeugnis nicht so toll war und du deshalb über dein Zeugnis nicht reden möchtest, ist das ok.“

Ich: (gedacht) wtf?

Ich: „Nein, ich bin mit meinem Zeugnis ganz zufrieden.“

Die Ärztin wirkte erneut frustriert, also war meine Antwort wohl wieder falsch? Sie schaut mich erwartungsvoll an, ich schaue verwirrt zurück, bis es schließlich aus der Ärztin herausplatzt:
Ärztin (sinngemäß): „Na jetzt sag‘ schon, wie ist dein Zeugnis denn ausgefallen? Welchen Notendurchschnitt hast du?“

Ich (gedacht): „Ach darum ging es ihr. Warum fragt sie das nicht einfach direkt?“, und nenne ich ihr meinen Notendurchschnitt von 1,3. Die Ärztin wirkt überrascht, strahlt mich an und trällert honigsüß: „Das ist doch ein sehr gutes Zeugnis, das muss dir doch nicht peinlich sein.“

Auf eine Erwiderung verzichtete ich, nun leicht verstimmt, weil ich es immer gehasst habe, wenn man mir etwas Falsches unterstellt hat im persönlichen Bereich. Kurz: Ich fühlte mich sehr missverstanden. Danach ging die Behandlung der Zähne, weshalb ich ja da war, endlich los. Später während der Behandlung setzte die Ärztin nach:

Ärztin: „Dass ist mir eh schon bei dir aufgefallen, du redest kaum und bist so in dich gekehrt. Ich habe hier so viele Patienten in deinem Alter. Die kommen ganz anders in den Behandlungsraum, so fröhlich, und erzählen von sich aus direkt, was sie in den Ferien machen usw., nur du machst das nicht und bist immer so still. Ich möchte mal wissen, ob das einen besonderen Grund bei dir hat?“

So wie sie die Frage nach dem „besonderen Grund“ betont hat und dass angeblich nur ich so (unnormal) sei, klang es eher, als vermutete sie, dass mir mal etwas Schreckliches passiert und ich seitdem traumatisiert oder geistig retardiert sei.

Fieberhaft suchte ich damals nach der rettenden Antwort, da ich mich schlagartig wie ein Alien und irgendwie verkehrt fühlte (mal wieder). Dass ich auch von meinen Interessen her etwas anders, als viele Gleichaltrige war, war mir längst selbst aufgefallen, wobei ich das nicht problematisch fand und soweit auch keine nennenswerten Probleme hatte. Zumal ich auch Freundschaften hatte, die dann eben nicht aus meinen Interessen wie der Antike, das Alte Ägypten oder der nordischen Götterwelt, Thriller (für Erwachsene) und Dokumentationen über alles mögliche bestanden, sondern eben aus Fußballspielen, Herumalbern usw..
Mir fiel ein, dass meine Eltern mein Verhalten gerne liebevoll als „introvertiert“ (und sensibel, überempfindlich, „autistisch“, neugierig, verträumt etc.^^) bezeichneten, weshalb ich in meiner Erklärungsnot zur Ärztin erwiderte:
„Hm … ich bin eben .. introvertiert.“

Ärztin (mehr zu sich selbst): „Ach introvertiert, das ist es!“

Danach hat sie mich normal bis sogar sehr freundlich behandelt und nicht ständig mit ihren gesprächigen anderen Patienten in meinem Alter verglichen. Plötzlich war es ok, dass ich mit ihr vor der Behandlung nicht erst über unsere Haustiere etc. plaudern wollte. Schreckliche Frau, mir war sie auch aufgrund anderer Vorfälle während der Behandlung stets suspekt als Kind.

Gelernt habe ich, dass man nur das Zauberwort treffen muss. … Ganz so, wie in diesem Gedicht. Plötzlich ist es dann ok, wie man ist. Obwohl ich vorher auch nicht verkehrt war, mich nur auch Dank solcher Personen so gefühlt habe.

Im Nachhinein tut sie mir fast etwas Leid. Sie hätte mit mir besser nicht diese komische Art versuchen sollen, in der einige Erwachsene gerne mit Kindern reden, sondern besser so mit mir sprechen, wie sie auch mit erwachsenen Patienten gesprochen hätte. Dann hätten wir uns gut verstanden. Meine Eltern haben auch nie in dieser „Babysprache“ mit mir gesprochen.

Gedankensplitter

  • Ich habe 3/4 meines Urlaubstages freiwillig für meinen Chef geopfert und es war toll (keine Ironie). Nun ist die wichtige Sache fertiggestellt und kann sich inhaltlich sehen lassen, ich bin zufrieden mit meiner Arbeit.
  • Ich vermisse das Taekwondo- & Handballtraining
  • Ich bin schlecht vorbereitet für die H.apkidoprüfung, werde aber gleichwohl voraussichtlich bestehen – ich würde mich ja durchfallen lassen; es ist mir weitgehend egal. Scheiß auf die Gürtelfarbe/das Ranking^^
  • Bloggen ist eigentlich stupide – man könnte auch Tagebuch schreiben, und das habe ich aus guten Gründen nie getan. Ich sollte meine Gedanken nicht mehr notieren.
  • Ich würde andere Menschen nicht auf ihre SVV-Wunden ansprechen; das fände ich übergriffig/aufdringlich – es geht mich nichts an.

Nachtaktiv

Heute Abend bin ich nach vielem innerlichen Hin- und Her zum Glück doch noch Laufen gegangen … um 22:13 Uhr. Nach Hause gekommen bin ich gegen ca. 23:18 Uhr – ich laufe aber nicht die ganze Zeit durch, sondern gehe ab und zu ein paar Schritte, bleibe auch mal kurz Stehen, um nachzudenken (das geht „beim Laufen“ am besten). Dafür laufe ich recht schnell, sobald ich wieder in Bewegung bin; ich kann schlecht langsam laufen, auch wenn ich schnelles Laufen nicht so lange durchhalte.

Am meisten lag mir die Bewegung beim Handball: Schnelle Sprints, Stoppen, Körpertäuschung/Zweikampf, Springen, Werfen, Stehen, Fangen/Passen usw..

Was ich beim Laufen auch sehr mag, sind Waldwege, bei denen man auch mal über Hindernisse springen kann. Gibt es nur leider selten.

Es war weniger kühl, als befürchtet und ich war eh warm angezogen. Sobald ich Draußen war, funktionierte alles wie gewohnt, außer dass ich dringend regelmäßiger Laufen gehen möchte, weil meine Kondition leider wenig überraschend sehr abgebaut hat.

Es war schön menschenleer und selbst auf den Feldwegen gar nicht so dunkel, wie befürchtet. Der Weg lag im Nebel, fast wie aus einer anderen Welt. Sehr bezaubernd!

Zudem habe ich mir eine Leuchte für den Oberkörper bestellt. Das wird mich noch unabhängiger machen beim Laufen.
Mein uralter mp3-Player von Lidl hat allerdings den Geist aufgegeben – die Batterie entleert sich binnen wenigen Minuten komplett. Ich werde bis auf Weiteres meinen ebenfalls älteren, etwas größeren mp3-Player verwenden. Eigentlich war der eine Fehlanschaffung und ich habe ihn Jahre nicht benutzt.

Cutscenes

Was macht man, wenn einen die Spielstory fesselt und man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, man leider aber zu wenig Zeit hat?

Richtig – man schaut sich auf yt die Spielcutscenes an, möglichst PC-Grafik und in HD, wahlweise in deutscher oder englischer Vertonung.

Zuletzt habe ich das bei Tomb Raider: Shadow Of The Tomb Raider und Mortal Kombat 11 gemacht, ebenso bei The Witcher 1-3. Tomb Raider und The Witcher 3 zocke ich parallel und werde beide Spiele vermutlich auch durchspielen. Gerade jetzt, nachdem ich die gesamte Story kenne.

Schaut ihr euch Spiele-Cutscenes an und wie geht ihr mit dem „Spoiler-Effekt“ um?

Habt ihr auch zu wenig Zeit, um all eure Lieblingsspiele durchzuzocken?

Und zuletzt: Wer möchte auch wissen, wie es nach Mortal Kombat 11 mit Shinnok weitergeht?
(Ich finde die ambivalenten, unangepassten „bösen“ Charaktere ja oft am interessantesten in Filmen, Büchern und Spielen; die „guten“ Hauptcharaktere interessieren mich dagegen kaum. Wobei es auch da erfreulicherweise mit Charakteren wie Gerald von Riva etc. vielschichtige Persönlichkeiten gibt. Mein Favorit ist da allerdings Vernon Roche, die Scoia’tael und die bösen Elfen ähm ich meine die wilde Jagd.^^)

Kampfsport

Ich bin mit meiner sportlichen Freizeitgestaltung (haha) schon seit Längerem unzufrieden. Früher habe ich sehr viel Sport gemacht und es gerade auch gemocht, mich dabei richtig zu verausgaben, mich zu spüren und an Grenzen zu kommen. Hinterher war ich müde und glücklich.

Den Wettkampf brauche ich nicht mehr, ich bin an sich sogar erleichtert, diesen Stress nicht mehr zu haben, mich hat das oft belastet als Kind/Jugendlicher – auch Dank eines toxischen Trainers in einer zwischenmenschlich miesen Handballmannschaft. Aber was ich vermisse ist ein ordentliches Training im Verein, bei dem man sich körperlich verausgaben muss und bei dem alle mitmachen.

Dank Berufstätigkeit und Umzug bin ich bezüglich Sport eingeschränkter, war jedoch gleichwohl zunächst positiv überrascht, als ich hier auf ein Angebot für H.apkido gestoßen bin. (Ich schreibe es an der Stelle mal absichtlich mit dem Punkt, weil ich nicht darüber gefunden werden möchte.)
Seitdem gehe ich dorthin zum Training, habe Trainingslager mitgemacht und Kontakte geschlossen. Die Leute sind sehr freundlich.

Leider liegt der Trainingsschwerpunkt absolut nicht auf körperlicher Verausgabung, sondern auf schweißfreies Wiederholen und Einüben von Techniken. Ich habe mir erst eingeredet, dass mich das nicht stört, ich ja zusätzlich regelmäßig Laufen gehen kann und mich dafür die Vielseitigkeit im H.apkido entschädigt.

Dummerweise ist H.apkido für Anfänger wie mich im Training nicht auf Vielseitigkeit ausgelegt, weil wir – verständlicherweise – erst mal die Basics üben müssen. Ausbildung mit den Kurzstöcken, Verteidigung gegen Messerangriffe etc. – der „coole Stoff“^^ – ist den höheren Gürtelgraden vorbehalten.
(Und ich weiß, dass ich da nie hinkommen werde … .)

Mir geht das Einüben der ganzen Handtechniken derzeit auf den Geist. Ja, es ist interessant, und ja, es interessiert mich grundsätzlich. ABER: Ich möchte beim Sport schwitzen, mich körperlich anstrengen müssen – und das nicht, weil ich aufgrund des Größen- und Gewichtsunterschieds den dummen Hüftwurf nicht so elegant hinbekomme und aufgrund von Hemmungen die Bodenrollen noch zu oft technisch unsauber sind.

Ich vermisse sogar das Taekwondo-Training in meiner alten Heimatstadt, obwohl auch das nicht allzu fordernd war körperlich in punkto Ausdauer. Allerdings habe ich dabei wenigstens geschwitzt!

Gestern habe ich erneut nach Kampfsportangeboten in meiner Umgebung gesucht, die auch mit meinen langen Arbeitszeiten (und idealerweise auch mit dem H.apkido-Training) vereinbar sind …
Das Ergebnis ist ernüchternd:
Offenbar arbeiten auch Erwachsene im Durchschnitt maximal bis 17 Uhr, sodass man gearscht ist, wenn man selbst erst irgendwann zwischen 18:10 – 18:40 Uhr aus dem Büro kommt und dann (direkt, natürlich ohne Zeit zum Essen, immerhin gab es 5h vorher ja etwas Mittagessen muhaha) zum Training in eine andere Stadt fährt, um es vielleicht bis 19 Uhr in den Trainingsraum zu schaffen. Viele Angebote fangen auch bereits um 18 Uhr an, völlig utopisch, mein Chef würde mir was husten. Soweit reicht meine inoffizielle Vertrauensarbeitszeit nun auch wieder nicht.

Wenigstens gibt es sehr wenige Angebote, die evtl. zeittechnisch passen könnten. … An sich hätte ich Lust auf Thai-Boxen, evtl. auch Kung-Fu, weil ich Treten im Kampfsport am liebsten mag und wie gesagt etwas machen möchte, bei dem das Training gerade auch die Ausdauer/Kondition trainiert und man in der Hinsicht ruhig gerne etwas gedrillt wird.
Das ist viel besser als im schluffig-relaxten H.apkido-Training, bei dem jeder selbstverantwortlich machen darf/soll, wie er mag, mit dem Ergebnis, dass man selbst kaum was Forderndes machen kann, weil der Sparringspartner keine Lust auf Anstrengung hat. Man ist da aufgeschmissen mit der Erwartung.
Knicken kann ich Taekwondo, weil alle Angebote bereits gegen 17/18 Uhr anfangen, auch die für Erwachsene.

Andererseits habe ich ehrlich gesagt auch etwas Angst bzgl. eines neuen Sportvereins bzw. Sportcenters, weil viele Angebote im Kampfsport offensichtlich ausweislich der eingestellten Bilder auf den Homepages fast ausschließlich von gut trainierten, großen Männern wahrgenommen werden, mit denen ich körperlich beim besten Willen nicht mithalten kann.
Ich bin drahtig-zierlich gebaut und locker einen bis zwei Köpfe kleiner. Sobald die ernsthaft ihre Körperkraft einsetzen im Training, habe ich keine Chance – und ich kenne diese „Missstimmung“, wenn die Kerle sich ihrerseits verständlicherweise austoben möchten, sich stattdessen aber gegenüber ihrem körperlich unterlegenen Sparringspartner zurücknehmen müssen, weil der sonst im Krankenhaus landen würde.
Aufgrund des Geschlechtsmalus‘ nehmen sich die Herren ganz generell im Sport einem selbst gegenüber mehr zurück, als sie müssten. Das ist alles blöd imho und ich habe mir früher oft gewünscht, mit einem männlichen Körper zur Welt gekommen zu sein, um all dem zu entgehen und weil ein weiblicher Körper viele biologische Nachteile hat während ich wiederum von den angeblichen Vorteilen nichts habe.
Ich hasse meinen Körper nicht, immerhin ist er auch Dank eines sehr niedrigen Körperfettanteils und genetischen Glücks nicht allzu blöd gebaut, aber wenn ich es mir frei aussuchen könnte, würde ich einen Körper nehmen, der die Vorteile eines männlichen Körpers (keine Cellulite, keinen Hang zur Wassereinlagerungen, mehr Muskeln, besserer Fettabbau etc.) mit denen eines untergewichtigen weiblichen Körpers kombiniert, ohne Brüste und ohne Fortpflanzungsorgane. Ich brauche keine Gebärmutter und all den Kram, ebensowenig fände ich es vorteilhaft, einen Penis und Hoden zu haben – das Gehenge würde mich sehr stören.

Zurück zum Sportproblem: Was tun?
Ich muss mir das nochmal gut überlegen. H.apkido bzw. Sport so wie bisher möchte ich nicht fortsetzen, es muss sich was ändern.

Auf Laufen in der Freizeit kann ich nicht setzen, weil es bereits dunkel ist, wenn ich nach Hause komme. Das schränkt meine Laufstrecken erheblich ein; ich kann nur an den völlig unatttraktiven Straßen in der Stadt laufen, weil die noch beleuchtet sind. Allerdings möchte ich nicht gesehen werden beim Laufen. Der Ort ist hier auch eher kleiner, also nicht anonym. Zudem laufen die Asis am ehesten dort herum; im Wald oder auf den Feldwegen hat man abends/nachts seine Ruhe. Paradiesisch!
Am liebsten laufe ich ganz generell alleine im Wald bzw. in den Feldern. Gerne auch zu später Stunden – im Sommer ging das prima. Da bin ich auch motiviert. Stadt ist mir dagegen unangenehm, mit der Folge, dass ich die letzten Monate so gut wie gar nicht mehr Laufen gewesen bin. Ich Idiot!

Ich muss mir unbedingt so eine Laufbrustlampe besorgen, damit ich auch im Dunkeln nach der Arbeit wieder im Feld/Wald laufen gehen kann.

Erster Schritt …

Geh‘ mit der zeit, aber komm‘ von Zeit zu Zeit zurück

– Stanislaw Jerzy Lec –

Nachtgänger

Ziel: – 3 kg
erreicht: –

Die Nacht hat ihren ganz eigenen Reiz und das liegt nicht nur daran, dass ich von meinem Biorhythmus her eine (anpassungsfähige) Eule bin.

Derzeit habe ich Urlaub und theoretisch damit genügend Zeit, um all die Spiele bei Steam, Uplay, Origin zu zocken, die ich seit Längerem „mal wieder“ oder überhaupt mal spielen wollte.

Dummerweise stehe ich mir selbst im Weg:
Kurz gesagt macht es mir bei Weitem nicht mehr so viel Spaß als berufstätiger casual gamer gerade in den kompetitiven oder sehr grindlastigen Spielen das Nachsehen zu haben. Es fehlt einfach die Zeit. Das Leben ist zu kurz, um den Charakter und die Skills zu perfektionieren bzw. in allen an sich interessanten Spielen auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen.

Immerhin ist meine „Sinnkrise“ gegenüber dem Zocken längst nicht mehr so ganzeinheitlich „depressiv-lustlos“ wie vor wenigen Jahren, als mir so gar nichts mehr Spaß gemacht hat.
Was eine halbwegs funktionierende Schilddrüse so alles ausmacht. …

Allerdings fühle ich mich angesichts der Fülle und der in Relation dazu wiederum knapp bemessenen Zeit überfordert und unter Druck:
Da wäre das gute alte Titanfall 2, ebenso das viel zu wenig gewürdigte Battlefield 5 und Star Wars Battlefront 2 … just ist auch endlich Lost Ember erschienen. Ein wirklich fesselndes Spiel mit einem ganz eigenem, fast mediativen Charme – ähnlich wie Subnautica: Below Zero, Shelter, Paws.

Selbst Rainbow Six Siege, das ich mangels Zeit und Dank der stressig-feindseligen Mitspieler schon abgeschrieben hatte (=> das eigene Team ist dort der größte Feind), ist gar nicht mehr so schlimm. Es gibt nun selbst einen Modus für Neulinge. Das hätte ich mir früher sehr gewünscht. Leider ist mein Rank mit ca. 63 zu hoch dafür, dabei habe ich das seit über zwei Jahren nicht mehr gespielt, entsprechend moderat ist mein Skill, von meinen Reaktionen als inzwischen knapp ü-30-Jähriger ganz zu schweigen. Ich fühle mich oft alt in der Zockerwelt in solchen Momenten.

Bisher habe ich auch die Definitive-Editionen von AoE I und II kaum gespielt, das habe ich nun nachgeholt und bin sehr zufrieden. Ein bisschen wehmütig macht es aber schon. Früher als Kind habe ich AoE regelrecht gesuchtet, ich will gar nicht wissen, wie viel Stunden ich da rein gesteckt habe. Schöne Stunden!

Außerdem wären da noch:
Aassassins Creed: Origins, Tomb Raider: SOTTR, Dead By Daylight, Far Cry: Primal, Thief, Vampyr,