
Dank diverser Episoden The Walking Dead & Co. sowie des genialen Simulationsspiels „Plague Inc.“ bin ich theoretisch gut auf die Corona-Apokalypse vorbereitet.
Rein praktisch ist eine unserer Auszubildenden, die aus Italien stammt und – neben den anderen Mitgliedern ihrer hier lebenden Großfamilie – dorthin regelmäßig reist, Freitag erkrankt. Sie musste sich dann wegen Fieber, Heiserkeit und Erkältungssymptomen mittags krank melden. Passenderweise hatte sie mir vormittags noch bei etwas Organisatorischem geholfen, so dass wir viel Kontakt hatten.
Eine meiner hygienisch ohnehin katastrophalen „Kundinnen“ hustete auch vor sich hin, natürlich ohne sich irgendwie abzuwenden oder zumindest in die Armbeuge zu husten. Ihr Kopftuch wurde nach dem Trinken kurzerhand als Serviette benutzt, da ihr das Wasser aus dem Mundwinkel über das Kinn herunterlief, ohne dass sie sich groß daran störte. Anschließend wurde das Kopftuch natürlich aufbehalten während sie rülpste; mich ekelte es insgesamt bei diesem Anblick. Aber was will man von leider tatsächlich kognitiv minderbemittelten Menschen (vulgo: dumm) anderes erwarten?
(Ich will mal nicht hoffen, dass dieses Verhalten in ihrer Kultur so üblich ist, bin mir aber angesichts meiner bisherigen Erfahrungen damit nicht so sicher; ich weiß wirklich nicht, wie das mit der Integration klappen soll, die ja nicht einmal von deren Seite aus gewünscht ist; im Gegenteil. Das Geld vom Staat und die sonstigen „Serviceleistungen“ werden wie selbstverständlich in Anspruch genommen und das war es; die Deutschen selbst stören nur und werden mehr oder weniger offen verachtet. Warum diese Leute nicht rausgeworfen bzw. besser mal gar nicht erst aufgenommen werden, begreife ich nicht. Gut, dass ich keine Kinder habe, die das später noch einmal geballter ausbaden werden müssen; mir reichen meine eigenen Alltagserlebnisse z.B. beim Einkaufen oder eben auf der Arbeit.).
Freitagabend war ich beim Kampfsporttraining; das war gut. Dem Bekannten habe ich sein Geburtstagsgeschenk gegeben, wie vereinbart. Er fing leider wieder damit an, dass wir uns ja unbedingt treffen müssten, um die Malibu-Flasche zu leeren, die er extra für mich gekauft habe. … Ich glaube der will immer noch was von mir; ich habe jedenfalls so gar keine Zeit, Energie und Lust auf ein privates Treffen mit ihm; es reicht, wenn wir uns beim Training sehen und freundlich miteinander umgehen, aber darüber hinaus möchte ich keinen Kontakt mehr, seitdem der mir mal betrunken vor wenigen Monaten offenbart hat, dass er sich in mich verknallt hätte. Obwohl ich mich nie mehr als freundschaftlich (nach meiner Definition: bekanntschaftlich) verhalten habe; ich begreife nicht, was sich Verliebte dann von so einem Liebesgeständnis versprechen – dass man sich auf einmal selbst verknallen würde?
Mein Korb war klar und unmissverständlich, wird angeblich von ihm auch akzeptiert (nach dem üblichen Gejammer darüber, dass er noch nie Glück mit Frauen gehabt habe in punkto Partnerschaftssuche und ich angeblich optisch und charakterlich seine Traumfrau sei).
Aber ich weiß inzwischen, wie realitätsfern und besitzergreifend verliebte Menschen dabei ticken, egal, was sie sagen. Im Grunde, als hätte sie ein Virus befallen. Ich finde es wiederum abartig, wenn man versucht, sich „über die Freundschaftsschiene“ an mich heranzumachen oder gar „umzustimmen“. Kann ja gar nicht sein, dass man wirklich keinen Partner möchte, wenn man nicht gerade wie Gollum aussieht. … Alles schon erlebt. … Ich muss abwarten, in welche Richtung die Reise bei ihm geht.
Außerdem finde ich es davon unabhängig immer wieder schräg, wenn Menschen bei dem Subjekt ihrer Begierde eine Figur und Lebensstil favorisieren, die sie selbst in keinster Weise verkörpern. Das hat für mich sowas von doppelten Standards:
Man selbst hat eine Plautze, achtet nicht auf seine Kleidungswahl und sein Aussehen etc., aber verliebt und an Sex gedacht wird bei dem Traumsubjekt, weil das dünn, sportlich etc. ist, sich passend kleidet usw.. … Aber wehe, das Traumsubjekt möchte u.a. für Sex selbst einen dünnen, sportlichen Partner, der sich pflegt usw., eben ähnlich tickt. Das ist dann unfair, diskriminierend und kommt ganz überraschend etc..
Wäre ich auf Sex- und/oder Partnersuche, wäre so ein Verhalten ein absoluter Ausschlussgrund.
Ansonsten war mein Wochenende gefühlt sehr kurz, da ich samstags bei einer Fortbildung war bis nachmittags. Das Socializing in den Pausen dort war sogar erfreulich und recht angenehm. Mir ging es den Tag jedoch nicht gut und das stundenlange Sitzen in einem Raum mit Zugluft durch eine Lüftungsanlage hat es nicht besser gemacht. Nach dem Seminar bin ich wieder Daheim frierend unter einer Decke auf dem Sofa eingeschlafen. Mir war irgendwie schon morgens so komisch latent übel gewesen. Hunger hatte ich nicht so richtig, wegen der Übelkeit. Das Essen auf dem Seminar war in Ordnung, wenn auch alles andere als histaminarm. Unter normalen Umständen wäre es geichwohl sogar sehr ok gewesen, nur hat mir mein Körper signalisiert, dass ihm nicht gerade nach Essen zumute sei und ich wollte keinen neuen „Histaminanfall“, so dass ich nicht so viel gegessen hatte.
Abends war ich Einkaufen. Danach habe ich vorsätzlich ein Abendessen zubereitet, das an sich ok gewesen wäre, das ich aber eh nicht bei mir behalten wollte. Dazu Nachtisch – wenn schon, denn schon. Dabei die letzten Folgen der 8. Staffel Game Of Thrones geschaut – war ok das Ende, da der doofe Schnee kein König geworden ist und der Drache überlebt hat. Dass Daenerys ermordet wird, fand ich aber blöd und arg moralisch für diese Serie. Egal.
Das Erbrechen gestaltete sich etwas zäh und unangenehmer, als sonst, aber Geduld siegt dabei am Ende immer. Bedeutet nur eben, dass man sich dann – mit kleineren Pausen – solange übergibt, bis wirklich alles raus ist. IdR ist das der Fall, wenn man auch die Gallenflüssigkeit am Ende ausgekotzt hat. … Angeblich nimmt man beim Erbrechen ja ca. die Hälfte der gegessenen Kalorien trotzdem auf, aber das kann ich echt nicht bestätigen. Liegt evtl. auch an der Art, in welcher Reihenfolge man dabei was isst und welche Zeitfenster man je nach Gegessenem einhält+ wie gründlich man sich hinterher übergibt. Da sag‘ noch einer, dass ein Hang zur Optimierung nachteilig sei.^^
In punkto Erbrechen habe ich in früheren Zeiten ein bis heute bewährtes System entwickelt, das offenbar sogar wenig gesundheitsschädlich ist. Das meine ich nicht als Ermunterung, es mir nachzutun, sondern einfach als nüchterne Feststellung. Am gesündesten wäre es natürlich, sich gar nicht zu übergeben (außer noch, wenn man etwas Giftiges gegessen haben sollte etc.).
Heute habe ich viel geschlafen und ansonsten kaum etwas gemacht. Verstimmt hat mich eine Äußerung einer Userin in einem weit entfernten Online-Forum, die angesichts von Corona-Hysterikern den Schluss zog, dass Menschen in Kriegsgebieten gar nicht die Muße hätten, sich mit Grübeleien und Magersucht aufzuhalten, denn die seien mit dem Überleben beschäftigt und hätten ganz andere (echte) Sorgen.
Wie sie von Corona-Hysterikern nun auf dieses schmale Brett gekommen ist, blieb ihr Geheimnis. Irgendwie ärgert mich ihre Behauptung, dass Magersucht und (wohl auch von ihr mit Grübeleien gemeint:) Depressionen Luxuserkrankungen – gewissermaßen aus Langeweile – seien, andererseits hat sie möglicherweise nicht so unrecht?
Ich meine gerade Magersucht wird in den Medien immer als (Mode-)Erkrankung von meist weiblichen Teenagern dargestellt, denen es scheinbar an nichts fehlt, die über „falsche Schönheitsideale“, der Ablehnung von Weiblichkeit und Erwachsenwerden dann durch Diäten erkranken. Anstatt normal zu essen und zuzunehmen, terrorisieren diese Teenager dann ihre Angehörigen gerade in punkto Essenszubereitung und drehen ziemlich am Rad bei dem Thema Essen, Gewicht usw. und labern trotz offensichtlicher Untergewichtigkeit ständig davon, dass sie zu dick seien oder werden könnten. Dazu diverse Blogs, in denen regelrecht damit kokettiert wird, wie sehr man doch gerne Hilfe hätte und das alles ja selbst ach so schrecklich fände, aber man die zusätzliche Aufmerksamkeit und Sorge der Mitmenschen, mithin die „Sonderstellung“ nicht hergeben mag.
Solche Sachen sind der Grund, warum ich mich niemals als ehemals anorektisch oder sonstwie essgestört outen wollen würde im Offline-Leben. Mich stört es auch, eine Mädchenkrankheit gehabt zu haben. Ich finde das für mich quasi „unmännlich“ bzw. identifiziere ich mich nicht als Mädchen/Frau in so einem Sinne und war nie einer dieser gelangweilten Prinzessinnenteenager, die es lieben, wenn sich die Welt um sie dreht.
Bei Bulimie sieht es von der öffentlichen Wahrnehmung ähnlich aus, sofern überhaupt zwischen Bulimie und Anorexie vom Purging-Typus unterschieden wird (ist für viele ja eh das Selbe). Wobei ich da ein bisschen den Eindruck habe, dass man Bulimie eher als Krankheit auch von erwachsenen Frauen wahrnimmt. Gleichwohl hat auch Bulimie das Label einer Mädchen- bzw. Frauenkrankheit von Menschen, für die sich alles um ihr Äußeres dreht und darum, der Männerwelt gefallen zu wollen.
Würde man in einem Kriegsgebiet leben, wo man tagtäglich um sein Überleben und essentielle Dinge wie ausreichend zu trinken, ein Dach über dem Kopf etc. kämpfen müsste, hätte man da überhaupt Zeit und Muße für eine Magersucht oder gar eine Bulimie?
Gerade Bulimie würde mangels ausreichender Essensmengen, geschweige denn Süßigkeiten usw. de facto unmöglich werden.
Vor dem Hintergrund bin ich unschlüssig, ob Magersucht (und Bulimie) nicht im Kern doch Luxuserkrankungen sind, die sich Menschen nur in friedlichen Zeiten des Überflusses leisten?
Wie sehr ihr das?