
Kurzer Wasserstand:
Ich bin seit Längerem nicht zum Bloggen gekommen, Teils aus Zeitmangel, teils aus fehlender Schreiblust.
Eventuell schreibe ich auch wieder regelmäßiger, nur im Moment ist das etwas blöd, weil mein Mainboard den Geist aufgegeben hat.
Da ich mir schon seit Jahren ein neues Hardwaresystem zusammenstellen wollte, habe ich den Wink des Schicksals genutzt, um mir ein richtig geiles und zukunftstaugliches Gamingsystem zu kaufen. Bis auf die Gehäuselüfter habe ich alles zusammen. Der Tower wird ein LianLi O11 Dynamic XL in schwarz, die CPU ein i9 10.850k und die GPU eine Gigabyte GeForce Rtx 2070 Super Windforce. Dazu kommt ein CPU-Kühler von BeQuiet Dark Rock Pro 4 und G.Skill RipJaws F4 3.600 C 18D 32 GVK RAM-Riegel (vorher hatte ich 16 GB). … Mein alter LianLi Tower ist einfach im Laufe der gut 15 Jahre, die wir gemeinsam überstanden haben, zu klein worden.
Bei den Lüftern schwanke ich noch, weil ich gerne RGB-Lüfter einbauen möchte, aber ich will für die Lüfter nicht mehr als ca. 200,00 € ausgeben und es soll insgesamt leise sein. Wobei der Preis nicht mal so entscheidend für mich ist, weil ich das System eh die nächsten 5 Jahre mindestens nutzen werde.
Von den Nicht-RGB-Lüftern gefallen mir die Noctua und die von BeQuiet ist am besten, aber zumindest drei RGB-Lüfter sollten es auch sein. Da sind eigentlich die Corsair iCUE QL 120 am besten für meine Zwecke, aber die von Thermaltake Riing Trio 12 und die Cooler Master MF HALO sind auch gut, sogar etwas kühlstärker, aber auch lauter. Ich will die auf jeden Fall beidseitig beleuchtet haben. Das ist leider nicht bei allen RGB-Lüftern der Fall. Kühlstark und leise sollten sie auch sein, was in der Summe schwierig wird. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Ich muss da noch etwas abwägen.
Beruflich läuft es nicht schlecht. Wobei ich noch an meinen Schwächen arbeiten muss. Die Diva ist lustigerweise gleichwohl recht gut auf mich zu sprechen und auf ihre Weise quasi zutraulich. Na ja, erleichtert mir immerhin den Alltag, nur am Ende des Jahres fallen die Würfel und ich glaube gar nichts, bevor ich keinen unterschriebenen Verlängerungsvertrag vor mir liegen habe (diesmal muss der unbefristet sein). Ok, auch für mich deutet alles darauf hin, dass meinem Kollegen und mir die unbefristete Verlängerung angeboten wird, nur will ich lieber vor bösen Überraschungen gefeit sein und mich nicht zu früh freuen.
Außerdem steht noch die Fachanwaltsausbildung an, die ich natürlich in meiner Freizeit machen muss. Bislang habe ich nicht einmal in die Lernunterlagen geschaut, ich habe ein ungutes Dejavu an die Examensprüfungen. Oh man, ich verstehe mich einfach nicht, warum ich just beim Lernen für Prüfungen derartige völlige Blockaden habe und da zu so einem extremen Verdrängungsverhalten neige.
Privat ist es an sich ok. Zufrieden bin ich teilweise, manches habe ich endlich geschafft und einiges bekomme ich eigentlich recht zufriedenstellend regelmäßig hin, was ich mir vorher nie hätte vorstellen können, dass ich das schaffe, aber unter der Woche schlafe ich wenig, weil ich zu spät müde werde und ins Bett gehen mag, und am Wochenende kann ich zwar dann ausschlafen, aber möchte eigentlich lieber im Arbeitsalltagsrhythmus bleiben, mit frühem Aufstehen, damit das auch unter der Woche besser läuft.
Das bringt mich zum nächsten Punkt: Sport klappt leider gar nicht. Ich habe letzte Woche sogar wieder das Kampfsporttraining „geschwänzt“, weil ich einfach keinen Bock auf Interaktion mit anderen Menschen hatte. Prüfung da wäre im Dezember, aber ich möchte nicht. Mein Lieblingssparringspartner will leider da seine Prüfung machen, wenn er von der Arbeit frei bekommt (Schichtdienst). Egoistischerweise hoffe ich, dass er nicht frei bekommt, und wir die Prüfung dann gemeinsam nächstes Jahr machen. Ich habe derzeit überhaupt keinen Nerv dafür, mir die ganzen Handgriffe, Würfe etc. zu merken und ja eben auf den notwendigen Sozialkram dabei, obwohl die dort ja ausgesprochen freundlich und unkompliziert drauf sind und ich dort ziemlich geschätzt werde (verstehe ich nicht ganz). Mich nervt das sogar momentan nur mit den Handgriffen etc. und ich komme mir da erst recht losermäßig vor, mein Kopf ist da nach der Arbeit einfach leer. Ich vermisse Taekwondo.
Gewicht und Essen sind dagegen recht ok. Gewicht ist ziemlich stabil trotz null Sport und alles andere als kalorienarmer Ernährung bei 54 kg, mit hormonellen Wassereinlagerungen dann temporär 55 kg. Sollte mittelfristig weniger sein und eher bei 53 kg – 52 kg liegen, aber es ist auch so ok. Mich stört sogar mehr mein Hang zu null Sport und der Verlust von Ausdauer, obwohl ich immer gerne Sport gemacht habe und das als Ausgleich zum Bürojob wichtig wäre. Ich will nicht in ein paar Jahren komplett unsportlich geworden sein. Nur im Moment bin ich so ätzend unmotiviert und fast selbststrafend mir gegenüber eingestellt, jedenfalls definitiv selbstsabotierend. Sport wäre ja etwas Gutes (also mal abgesehen von der Sache speziell bzgl. dem Kampfsporttraining oben, aber Laufen oder Fahrradfahren wäre ja was anderes und tut mir gut); das hat dann zurückzustehen.
Das könnte auch hiermit zusammenhängen: Mich hat die Arbeit immer mal wieder ziemlich gestresst, vor allem die Arbeitsfülle/das Arbeitspensum, dem ich hinterherhinke, und das war sicher mit ein Grund warum ich mich recht grundlos noch dreimal übergeben habe, einmal Ende September und zweimal im Oktober – nachdem ich mich zuletzt davor noch 6x im Mai übergeben hatte und die Sache damit für recht erledigt gehalten hatte. Es ist auch nicht schlimm, gelegentliches Erbrechen macht dem Körper m. E. nicht so viel, auch wenn es nicht gut ist. Es ist auch nicht so, dass ich mich als gefährdet einschätze, wieder in einer Essstörung zu landen, also einer richtigen Essstörung und nicht bloß einem temporär etwas gestörtem Essverhalten. Da habe ich ja den Vergleich zu früheren Jahren und das liegt ein Unterschied wie Tag und Nacht dazwischen. Das gesamte Denken und Empfinden sowie der Selbstbezug ist da anders.
Schön wäre es, wenn das mit der Arbeit mal nicht so eine Dauerbaustelle wäre. Immerhin hatte ich das Pensum neulich sogar mal kurz im Griff, bis dann irgendwie viele Gerichtstermine auswärts (mit viel Fahrzeit) und hier noch und da noch etwas an Zusatzarbeit kamen.
Ich denke, wenn das mit dem Arbeitspensum bei mir mal künftig konstant ok laufen würde, wäre mein Hauptmühlstein auf meiner Seele weg; ich habe da immer dauerhaft ein schlechtes Gewissen wegen der noch unerledigten Akten. Immerhin ist eine sehr umfangreiche Sache mit diversen Einzelmandaten und jeweiligen Gerichtsverfahren innerhalb von nicht einmal 5 Monaten nun in ruhigem Fahrwasser und der Mandant hat vorläufig Kinder und Wohnung zurückbekommen. Das hat mich auch gut auf Trab gehalten, zumal da einige Eilverfahren waren, so dass ich die Sache meistens in der Bearbeitung vorziehen musste (und dadurch nicht zu anderen Sachen gekommen bin). Na ja egal. Immerhin ist es schön zu sehen, dass sich vieles auch sortiert, was ich vorher immer für eine unüberwindbare oder zumindest komplizierte Hürde gehalten habe. Eine umfangreiche und über mehrere Jahre laufende Mietrechtsstreitigkeit mit mehreren Einzelstreitigkeiten ist zB nun endlich durch Vergleich endgültig abgeschlossen.