Zwischenstand

Die letzten zwei Wochen sind mal wieder wie im Flug vergangen. Es fehlte an Schreiblaune und teils auch an Zeit, daher hole ich das nun nach:

Arbeit und Corona:
Die Bürovorsteherin hat von mir Dank freundlicher Inspiration von laluna80 den Spitznamen „der Drache“ erhalten.^^
Wie es weiterging: Der Drache sollte keine Gelegenheit mehr bekommen, sich wegen der ach so schlimm unzuverlässigen Schnelltests neue Schikanen für mich auszudenken, denn er ist seit zwei Wochen durchgängig krankgeschrieben. So hatte ich eine ruhige Zeit, in der mir niemand die Ohren vollgejammert hat mit seiner Corona-Panik. Mal sehen, ob der Drache nächste Woche wieder zurück ist.

Hinsichtlich des von unseren hochverehrten Politikern angekündigten Abbaus der Corona-Maßnahmen im März 2022 bin ich skeptisch. Es würde mich inzwischen auch nicht mehr wundern, wenn sie Maßnahmen wie 3G am Arbeitsplatz mit täglicher Schnelltestpflicht für Ungeimpfte zur „Basismaßnahme“ deklarieren, die dann auch über den März hinaus bis in alle Ewigkeit fortgesetzt wird. Ich glaube insoweit erst an Besserungen, wenn sie tatsächlich eintreten. Das Übel einer etwaigen allgemeinen Impfpflicht hängt nach wie vor über uns -auch wenn die Einführung inzwischen fragwürdiger denn je erscheint – und auch wenn sich inzwischen Widerstand regt, ist die Impfpflicht für die Beschäftigten im medizinischen u. pflegerischen Bereich noch lange nicht vom Tisch. Die Betroffenen tun mir Leid und ich drücke ihnen fest die Daumen, dass dieser Unsinn schnellstmöglich wenigstens jetzt wieder gekippt wird.
Schön wäre auch, wenn ich Ende März dann endlich mein Auto in die Vertragswerkstatt bringen könnte … .

Ansonsten konnte ich mich am Arbeitsplatz räumlich verbessern:
Das ehemalige Büro des Illuminaten ist jetzt mein. Ha, wer hätte das gedacht?! Seitdem habe ich ein tatsächlich sehr repräsentatives Büro, mit schönen hohen Wänden, Stuckleisten an der Decke und elektrischen Rollläden usw.. Außerdem muss ich mir nicht mehr die Lästereien Gespräche von Scharfzahn im Nebenzimmer anhören, sondern sitze in ruhiger Umgebung, was mir echt gut tut. Stolz bin ich auch, weil ich das Büro auch deshalb bekommen habe, weil ich mich nach etwas Zögern getraut hatte, danach zu fragen. Die gesamte Belegschaft hat mir sehr herzlich zu dem neuen Büro gratuliert und sich aufrichtig mit mir gefreut. Als ich zum ersten Mal am ehemaligen Schreibtisch des Illuminaten gesessen habe, habe ich innerlich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Freizeit:
Mir macht Zocken am PC wieder richtig Spaß, was ein gutes Zeichen ist. Und so habe ich u.a. stundenlang RDR 2, Crusader Kings 3 und Cyberpunk2077 gespielt. Seit dem Update 1.5, was tiefgreifende Änderungen mit sich gebracht hat, ist Cyberpunk2077 richtig klasse geworden und gefällt mir richtig gut.

Gar nicht gut lief es mit Schlaf, Bewegung und Sport. Unter der Woche habe ich mit Schlafproblemen zu kämpfen gehabt und bin letztlich selbst dann erst kurz nach 3 Uhr morgens eingeschlafen, wenn ich kurz nach Mitternacht ins Bett gegangen bin. Unter der Woche schlafe ich seit Jahren meistens zu wenig, weil ich erst spät müde werde und ’ne Nachteule bin, aber in den letzten Monaten hat es sich echt in eine krasse Richtung entwickelt. Sicherlich ist auch der fehlende Sport daran mitschuldig, weil mein Körper Dank des Bürojobs ohne Sport einfach zu wenig Bewegung hat und so dann nochmals später erst ausreichend „bettmüde“ wird. Daran ändert selbst der Schlafmangel des Vortages leider nichts, der macht nur, dass ich in den ersten Stunden nach der Arbeit zu müde für Sport bin, bevor ich dann nach 22/23 Uhr allmählich wieder munter werde.
Dadurch komme ich auch kaum an die frische Luft. Dank der Vitamin-D-Tabletten ist wenigstens das fehlende Sonnenlicht ausgeglichen, aber ich sehe auch für meine Verhältnisse sehr blass aus. Die ständigen Beschwerden wegen der Histaminsache sorgen dann auch nicht für ein lebendigeres Aussehen.

An den Wochenenden hatte ich nämlich oft das Problem, von freitags auf samstags starke Probleme mit meiner Histaminintoleranz zu bekommen, die sich dann bis einschließlich Sonntag hinziehen. Man kann sich das grob wie eine Mischung aus Migräne und Heuschnupfen vorstellen. Hinzu kommen Ödeme nebst durcheinandergewirbelte Temperaturregulation (Frieren, Schwitzen, Hitzeflush) und Kreislaufsystem und entsprechend ausgeknockt bin ich dann auch alles in allem. Rausgehen lockt mich wegen der Lichtempfindlichkeit und der werten Mitmenschen draußen in diesen Phasen ebenfalls nicht, ich brauche dann eine reizarme Umgebung und viel Ruhe bei möglichst keiner Kommunikation mit anderen.
Zusammen mit dem Umstand, dass ich sehr spät ins Bett gegangen bin, habe ich die Wochenenden im Ergebnis dann auch weitgehend verschlafen und war in der wachen Zeit zu ausgeknockt, um Sport zu machen. Stattdessen habe ich vor allem gezockt, was ja an sich nicht schlecht ist. Allerdings müsste ich mich wirklich wieder besser ernähren, unter der Woche mehr schlafen und mich mehr bewegen im Alltag.
Und eigentlich würde ich mich grundsätzlich auch mal wieder mit meinen Kumpels verabreden, aber das geht natürlich nicht, wenn ich an den Wochenenden so in den Seilen hänge. …
Ansonsten geht es mir aber alles in allem gut. Und die erwähnten „Dauerbaustellen“ werde ich bestimmt auch mit etwas Zeit zumindest wieder etwas besser in den Griff bekommen. Der obige „Teufelskreislauf“ ist ja nicht unüberwindbar. Vielleicht kann ich irgendwann Ende 2022 (?) oder so auch wieder in einen Sportverein gehen. Aktuell geht das ungeimpft hier nicht. Ich würde gerne wieder Taekwondo machen und hätte hier auch einen Verein in der Nachbarstadt, dessen Trainingszeiten tatsächlich ausnahmsweise nicht mit meinen Arbeitszeiten kollidieren. Unabhängig davon muss ich mich aber im Alltag mehr zusammenreißen, so dass ich mich wieder histaminärmer ernähre, Bewegung/Sport als feste Tagesroutine einbaue und so auch eher ins Bett und zu mehr Schlaf komme.

P.s.:
Die Musik ist in Cyberpunk2077 auch sehr stimmungsvoll. Wer u.a. im Afterlife im Spiel war, weiß, was ich meine.

Neues aus Absurdistan

Die Bürovorsteherin hat es sich heute nicht nehmen lassen, mich erneut darauf hinzuweisen, dass die Schnelltests ja angeblich ganz schrecklich unzuverlässig wären. Eigentlich geht das bei mir ins eine Ohr rein und ins andere Ohr raus, heute aber schilderte sie mir fast schon freudig-erschrocken zwei angebliche Fälle, in denen die Kandidaten symptomlos (und geimpft) waren und letztlich per PCR-Test positiv getestet wurden, obwohl der böse Schnelltest negativ gewesen sei. In dem einen Fall ging es um unsere Auszubildende, die symptomlos und putzmunter Zuhause sitzt und eigentlich mit dem negativen Schnelltest wieder hätte arbeiten können. Allerdings hat die Bürovorsteherin sie verdonnert, auch gegen Ende der Quarantäne zusätzlich zum Schnelltest einen PCR-Test zu machen, der dann positiv gewesen sein soll, weshalb unsere Auszubildende ’ne Woche dranhängen musste und aktuell auf das Ergebnis ihres weiteren PCR-Tests wartet, von dem abhängt, ob sie weiter in Quarantäne bleiben muss oder nicht. Es kann sich also nur noch um wenige Wochen handeln, bis sie uns wieder beehren darf. Solange sitzt sie quasi gesund, aber eben virenpositiv daheim rum.

Eigentlich eine super Idee … . Wir sollten das System auch für herkömmliche Grippe- und Erkältungsviren einführen. Am besten auch noch für HPV-Viren und alle sonstigen Keime. Nur wer Dank täglicher Tests nachweist, dass sein Körper 100%ig keimfrei ist und insofern keine Belastung für die Immunsysteme anderer darstellt, darf sein Zuhause verlassen. Es zählt nicht mehr die altmodische Herangehensweise danach, ob man Krankheitssymptome hat, wie objektiv gefährlich der Virustyp bzw. der Krankheitserreger ist und wie man sich fühlt, sondern nur noch, was ein Test sagt. Wenn ich mir überlege, wie fahrlässig wir das bisher all die Jahrzehnte gehandhabt haben in der Erkältungszeit … wie konnten wir uns bloß mehrheitlich auf unser Immunsystem verlassen, sofern keine besonderen Vorerkrankungen bestanden. Was waren wir dumme Neandertaler.

Dass die Impfung nicht so zuverlässig schützt, wie einst von der Regierung, ihrem Leibarzt Drostadamus und den fleißigen medialen Helfern suggeriert, und auch Geimpfte virenverseucht sein können, hat inzwischen auch das Gehirn der Bürovorsteherin erreicht. Eigentlich ja ein gewisser Lichtblick an Vernunft, aber ihre Panik verdrehte wieder alles zu der komischen Schlussfolgerung, dass das ja so nicht mehr weitergehen könne mit meinen täglichen Schnelltests, das sei viel zu unsicher, da „müssen wir uns was überlegen!“ .
Sprach’s mit drohendem Unterton und ließ mich mit einer Mischung aus psychosomatischer Übelkeit und zunehmender Wut zurück. Das Ganze pünktlich kurz vor der Mittagspause, so dass ich anschließend mein Mittagessen ausfallen ließ, weil mir beim besten Willen nicht nach Essen zumute war; ich habe dann aus reinen Vernunftgründen zwei Früchteriegel runtergewürgt.

Natürlich ist es ihr nach wie vor ein extremer Dorn im Auge, dass ich nicht mit einem dieser ganz super effizienten Corona-Impfstoffen geimpft bin, die so gut schützen, dass sie als geboosterte Person nach wie vor Todesangst vor dem Virus hat. Dabei ist sie in ihrer Haltung so eine elende Heuchlerin, die aus übergriffigen Egoismus ihre Mitmenschen drangsaliert. Ich hasse solche Verhaltensweisen, eben diese Doppelmoral und dieses Heuchlerische. Das Folgende hätte ich ohne ihren heutigen Auftritt nicht geschrieben, weil ich anderen ungern ihre Maske vom Gesicht reiße, da ich sehr viel Verständnis für das Maskentragen habe, aber was zu viel ist, ist zu viel.

Auf die Idee, das zu tun, was sie selbst tun könnte, um ihr individuelles Risikoprofil zu verbessern, ist sie trotz Todesangst nicht gekommen – mehr als sich dreimal eine Spritze geben zu lassen, ist ihr nicht in den Sinne gekommen. Stattdessen in den inzwischen ca. 2 Jahren der Pandemie ihren BMI, der sich im schwer adipösen Bereich bewegt, zu senken, gesünder zu leben etc. und so ihr Gesundheitsrisiko deutlich zu senken, auf diese banale Idee ist sie nicht gekommen. Auch ihr Verständnis für andere ist bemerkenswert und sie selbst nimmt für sich in Anspruch, überall in der Kanzlei ohne Maske rumzulaufen, obwohl wir hier Maskenpflicht haben.

Zu meiner Schilddrüsenerkrankung (wegen der ich in Kombination mit meiner Autoimmunerkrankung u.a. Bedenken gegen die x.-fach Impfungen habe, weil ich ganz froh bin, dass mein Immunsystem sich nach Jahren weitgehend beruhigt hat) durfte ich mir anhören, dass eine Schilddrüsenerkrankung doch halb so wild sei, ihr Mann habe auch eine Schilddrüsenerkrankung, der nehme einfach Tabletten und fertig, und er habe sich auch impfen lassen, das sei doch kein Grund, sich nicht impfen zu lassen.
(Gut, von der Autoimmunerkrankung habe ich schon nichts gesagt, weil das die Dame echt nichts angeht und weil ich sie insofern auch für gänzlich ungeeignet als Gesprächspartnerin halte, trotzdem bin ich immer etwas pikiert innerlich über so viel fehlendes Einfühlungsvermögen und Wunsch, Mitmenschen vorschreiben zu wollen, wie sie über ihren Körper entscheiden sollen. Ich maße mir doch auch nicht an, über die Schilddrüsenerkrankung ihres Mannes, seinen Leidensdruck und seine persönliche Impfentscheidung zu befinden. Das ist seine Sache und sein Körper, fertig, geht mich nichts an.)

Diese übergriffigen Begehrlichkeiten gegenüber Mitmenschen, wie jetzt mit der Forderung danach, dass andere sich impfen lassen sollen, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wie meine Eltern zu sagen pflegen: Jeder paddelt sein Kanu selbst.
Wenn jeder auf seiner Spielwiese bleiben würde, anstatt unberechtigt in den höchstpersönlichen Lebensbereich anderer eingreifen zu wollen, um sich selbst besser zu fühlen oder anderweitig Vorteile verschaffen zu wollen, würde es der Menscheit besser gehen.

Die Bürovorsteherin selbst hat pathologisches Übergewicht und Asthma, weshalb sie eine ärztliche Befreiung von der Maskenpflicht bekommen hat. Da hätte ich in der gleichen Manier sagen können, dass das doch kein Grund sei, keine Maske zu tragen (und uns alle mit ihrer Atemluft zu gefährden^^), selbst schwer Lungenkranke tragen schließlich Maske ohne zu jammern.
Natürlich habe ich das nicht gesagt, sie hätte die Retourkutsche eh nicht verstanden und als miesen, unfairen Angriff gewertet, und im Grunde ist es mir egal, ob sie nun wirklich – zumindest subjektiv so empfunden – keine Luft unter einer Maske bekommt, ggf. aufgrund von Panik + Übergewicht + Asthma, oder ob das bloß „Anstellerei“ von ihr ist. Soll sie machen, wie sie meint. Ich habe auch durchaus etwas Mitgefühl, dass man nur extrem limitiert am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann in den heutigen Zeiten, wenn man keine Maske tragen kann, und dass das sicherlich belastend für sie ist. Das ärztliche Attest nützt ihr im Alltag nichts, sie wird ja trotzdem dann angefeindet, muss sich erklären etc.. (Sollte sie dann nicht umso mehr Sensibilität bzgl. der Schattenseiten der Ausgrenzung anderer haben? )

Sie soll einfach aufhören, wegen ihrer Corona-Panik Menschen wie mich zu terrorisieren und sich in meine höchstpersönlichen „Körperangelegenheiten“ einzumischen und sich immer wieder neue Ansatzpunkte auszudenken, um mir den Büroalltag unnötig und bar jeder vernünftigen Grundlage schwer zu machen. Bevorzugt dann, wenn der Arbeitsalltag eh schon stressig und empathiefordernd genug ist.

Soll sie Homeoffice oder am besten gleich eine Psychotherapie machen, wenn sie in der Kanzlei um ihr Leben fürchtet, weil ich im Nebentrakt in meinem Büro sitze, extra auch wegen ihr schon überall FFP2-Maske anstelle einer OP-Maske trage, mit ihr so keinen Kontakt habe, gesund und ungeimpft bin. Aber nee, stattdessen bin ich in ihrer Welt damit automatisch das größte Virensicherheitsrisiko, eine ständige Gefährdung ihres Lebens, völlig egal wie vorsichtig ich mich verhalte, wie zurückgezogen ich privat lebe und wie viel Rücksicht ich bereits auf ihre Verfassung nehme. An sich bin ich fast ungut für mich selbst rücksichtsvoll gegenüber anderen, aber wenn sie so weitermacht, dann mag ich auf sie keine Rücksicht mehr nehmen. (Ob ich es wirklich über’s Herz bringe, darf bezweifelt werden. Sie hat auch gute Seiten, so wie eben auch der Illuminat, trotzdem … .)

Ich will auch keine Bürofehde. Außer unwiderbringlich zerschlagenem Porzellan und frostiger Stimmung kommt da nichts bei rum. … Eigentlich möchte ich einfach in Ruhe arbeiten können. Bei der Bürovorsteherin habe ich an Tagen wie heute beinah den Eindruck, dass sie genau das verhindern will.
Mal sehen, welchen Unsinn sie sich nun ausdenkt. Da bekomme ich echt ’n Hals.

Egal, ich nutze ordnungsgemäß zugelassene Schnelltests und halte mich an die gesetzlichen Vorgaben, nicht mehr und nicht weniger. Am besten gar nicht irgendwie versuchen, ihr meine Seite zu erklären, das führt erfahrungsgemäß nur zur Sinnlos-Diskussionen bzw. gesteigertem Bedrohungsgefühl und Missmut bei ihr. Einfach Schallplatte spielen, kurz und höflich angebunden sein und es aussitzen. Freiwillig ohne Risikokontakt bzw. Krankheitssymptome oder positiven Schnelltest dackel‘ ich jedenfalls nicht zum Schnelltestzentrum für einen PCR-Test, nur weil sie am Rad dreht. Zumal ich mir in dem hiesigen Schnelltestzentrum womöglich noch am ehesten irgendeine der Virenmutanten einfange.

Filmtipps

Wer Filme im Stil von „The Guard“ mag, dem empfehle ich wärmstens den Film „Three Billboards Outside Ebbing Missouri“ .
Ich war erst skeptisch, aber der Film hat mir sogar so gut gefallen, dass ich mich seit Langem mal wieder bestens unterhalten gefühlt habe und den Film sogar ohne Reue nochmal anschauen würde. Der Film hat imho verdient 8.1 von 10 Punkten bei imdb bekommen.

Auch nicht schlecht finde ich „Taffe Mädels“ . Melissa McCarthy, die in dem Film die Bostoner Polizistin Shannon Mullins spielt, erinnert mich in der Rolle verblüffend an eine gewisse Richterin, mit der ich bisher zum Glück nur zweimal in einem für mich eher exotischen Rechtsgebiet als Vertretung für einen Kollegen das Vergnügen hatte. Jene Richterin zeichnet sich aus durch eine unnachahmliche Art aus schlechter Laune allen Prozessbeteiligten gegenüber – da bekommt jeder sein Fett weg-, Bärbeißigkeit und einer guten Seele unter der rauen Schale. Im Ergebnis kamen dann auch gute Ergebnisse raus, aber der Ablauf der Verhandlung war jeweils echt etwas gewöhnungsbedürftig und slapstickmäßig. Lag nicht nur an der Richterin, aber sie war die absolute Krönung und ich muss bis heute lachen, wenn ich an die Verhandlungen zurückdenke.
Also im Nachhinein … damals im Gerichtssaal war das gerade bei der ersten Begegnung mit ihr als gerade erst frisch zugelassener Anwalt nicht so lustig, obwohl ich für die Mandantin den erhofften Vergleich herausschlagen konnte, aber ich war bis nach der Verhandlung noch etwas verstört. Meinem jungen Kollegen erging es ein paar Wochen später nicht besser.^^