Übermüdet

Gestern bin ich viel zu spät ins Bett gekommen. Ansonsten lief es heute aber gut. So 90% meiner Befürchtungen sind gar nicht eingetreten. Hätte ich das mal gestern gewusst – ich wäre pünktlich ins Bett gegangen.
Selbst das berufliche Wortgefecht mit der Vertreterin der Gegenseite hat irgendwie Spaß gemacht. Zumal sich mal wieder eine gute schriftliche Vorarbeit sowie vorausschauendes Mitdenken (auch psychologisch) in der Sache ausgezahlt haben.

Heute fühlte ich mich tatsächlich kurz wie für den Beruf gemacht und war für einen Moment fast glücklich, also mehr als zufrieden. Es war das gleiche Gefühl, wie es immer wieder während der praktischen Ausbildung aufgeblitzt ist. So eine Art Flow+.

(Meistens ist es eher indifferent; ganz am Anfang habe ich mich wie ein schlechter Schauspieler gefühlt, der den „offiziellen Beruf“, in dem ich tätig bin eigentlich nur schauspielert.
So als würde man einen Ärztekittel in die Hand gedrückt bekommen, mit den Worten: „Hier, für Sie. Sie sind jetzt der Arzt. Versorgen Sie mal die Patienten!“ – und dann geht man zu den Patienten hin, stellt sich als Arzt vor und macht, was Ärzte so machen, ohne einer zu sein.

Heute habe ich sogar seit Monaten einen Teil meiner Mittagspause Draußen in der Sonne verbracht. Meine Haut sieht sonst das Tageslicht in den Wintermonaten praktisch nicht.
(Auch ein Grund, warum ich wenigstens an den Wochenenden tagsüber im Hellen Laufen gehen oder zumindest Spazierengehen wollte. Geklappt hat das in 99% der möglichen Fälle nicht; mangels Motivation oder oft auch, weil ich erst Nachmittags aus dem Bett gekommen bin. … Das ist der Vorteil am Sommer, man hat auch abends noch Sonne.)

Wie auch immer, jedenfalls bin ich sehr müde; das merke ich erst jetzt so richtig. Während der Arbeit bin ich immer so fokussiert und beschäftigt, dass ich Müdigkeit, Hunger etc. nicht wahrnehme bzw. so gut wie nicht. Sehr praktisch!

Ich werde versuchen, nicht das Zeitfenster zum Schlafengehen etwa gegen 23 Uhr zu verpassen. Danach werde ich nämlich wieder wach und erst gegen 2/3 Uhr morgens wieder müde.

Gewicht ist auch weiterhin blöd; die Wassereinlagerungen sind wieder mehr geworden. Andererseits muss ich mich wohl auch einfach mehr bewegen, weniger Zucker konsumieren und regelmäßig (mehr) Sport machen. Und viel zu wenig schlafen, ist sicher auch nicht gut. Angeblich soll dadurch mehr Cortisol (?) ausgeschüttet werden und irgendwie – die genaue Erklärung habe ich wieder vergessen – verursachen diese Stresshormone mittelfristig ebenfalls Wassereinlagerungen. Ansonsten könnte es bei mir wie gesagt an der Schilddrüsenerkrankung liegen. Bin mal auf die aktuellen Blutwerte gespannt Ende Januar.

In einem anderen Blog schrieb die dortige Bloggerin, dass sie sich wünschen würde, introvertiert zu sein. Ich bin überascht gewesen. So einen Wunsch höre ich zum ersten Mal. Bislang kannte ich es nur umgekehrt, dass sich Introvertierte extravertierter wünschen; oder dass die positiven Seiten an Introversion beleuchtet werden, um „uns Introvertierten“ mehr Mut und Selbstakzeptanz zuzusprechen.
Am ausgewogensten dürften die ambivertierten Menschen sein. Die sind uns allen über, egal ob Intro oder Extro^^.

Mhm … schaue ich mir die neue Wilsberg-Folge an oder zocke ich Red Dead Redemption 2 ? Mal sehen … .

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