„The mobile has taken control of your mind!“, sagte damals der Vater meiner englischen Austauschpartnerin augenzwinkernd zu deren Freundin, als wir gemeinsam am Mittagstisch saßen. Anstatt zu essen, hing besagte Freundin wie hypnotisiert an ihrem Handy. So wie auch die übrige Zeit.
Inzwischen ist die Medienabhängigkeit längst in Fachkreisen bekannt. Persönlich habe auch ich immer mal phasenweise zu exzessiver Mediennutzung geneigt, auch als Kind schon, allerdings auch in jenen Phasen zum Glück immer knapp unterhalb des Suchtbereiches. Und ich habe Zeit meines Lebens auch fast durchgängig Sport gemacht, wodurch ich zumindest den typischen Bewegungsmangel vermieden habe und mal „an die frische Luft“ gekommen bin.
Wobei ich einräume, dass ich auch heutzutage eigentlich viel zu viel Zeit online verbringe in meiner Freizeit, mich damit allzu bereitwillig von anderen Sachen ablenke und dadurch auch vieles aufschiebe, was ich eigentlich auch noch machen wollte. Das ist alles nicht in einem bedenklichen Rahmen, aber so ein bisschen weniger mediale Dauerberieselung in meiner Freizeit wäre gut.
Gestern abend bin ich wieder zurück in meine Wohnung gefahren. Kurz vorm Ziel hat mich ein sehr zügig fahrendes Fahrzeug auf der ansonsten völlig leeren Autobahn überholt. Beim Wiedereinscheren vor mir hat das andere Fahrzeug einen Stein (?) aufgeschleudert, der just mit meiner Frontscheibe kollidierte. Das Geräusch war sehr hässlich.
Sehr schön, am Freitag habe ich einen TüV-Termin, vor dem ich nun die Scheibe austauschen lassen muss. Mal sehen was die Werkstatt morgen sagt, sonst werde ich den TüV-Termin verschieben müssen. Ich bin ja schon erleichtert, dass auch die Werkstatt, in der die Scheibe ausgetauscht wird, Öffnungszeiten hat, die mit meinen Arbeitszeiten harmonieren.
Sonntagnacht habe ich kurzentschlossen endlich mal meinen Blog überarbeitet, weil ich den seit Längerem übersichtlicher gestalten wollte. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Allerdings sollte ich nicht immer so lange Beiträge schreiben, das würde auch das Einsortieren in die Kategorien erleichtern und die nötigen Schlagwörter begrenzen. Diesen lästigen Anzeigefehler bei den Anführungsstrichen konnte ich allerdings nicht beheben; manchmal wird in den Beiträgen am Wortende ein tiefes Anführungszeichen angezeigt, obwohl in dem Beitrag im Bearbeitungsmodus alles richtig angegeben wird. Mhm … . Edit: Ah, habe die Ursache gefunden.
Ansonsten habe ich heute meinen Bruder zurückgerufen, weil er eine rechtliche Frage hatte. Heute hatte er erfreulicherweise sowas wie einen lichten Moment (ich nenne das immer scherzhaft für mich bei ihm „luzides Intervall“, weil er dann vorübergehend quasi recht normal und vernünftig tickt, aber das hält nicht allzu lange an und man muss als Gegenüber seine Worte nach wie vor sehr gut abwägen).
Da ich es trotz allem für ihn selbst und aus eigennützigen Gründen begrüßen würde, wenn er sein Leben doch geordnet bekäme und zufrieden leben würde, habe ich mich sogar ca. 30 min mit ihm unterhalten. Na ja, also er hat davon etwa 27 min. über sein Leben geredet, aber immerhin mal nicht aggressiv, fordernd und cholerisch. Andererseits heißt das bei ihm nichts; schon gar nicht, dass er umsetzen würde, was er selbst in seinen lichten Momenten für sein Leben für sinnvoll erachtet. …
Es ist immer so ein Balanceakt: Einerseits ist es konstruktiv, ihn dann zu unterstützen. Das ist für ihn sehr wichtig – man kann da also viel kaputt machen, wenn man ihn in solchen Momenten abweist. Andererseits darf man ihm bei seinen Überlegungen aber „nicht zu sehr“ gut zureden. Man muss ihn in dem Gefühl bestätigen, dass alle (vernünftigen, konstruktiven) Erwägungen, die er äußert, seine ureigenen Ideen sind (nicht, dass wir ihm diese als Familie vorher seit Jahren schon empfohlen haben, wenn er einen Rat haben wollte^^). Zu viel darf man ihm auch nicht „gut zureden“, auch am besten keine Kritik äußern, sonst macht er aus einer Art Trotz das exakte Gegenteil; im Zweifel bekommt man dann die volle Breitseite an Aggressionen ab. Wer cholerische Menschen kennt, die hoch empfindlich sind, dürfte eine Vorstellung davon haben, was ich meine. … Joa, heute hat das alles soweit geklappt. Hoffentlich lässt er mich die nächsten Tage in Ruhe.
Insgesamt ist der heutige Tag komisch und sehr „lahm“ gewesen. Relativ gut war nur mein Gewicht mit 54,6 kg; am Freitag waren es noch 55,3 kg. Heute habe ich im Grunde nichts gemacht, stand neben mir und konnte mich auch zu fast nichts aufraffen. Dabei habe ich mehr als ausreichend geschlafen, pah!
Gerade dieses „neben sich stehen“ ist sehr hinderlich. Man ist irgendwie anwesend, aber zugleich auch abwesend und „gar nicht richtig da“. Ein bisschen als wäre man in einem Wachtraum, als Beobachter. In diesem Zustand habe ich mehr aus verpeilter Routine heute nachmittag quasi mein Mittagessen gegessen, ohne Hunger zu haben. Ein bisschen hatte ich auch die Hoffnung, dass mein Körper dadurch noch richtig wach werden würde und dieser blöde innere Zustand enden würde. Das hat nicht funktioniert.
Warum ich danach dachte, dass etwas Zucker für mehr Wachheit sorgen könnte, weiß ich nicht recht; ich habe zumindest mal aufgeschnappt, dass auch Unterzuckerungszustände oder niedriger Blutdruck sowas auslösen können. (Mein Blutdruck war zuletzt btw wieder niedrig-normal bzw. mit irgendwas von 93:60 sogar niedrig … warmes Wetter am Samstag/Sonntag eben). Jedenfalls habe ich den Osterhasen komplett gegessen. Im Anschluss war mir schlecht, welch‘ Überraschung. Erst wollte ich das ignorieren, aber nach kurzer Abwägung habe ich mich übergeben und war danach dann endlich mal etwas mehr beisammen. Schade um das Essen.
Wahrscheinlich bin ich heute Abend dann richtig wach, wenn ich ins Bett müsste. Was für ein verpennter Tag. Ob Koffeinspritzen helfen würden?
Ich mag die Stimme/Sängerin; der Song und das Video erinnern an Billie Eilish:
Karfreitag war gut. Zwar habe ich lange geschlafen und war zunächst nicht sonderlich motiviert zu irgendetwas. Aber ich habe mich dann doch zum Packen und einer Runde Laufen überwunden, bei der mir ungewohnt viele Spaziergänger begegnet sind. Außerdem war es für mich ungewohnt hell und heiß; irgendwie schön, aber auch unangenehm. Die letzten Tage habe ich ja immer bis abends im Büro verbracht und insofern nur am Rande mitbekommen, dass hier quasi schon der Sommer ausgebrochen ist; nachdem es hier letzte Woche noch Minustemperaturen gegeben hat. Ich wusste gar nicht, wie hell es tagsüber in der Sonne ist. Beim Laufen war mir dadurch etwas schwindelig, zumal mir Sport direkt nach dem Aufstehen nicht liegt kreislaufmäßig, aber irgendwie ging es dann doch. Danach ging es zu meinen Eltern.
Karfreitag haben wir Lachs mit so einer Kräutersahnekruste, Kartoffeln, Kräuterbutter und Gurkensalat gegessen. Als Nachtisch gab es Torte; so ein Teil mit Biskuitboden, Pfirsichen und dieser durchsichtigen, süßen Geleemasse. War alles in allem gut.
Abends gab es Käse, Gurken und später etwas Schokolade. Wir haben uns diese Serie mit Pastewka und „Merz gegen Merz“ mit Christoph Maria Herbst (der Stromberg-Darsteller) angeschaut. War lustig, obwohl ich bislang kein Fan von Pastewka gewesen bin. (So ging es mir auch mit der Serie „Dr. Psycho“ mit dem Ulmen, mit dem ich vorher nichts anfangen konnte.) Und den Herbst mag ich eh von Stromberg.
Der Samstag war auch weitgehend entspannt: Frühstück mit Brötchen, danach mit meinem Vater Autoreifen wechseln, Luftdruck etc. kontrollieren etc. und das Fahrzeug polieren usw.. Ich bin immer wieder fasziniert von all den Pflegemitteln, Schwämmen etc., die mein Vater angeschafft hat. Da ist für meinen Pkw alles dabei. Nun sieht der kleine Wagen fast wieder wie neu aus.
Zum Mittagessen gab es heute Möhreneintopf mit Mettwurst und Senf sowie Reibeplätzchen (mit Rübenkraut^^). Später kamen noch Eis und Amarenakirschen plus etwas Erdbeer-Joghurt-Schokolade (Rest von gestern) dazu.
Soweit alles sehr angenehm und friedlich. Getrübt wurde der Friede nur durch die Anrufe meines Bruders, der derzeit mal wieder völlig am Rad dreht und alle terrorisiert; im Moment hat er sich mal wieder auf unsere Mutter eingeschossen. Ich mag dazu gerade nichts weiter schreiben; kurz gesagt ist mein Bruder eben ein pathologischer (erfolgloser) Narzisst, der nicht mit und nicht ohne andere kann. Die Psycho-Spiele, die er regelmäßig abzieht, sind unter aller Sau. Ironischerweise steht er sich selbst extrem im Weg. Ich denke nicht, dass er sein Leben jemals auf die Reihe bekommen wird. Blöderweise versucht er aus seiner Unzufriedenheit heraus, anderen deren Leben schwer zu machen, wo er kann. Falls ich mal von seinem Tod erfahren sollte, wäre ich wohl nachdenklich, aber auch definitiv erleichtert.
… keine Osterhasen, keine Schokolade, keine Ausreden, kein Übergeben, kein Homeoffice, kein Virus, kein Bruder, keine Deadlines, kein Flurdienst, keine Kurzarbeit, … und hoffentlich auch keinen Kuchen!
Man muss sich immer das Gute vor Augen halten! ^^
Das Problem fing vor ein paar Tagen an, als mich meine Mutter just nach der Arbeit fragte, wann ich Ostern vorbeikäme. „Ostern?! – Welches Ostern? … Etwa das übernächste Wochenende nach dem verschiedene Fristen ablaufen, mit der komisch kurzen Woche und den zwei gestohlenen Arbeitstagen, obwohl ich noch diverse Schriftsätze fertigstellen muss?“, zuckte es kurz durch den angenehm betäubenden Nebel in meinem Bewusstsein, der sich immer nach der Arbeit einstellt. Welcher Wochentag war überhaupt?
Die Stimme meiner Mutter holte mich zurück in die Gegenwart: „Kommst du Donnerstagabend oder Freitag und bleibst bis Montagmorgen?“
„Uärghhs, gar nicht … äh ich meine ich würde euch Freitag besuchen, aber frühestens nachmittags! Kann auch sein, dass es später wird. Und ich werde Sonntags wieder fahren!“, konnte ich meine Freude kaum verhehlen.
„Die Katzen würden sich auch freuen!“ … Mist, jetzt hatte sie mich. Unwillkürlich lullten mich angenehme Bilder ein und mein Widerstand schmolz dahin.
Der heutige Samstag war weitgehend schön. Endlich wärmere Temperaturen und viel Sonnenschein. Bis mittags hatte ich auch ausgeschlafen, da ich erst morgens gegen 6 Uhr ins Bett gegangen bin. Schuld daran war der fesselnde Online-Modus von Red Dead Redemption 2, den ich erstmalig begeistert ausprobiert hatte. Das Spiel ist sowohl im Singleplayer-, als auch im Multiplayer super.
Erfreulicherweise war ich ausnahmsweise hochmotiviert und habe ein paar bislang liegengebliebene Aufgaben erledigt. Danach gab es selbstgemachte „Kräuterkartoffeln“ mit ebenfalls selbstgemachten Kräuterquark. Die Zubereitung ist denkbar einfach und die Kartoffeln schmecken mir noch besser, als die Fertigvariante aus dem Tiefkühlfach (die auch nicht schlecht ist): Kartoffeln kochen, in Scheiben oder „Stifte“ schneiden und in eine Marinade aus Kräutern (frischer Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, etwas Chiliflocken) + geschmolzene Kräuterbutter + Olivenöl einlegen. Ganz ähnlich beim Quark, nur dass ich für den Pfeffer, etwas Zucker und Limettensaft + geschmolzene Knoblauchbutter + die anderen Kräuter genommen habe. Die marinierten Kartoffeln kommen anschließend noch eine Weile in den Backofen, bis sie knusprig-braun sind.
Das Ganze hatte ich spontan „frei Schnauze“ gemacht, insbesondere bzgl. der Dosierung der Kräuter etc., und war insofern erleichtert, dass es am Ende erstaunlich gut geschmeckt hat.
Später am Tag, gegen Abend, bin ich tatsächlich Laufen gegangen. Spaß gemacht haben die Trittübungen an einer beschaulichen Stelle im Wald; ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn das Kampfsporttraining irgendwann in drei Monaten oder so wieder anfängt. Nur teilweise Spaß gemacht hat das Laufen selbst, weil mir währenddessen übel war. Deshalb ist es auch eher eine Mischung aus Laufen und Spazierengehen geworden.
Nach dem Laufen musste ich mich etwas beeilen mit Duschen etc., um noch schnell einkaufen gehen zu können. Auch nach dem Einkaufen war mir noch übel. Meiner Galle hat mein Mittagessen offensichtlich nicht gepasst.
Leider habe ich eine etwas überempfindliche Galle, die manchmal „angefressen“ reagiert. Mediziner nennen das Gallenwegsdyskinesie. Die genetische Disposition habe ich von meiner Mutter, die das gleiche Problem mit ihrer Galle hat. Meistens habe ich keine akuten Probleme damit, außer einmal im letzten Sommer sehr stark, so dass ich eine Weile kaum etwas vertragen habe ohne quasi gleich wieder Gallenkoliken zu bekommen. Meistens äußert sich diese Überempfindlichkeit aber nur vereinzelt und in milder Form, so wie heute.
Zum Glück hilft mir ein Medikament recht gut dagegen, das ähnlich wie Gallenflüssigkeit schmeckt. Aber bekanntlich schmecken die wirksamsten Medikamente ja besonders scheußlich.^^ (kleiner Scherz! )
Wochenrückblick: Mittwochabend hatte ich mich noch mal übergeben, natürlich wieder mit Nasenbluten. Mir war da schon nach dem insoweit normalen Abendessen latent übel, weil ich versehentlich ranziges Kürbiskernöl verwendet hatte. Das Weingummi, das ich danach gegessen habe, war grundsätzlich keine schlechte Idee, da das irgendwie magenberuhigend wirkt und gegen die Übelkeit hilft. Allerdings gilt das natürlich nicht, wenn man dann so wie ich aus einer „Scheißegal-Laune“ heraus spontan viel zu viel davon isst, bis einem von dem ganzen Weingummi erst recht schlecht ist. … Wie auch immer, nach dem Übergeben ging es mir immerhin deutlich besser.
Der Donnerstag und der Freitag sind dagegen soweit recht gut verlaufen, auch wenn ich an beiden Tagen abends nach der Arbeit weder Sport, noch einen Spaziergang gemacht habe. Am Donnerstag hatte ich mir -einer spontanen Laune folgend- für die Mittagspause drei Brötchen, zwei Schokobrötchen und so einen teilweise schokolierten Osterhasen mitgebracht, der aus dem gleichen Teig war, wie diese „Amerikaner“, die man in Bäckereien kaufen kann. Die Schokobrötchen und der Osterhase sind zu meinem Mittagessen geworden, die Brötchen gab es abends mit Käse bzw. Rübenkraut/Zuckerrübensirup.
Keine Ahnung, warum eigentlich Rübenkraut; das mag ich zwar, aber eigentlich esse ich das höchst selten (und eigentlich meistens nur zu Reibeplätzchen, die ich noch seltener esse). Genauso auch mit so Sachen wie den Schokobrötchen oder gar dem Osterhasen(teig). Vielleicht werde ich mir zukünftig häufiger diese „Amerikaner“ kaufen; der Geschmack und die Konsistenz von dem Teig ist echt lecker. Ansonsten sind mir die meisten Sachen vom Bäcker tendenziell zu süß und klebrig; gerade wenn da so viel Zuckerguss drauf ist; auch die Sachen mit Sahne vertrage ich nur bedingt; je nachdem wird mir davon übel – das war bei mir immer schon so. Eigentlich schade, denn z.B. die Puddingplätzchen wären ohne den Zuckerguss ziemlich gut.
Freitag hatte ich nicht wirklich Hunger und heute auch nicht (heute vermutlich vor allem wegen der Gallensache bzw. der latenten Übelkeit). Gewichtstechnisch hat sich der Donnerstag offenbar bis zum Samstag wieder ausgeglichen. Das Gewicht ist zwar nach wie vor für meinen Geschmack etwas zu hoch und ein bisschen Wassereinlagerungen habe ich nach wie vor, aber ich hätte wirklich Schlimmeres erwartet. Zumal nach dem Übergeben an zwei Tagen hintereinander, der ungünstigen Zyklusphase und den ganzen leeren Kohlenhydraten (<= binden Wasser im Körper) vom Donnerstag hätte ich mit mehr Gewicht bzw. stärkeren Wassereinlagerungen gerechnet. Sollte sich der Wasserhaushalt meines Körpers etwa allmählich wieder normalisieren? … Auf jeden Fall bekommt mir die weitgehende, wenngleich nicht strikte Süßigkeitenabstinenz gut. Auch das Laufen heute war eine gute Idee.
Die meisten verstrahlten Mitmenschen begegnen mir insbesondere beim Einkaufen. So auch heute:
An der Kasse war vor mir eine Kundin mit ihrem ca. 5-jährigen Kind, die zwar sich und dem Kind brav Handschuhe angezogen hatte, allerdings hatte sie das Kind trotz seiner Größe in den Einkaufswagen verfrachtet, wo es munter an den Griffen des Einkaufswagens und anschließend an seinem Gesicht rumpatschte. An der Stelle habe ich noch wohlwollend in Betracht gezogen, dass sie die Griffe vorher desinfiziert haben könnte.
Sie hatte einen Großeinkauf gemacht und sah sich anschließend nach dem Bezahlen nicht in der Lage, ihre Einkäufe in einigermaßen zumutbarer Geschwindigkeit einzupacken. Da sie alles blockierte und regelrecht zu trödeln anfing, platzte der Kassiererin dann auch der Kragen. Daraufhin fing die Dame an, dass ich – als nächster Kunde – ja schon einmal zu ihr ans Kassenende kommen könne, sie würde ihre Sachen einfach etwas beiseite schieben. Dass das so wegen der Abstandsregelung nicht geht, haben ihr dann die Kassiererin und ich gemeinsam erklärt. Außerdem hingen im Eingangsbereich ja auch nur diverse Hinweisschilder, ausweislich derer jeder zu anderen Kunden einen Abstand von 2 m einhalten sollte.
Die Kassiererin war inzwischen ziemlich genervt, völlig nachvollziehbar, weil die Kundin die Situation genutzt hatte, um beim Einpacken eine kleine Pause einzulegen und ein bisschen mit ihrem Kind zu plaudern. Wartete ja nur jeder auf sie … . Auf unseren Hinweis hin, war die Frau ziemlich eingeschnappt und setzte das Einpacken nun fast in Zeitlupe fort. Ich spreche der Kassiererin an dieser Stelle meinen Respekt für ihre Contenance aus.
Währenddessen war an der Kasse nebenan eine Frau, die mit fremden Akzent die Kassiererin angiftete, weil die ihr eine Ware nicht wegen Nichtgefallens „umtauschen“ wollte, welche die Frau ganz woanders gekauft hatte; irgendwelche Kaufbelege hatte sie natürlich auch nicht dabei. Alle Erklärungen der Kassiererin führten zu noch mehr Pampereien der Frau, bis sie endlich missmutig von dannen zog….
Immer wenn man denkt, es geht nicht bekloppter … .
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Eigentlich werden vermummte Besucher in Supermärkten ungerne gesehen, schon gar nicht für Gratiseinkäufe, aber Zeiten ändern sich.
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